Facebook überwacht Nutzer, die man als Sicherheitsrisiko einstuft

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Facebook soll eine Liste führen, auf der Menschen landen, die man als Sicherheitsrisiko einstuft. Auch die Position der Personen wird überwacht.

Facebook soll eine sogenannte BOLO-Liste (Be On the Lookout) führen. Auf der landen Personen, welche das soziale Netzwerk als Sicherheitsrisiko einstuft. Ist man auf dieser Liste, dann werden alle Mittel genutzt, um überwacht zu werden, so ein aktueller Beitrag von CNBC. Auch der Ort wird getrackt.

Facebook: Wie landet man auf der BOLO-Liste?

Das Unternehmen nutzt dabei alle Mittel, die zur Verfügung stehen. Es ist aber unklar, was man machen muss, um auf der Liste zu landen. Reicht schon ein simples „F*** You Zuckerberg“? Laut ehemaligen Mitarbeitern sind viele Menschen auf der Liste gelandet, die in Kommentaren gestänkert haben.

Manchmal war die Latte so niedrig, dass ein „Ich werde Mark Zuckerberg in den A*** treten“ ausreichte. Intern gab es keine Standards. Laut Facebook passiert sowas nur, wenn eine Gefahr für das Unternehmen und die Sicherheit besteht. Allerdings lässt sich sowas ja frei definieren wie man sieht.

Es gab in der Vergangenheit auch einen Fall, in dem ein Nutzer unschöne Nachrichten an Zuckerberg geschickt hat. Es wollte dann eines Tages mit einem Freund bei Facebook zu Mittag essen und wurde von der Security empfangen. Diese bat ihn dann das Gelände von Facebook zu verlassen.

Auf Bitte des Freundes wurde die Person von der BOLO-Liste entfernt, laut Facebook hatte man aber gute Gründe ihn auf die Liste zu packen.

Facebook: Ehemalige Mitarbeiter werden überwacht

Auch ehemalige Mitarbeiter werden überwacht, oftmals werden sie ohne einen Grund auf die Liste gepackt, manchmal reicht aus, dass sie etwas geklaut haben. Facebook nutzt die App und IP-Adressen, um Nutzer auf der BOLO-Liste zu überwachen. Auch solche Geschichten gab es:

In 2017, a Facebook manager alerted the company’s security teams when a group of interns she was managing did not log into the company’s systems to work from home. They had been on a camping trip, according to a former Facebook security employee, and the manager was concerned about their safety.

Facebook’s information security team became involved in the situation and used the interns‘ location data to try and find out if they were safe. „They call it ‚pinging them‘, pinging their Facebook accounts,“ the former security employee recalled.

Facebook erhält natürlich auch ernste Bedrohungen, aber so eine Überwachung geht dann doch etwas zu weit. Es sollte nicht die Aufgabe von Facebook sein, einen Nutzer zu überwachen, nur weil er in einem öffentlichen Beitrag vielleicht mal seinen Unmut über Mark Zuckerberg geäußert hat.

Ob er sich nun im Ton vergriffen hat oder nicht, dafür gibt es Behörden. Solche Listen sind, ohne klare Regeln, fragwürdig. Vor allem, wenn das Unternehmen selbst definieren kann, wer ein Sicherheitsrisiko darstellt.

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