EU-Kommission überarbeitet ihren Roaming-Vorschlag

Zusätzliche Roaming-Gebühren im EU-Ausland werden ab 2017 größtenteils weg fallen, das ist beschlossene Sache. Unklarheiten bestehen noch bei der „Fair Use Policy“.

Bereits beim Beschluss der Roaming-Abschaffung im Juni 2015 stellte man klar, dass es auch weiterhin Einschränkungen geben werde. So soll eine übermäßige Nutzung im Ausland verhindert werden. Kunden sollen sich also weiterhin eine SIM-Karte im Heimatland besorgen, statt auf dauerhaftes Roaming über noch günstigere Tarife zu setzen.

Ein konkreter Vorschlag zur Begrenzung auf faire Nutzungsszenarien ist erst wenige Tage alt. 90 Tage jährlich sollten reichen, nach 30 Tagen Auslandsaufenthalt am Stück hätten die Netzbetreiber ein zwischenzeitiges Einwählen im Heimatnetz verlangen dürfen. Nicht bei allen potentiell Betroffenen kam dieser Vorschlag gut an, auch die Europäische Union denkt nun über eine neue Fassung des Vorschlags nach.

Das teilte man gestern Abend auf der eigenen Website mit:

An initial draft was published on 5.9.2016. The Commission services have, on the instruction of President Juncker, withdrawn the draft and are working on a new version.

Wie genau die Abschaffung der Roaming-Gebühren schlussendlich vonstattengeht, bleibt also erst einmal abzuwarten. Viele Netzanbieter zeigten sich bereits in den vergangenen Monaten offener, was die kostenlose Nutzung von Inklusiveinheiten außerhalb Deutschlands angeht, teilweise jedoch nur für Neukunden.

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