Die Deutsche Post will das Porto für Standardbriefe zum 1. Januar 2027 von 95 Cent auf 1,15 Euro erhöhen.
Die geplante Erhöhung um rund 21 Prozent steht noch unter dem Vorbehalt der abschließenden Genehmigung durch die Bundesnetzagentur. Diese hatte allerdings bereits grünes Licht für eine derartige Erhöhung signalisiert.
Auch Postkarten sowie Kompakt-, Groß- und Maxibriefe werden teurer. Ein internationaler Standardbrief soll künftig 1,45 Euro kosten. Die neuen Briefpreise gelten für zwei Jahre.
Deutsche Post 2027: Neue Preise und Versandregeln
Als Gründe nennt die Deutsche Post sinkende Briefmengen und steigende Personal-, Energie- und Infrastrukturkosten. Nach Unternehmensangaben liegt das neue Standardporto weiterhin unter dem europäischen Durchschnitt von 1,52 Euro.
Neben den Preisen verändert sich auch das Produktangebot. Dokumente sollen stärker über Briefprodukte und Waren über Paketprodukte verschickt werden.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- Großbriefe dürfen künftig bis zu 3 cm hoch und 1 kg schwer sein.
- Maxibriefe erhalten größere Abmessungen und dürfen bis zu 2 kg wiegen.
- Der nationale Maxibrief mit Zusatzentgelt entfällt.
- DHL-Päckchen erhalten eine Sendungsverfolgung und eine Haftung bis 20 Euro. Das Höchstgewicht sinkt auf 1 kg.
- International kommt ein neuer Midibrief für Dokumente bis 500 g hinzu.
Auch Geschäftskunden müssen sich auf höhere Paketpreise einstellen. Diese sind nicht Bestandteil des Regulierungsverfahrens der Bundesnetzagentur. Konkrete Konditionen sollen individuell mitgeteilt werden. Die neuen Privatkundenpreise für Pakete folgen später.
Packstationen sollen einfacher nutzbar werden
Ab Frühjahr 2027 sollen Geschäftskunden Pakete auch ohne vorherige Registrierung oder Postnummer des Empfängers an Packstationen zustellen lassen können. Bis 2030 will das Unternehmen sein Automatennetz auf rund 50.000 Standorte ausbauen.
Für private Haushalte beziffert die Deutsche Post die durchschnittliche monatliche Mehrbelastung durch die angekündigten Anpassungen auf etwa 75 Cent.
Wer nur gelegentlich Briefe verschickt, dürfte die höheren Kosten kaum spüren. Interessanter sind für regelmäßige Versender die neuen Format- und Gewichtsgrenzen. Hier lohnt sich künftig ein genauer Blick auf das passende Versandprodukt.
Alle Änderungen zu Preisen und Produkten findet ihr online.
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