Deutscher Bundestag: 270.000 Euro für Smartphones, überwiegend iPhones

Bild: Pixabay / moerschy

Jeder hat, nach Maßgabe des Informationsfreiheitsgesetz (IFG), gegenüber Behörden des Bundes Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen. Netzpolitik.org hat bezüglich der Ausstattung mit Mobiltelefonen nachgefragt.

Die Entscheidungen die dort getroffen werden, betreffen uns jeden Tag. Und zwar in jedem Aspekt unseres Alltags. Trotzdem kennt man nicht alle Details von ihm. Die Rede ist vom Deutschen Bundestag. Eine Anfrage nach dem „Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes“ hat nun interessante Details bezüglich der Ausstattung mit Smartphones und Tablets ergeben.

Das Fazit: Apple ist mit Abstand der bevorzugte Hersteller und das jährliche zur Verfügung stehende Budget wird zu einem guten Teil ausgeschöpft.

578 Mobiltelefone und 266 iPads

Die 631 Bundestagsabgeordneten bestellten im letzten Jahr insgesamt 578 Mobiltelefone mit einem Gesamtwert von circa 270.000 Euro. Davon waren der überwiegende Teil, nämlich 429, von Apple. Nur noch 101 entfielen auf Samsung. Nicht der Rede wert sind die Anteile anderer Hersteller: Sony 16, HTC 9, Nokia 6, Blackberry 3, Motorola 3, LG 2 und noch 9 Smartphones sonstiger Hersteller. Außerdem wurden stolze 266 iPads abgerechnet. Damit ticken die Uhren im Bundestag anders als im Rest des Landes, wo Android zu ca. 3/4 den Markt dominiert.

Grafik: Statista

Grafik: Statista

Die Anfrage mit genauen Beträgen findet ihr bei FragdenStaat. Zahlen aus dem Vor-Vorjahr, als 2014, gibt die Quelle leider nicht her.

12.000 Euro für Amtsausstattung

Mitgliedern des Bundestags steht zur Erfüllung ihres Mandats eine Amtsausstattung zu. Für den Büro- und Geschäftsbedarf stehen pro Abgeordneten bis zu 12.000 Euro zur Verfügung. Dieses Budget wurde vergangenes Jahr zu 82 Prozent ausgeschöpft. Darunter fallen aber natürlich nicht nur Smartphones und Tablets. Diese Geräte des „Informations- und Kommunikationsbedarfs“ können übrigens ohne Beschränkung beim Händler der Wahl gekauft werden.

Büromaterial hingegen nicht. Dieses wird seit mittlerweile 16 Jahren durch eine einzige Firma geliefert. Die Firma Bürofa, sie gehört dem Berliner AfD-Politiker Andrea Gregor Siewert.

Quelle: netzpolitik

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