Dr. Google, in die Notaufnahme bitte: Symptomsuche über die Google App

In einem aktuellen Blogpost informiert Google darüber, dass ungefähr ein Prozent ihrer Suchanfragen mit Krankheitssymptomen zusammenhängen.

Dr. Google hat fast jeder von uns schon mal bemüht. Bei der Suche nach Symptomen kann man jedoch statt beim vermuteten Heuschnupfen, auch schon mal bei einer seltenen, aber auf jeden Fall tödlichen Krankheit landen. Das liegt nicht zuletzt an den komplizierten medizinischen Fachbegriffen und den kleinen aber wichtigen Feinheiten bei der Differenzierung von Symptomen, die wir als Laie ja gar nicht leisten können.

Nur für die mobile App, nur in den USA

Google rollt in den nächsten Tagen, erstmal nur in englischer Sprache und in den USA, ein Update für die mobile Suche aus. Dieses wird uns, auf der Suche nach Krankheitssymptomen, eine Liste mit in Frage kommenden Krankheitsbildern an die Hand geben. Sucht man zum Beispiel nach „Kopfschmerzen auf der linken Kopfseite“, könnten wir in Zukunft Ergebnisse wie zum Beispiel „Migräne“ oder „Cluster-Kopfschmerzen“ erhalten.

Bei der Suche nach konkreten Symptomen wie „Kopfschmerzen“ liefert Google zusätzlich einen kurzen Überblick übers Thema, gibt eine Auswahl an Möglichkeiten das Problem mit Hausmitteln selbst in den Griff zu bekommen und liefert Argumente was dann doch für eine Arztbesuch sprechen könnte.

Ersetzt nicht den Arztbesuch

Man muss sich jedoch immer vor Augen führen: egal wie hilfreich so eine Information sein kann, einen Arztbesuch und die fachliche Expertise eines Mediziners ersetzt sie natürlich nicht! Darauf weist auch Google noch einmal ausdrücklich hin. Es geht vielmehr darum, uns in die Lage zu versetzten eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung ob wir einen Arzt aufsuchen sollten oder etwas Ruhe und einige Hausmittelchen ausreichen. Zu diesem Zweck möchte man erster Anlaufpunkt werden und uns mit vorgefilterten Informationen versorgen.

By doing this, our goal is to help you to navigate and explore health conditions related to your symptoms, and quickly get to the point where you can do more in-depth research on the web or talk to a health professional.

Die Liste der Symptome generiert man aus der Websuche, validiert sie jedoch mit gesicherten Informationen die man auch für den Knowledge Graph benutzt. Um die Verlässlichkeit dieser, zu konkreten Symptomen angezeigten Informationen, zu gewährleisten, arbeitet Google mit Ärzten zusammen. Experten der Harvard Medical School und der Mayo Clinic führen zusätzlich representative Stichproben durch, um die gezeigten Ergebnisse weiter kontinuierlich zu verbessern.

Da Google sich hier auf die Websuche verlässt und prinzipiell nur den Inhalt des Webs reflektiert, ist es ihnen wichtig zu erfahren ob die Ergebnisse auch wirklich hilfreich waren. Deshalb wird man bei der Suche nach Symptomen auch automatisiert nach Feedback fragen, um sich weiter zu verbessern.

Google möchte dieses Feature in Zukunft weiter ausbauen und mit der Zeit immer mehr Symptome abdecken. Auch in anderen Sprachen und Ländern möchte man die Suche nach Krankheitssymptomen erleichtern. Einen konkreten Zeitplan nennt man jedoch nicht.

Quelle: Google

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