Bundesnetzagentur hat 2017 rund 460.000 Produkte vom Markt genommen

Radio Symbolbild: Pixabay / Webster2703

Wie die Bundesnetzagentur aktuell per Pressemeldung bekannt gibt, hat man im Jahr 2017 im Internet rund 460.000 Produkte vom Markt genommen, die Funkstörungen bzw. elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen können.

Im vergangenen Jahr hat die Bundesnetzagentur nach eigenen Angaben 665 Angebote von unsicheren Produkten beendet, die Funkstörungen oder elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen können. Betroffen waren insgesamt rund 460.000 Produkte. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer solcher Produkte deutlich höher liegt.

Im Jahr 2016 wurden 537 Angebote beendet. Der Trend aus den vergangenen Jahren hält also an. Die Anzahl der betroffenen Produkte im letzten Jahr war deutlich höher, da unter anderem 744.000 FM Transmitter gesperrt wurden.

Unter den rund 460.000 Produkten befanden sich diesmal 388.000 Funkkopfhörer, die sicherheitsrelevante Polizeifunkfrequenzen nutzen und daher nicht in Deutschland betrieben werden dürfen.

Testkäufe decken Auffälligkeiten auf

Auch führt die Bundesnetzagentur anonyme Testkäufe durch, um Produkte zu prüfen, die nicht freiwillig vom Hersteller bzw. Händler zur Verfügung gestellt werden. In diesem Rahmen wurden im Jahr 2017 ingesamt 52 Produkte überprüft. Dabei wiesen alle Produkte Auffälligkeiten auf. Der Vertrieb auf den jeweiligen Plattformen wurde daher ausgesetzt.

Dies betraf insgesamt 14.700 Geräte wie z. B. Drohnen, Smart-Home- oder LED-Produkte.

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Bundesnetzagentur geht gegen Kinderuhren mit Abhörfunktion vor17. November 2017

Zoll meldet verdächtige Warensendungen

Wer öfter mal in Fernost bestellt, der kennt vermutlich die Prüfungen des Zolls. Diese können durchaus dazu führen, dass die Sendung am Ende nicht beim Kunden oder im Lager eines Händlers landet.

Der Zoll hat im Jahr 2017 über 16.000 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur gemeldet. Diese Meldungen umfassten insgesamt rund 240.000 Produkte. In ganzen 86 Prozent der Meldungen wurde keine Freigabe der Produkte für den europäischen Markt erteilt. Der Anteil auffälliger Produkte bleibt damit auch hier auf konstant hohem Niveau.

Im vergangenen Jahr meldete der Zoll über 10.000 verdächtige Warensendungen, die insgesamt rund 270.000 Produkte umfassten.

Marktüberwachung im Einzelhandel

Die Bundesnetzagentur hat im Jahr 2017 auch etwa 3.000 Produkte im deutschen Einzelhandel überprüft. Hiervon wurden auch ca. 1.000 messtechnisch im Labor geprüft. Insgesamt erfolgten in etwa 800 Fällen behördliche markteinschränkende Maßnahmen.

Übrigens: Wer sich für die Produkte interessiert, welche die Bundesnetzagentur aus dem Verkehr gezogen hat, kann diese in einer Wanderausstellung begutachten.

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TP-Link HS100 WLAN-Steckdose und die Bundesnetzagentur – Was ist da los?30. November 2017

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