Girocard: Terminal ohne PIN-Pad startet als Pilotprojekt

Girocard

Wie die EURO Kartensysteme GmbH heute verkündet, hat man kürzlich den Start für das Terminal ohne PIN-Pad (TOPP) veranlasst.

Aufbauend auf die stetig wachsenden Akzeptanz der girocard kontaktlos im Handel, hat die Deutsche Kreditwirtschaft den Startschuss für eine weitere Entwicklung zum Bezahlen gegeben: Das Terminal ohne PIN-Pad (TOPP). Der Jubel über diese nützlich klingende Funktion darf sich aber noch in Grenzen halten, wie so oft gibt es nämlich erstmal nur ein Pilotprojekt.

Im ersten Jahr seit der nationalen Einführung können Kunden in Deutschland mit rund 35 Millionen ausgegebenen, kontaktlosfähigen Girocards an rund 385.000 umgerüsteten Terminals bezahlen. Gemeinsam mit Netzbetreibern, Terminalherstellern und Automatenbetreiber untersucht man nun den Einsatz von verschlankten Terminals, die ohne PIN-Pad und Steckleser auskommen und mir diesen Karten genutzt werden können.

Die kontaktlose Zahlung am TOPP hat das Potenzial, stark vom Bargeld dominierte Marktsegmente für Kunden und Händler für die Zahlung mit girocard kontaktlos zu öffnen. Das Terminal eignet sich für Zahlungen im Kleinbetragsbereich sowohl für den Einsatz an unbedienten Endgeräten, wie z. B. Verkaufsautomaten, als auch für die Bezahlung an bedienten Kassen, wie z. B. in Bäckereien.

Wenn euch das nun bekannt vorkommt, so liegt ihr richtig. Natürlich gibt es bereits Automaten, die kontaktlose Zahlungen akzeptieren. Dies gilt aber in der Regel nur für Kreditkarten und oft ist zusätzlich ein PIN-Pad verbaut. Das soll sich ändern.

Da kontaktlose Transaktionen bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe ausschließlich über die NFC-Schnittstelle durchgeführt werden, braucht man dafür nur einen Kontaktlosleser. Auf den einen Chipkartenleser und das PIN-Pad kann verzichtet werden. Damit kann das Terminal kleiner gestaltet werden.

Wurst-Imbiss in Bad Hersfeld als Pilotprojekt

Im Januar 2018 haben die ersten Terminalhersteller (CCV und FEIG ELECTRONIC) sowie Netzbetreiber (BS PAYONE und CardProcess) eine Betriebserlaubnis im Rahmen des Pilotprojekts erhalten. Aktuell werden Akzeptanzstellen der Teilnehmer mit den neuen Terminals ausgestattet.

Die erste Installation eines TOPP haben CardProcess und FEIG ELECTONIC durchgeführt. Beim Imbiss „Die Wurst“ in Bad Hersfeld können Kunden seit Anfang Februar am Terminal ohne PIN-Pad bezahlen. Die ersten Transaktionen verliefen erfolgreich. Die Ergebnisse werden in die spätere Entscheidung der Deutschen Kreditwirtschaft über einen Regelbetrieb einfließen und dienen den Projektteilnehmern in der Folge als Entscheidungsgrundlage.

Ziel des Pilotprojekts ist es, praktische Erfahrungen zur Nutzung von Terminals ohne PIN-Pad in verschiedenen Einsatzbereichen zu sammeln und auch in neuen Bereichen das optimale Bezahlerlebnis für Kunden zu schaffen. Denkbar ist die Nutzung neben der Automatenbranche, z. B. bei Schließfächern, Stromtankstellen, Autowaschanlagen und öffentlichen Toiletten, aber auch bei mobilen Händlern.

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