God of War Ragnarök im Test: 10 sehr persönliche Stichpunkte

God Of War Ragnarok Test Sindri

Jeder Testbericht ist subjektiv, denn in der Regel testet nur eine Person ein neues Produkt. Doch es gibt „Produkte“, da wird es noch schwieriger einen objektiven Test zu tippen, Spiele oder Serien gehören dazu. Doch ich schaue mir auch hier die Bewertungen an, denn eine breite Masse bildet am Ende einen guten Eindruck.

Heute geht es um God of War Ragnarök für die PlayStation, der Exklusivtitel ist der große Blockbuster für Weihnachten und erscheint für die PS4 und PS5. Ich konnte das Spiel vorab durchspielen und habe viele Gedanken dazu. Daher gibt es heute zum Ende des Embargos eine Liste mit 10 Stichpunkten von mir. Ohne Spoiler.

God of War Ragnarök: Meine 9 Stichpunkte

  • Bevor ihr den neuen Teil startet, würde ich auf jeden Fall den Teil von 2018 spielen, denn dieser baut darauf auf. Er setzt genau dort an und ohne die Vorgeschichte wird man diesen Teil nicht so gut genießen können. Die Zusammenfassung im Spiel ist nett gemacht und würde ich mir auch anschauen, aber sie hilft kaum weiter und ist eher eine Auffrischung für die Menschen, die den ersten Teil gespielt haben.
  • Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und empfehlen eine kurze Zusammenfassung aller God of War-Spiele, denn in Ragnarök gibt es hin und wieder Andeutungen auf die Vorgeschichte von Kratos. Ich habe euch am Ende des Beitrags zwei Zusammenfassungen eingebunden, die ich geschaut habe (da der Teil von 2018 auch schon zu lange her war und ich die Spiele davor immer nur mal angespielt habe).
  • God of War Ragnarök sieht man an, dass es noch ein PS4-Spiel ist. Es läuft zwar butterweich auf der PS5 (ich habe es überwiegend mit 4K und 40 fps gespielt), aber das ist optisch kein Next-Gen-Spiel. Sogar noch weniger, als Horizon Forbidden West. Es sieht besser als der erste Teil aus, definitiv, aber ich habe kurz davor The Last of Us Part 1 gespielt und man sieht, dass es den Spielen guttut, wenn man den PS4-Support fallen lässt.

God Of War Ragnarok Test Kratos

  • Dennoch ist God of War Ragnarök ein extrem schönes Spiel mit tollen Welten und sehr viel Liebe zum Detail. Man spürt, dass den Entwicklern dieses Werk am Herzen lag und man die „Extra-Meile“ gegangen ist. Selbst bei „Lückenfüller“-Missionen gibt es tolle Dialoge, animierte Szenen und liebevolle Welten. Ganz großes Lob für diese Liebe zu einem Spiel, die spürt man. Und ich muss auch sagen, dass ich keine Bugs hatte und dieses Spiel von Anfang bis Ende einwandfrei lief, so muss das sein.
  • Es handelt sich um ein extrem umfangreiches Spiel, ich habe es in 25 Stunden beendet. Wobei ich am Anfang noch mehr Nebenmissionen gemacht habe. Als ein IGN-Redakteur aber meinte, dass er über 50 Stunden spielt und das auch macht, habe ich nur noch die Hauptstory gespielt. Für die Story dürften die meisten etwa 15 bis 20 Stunden benötigen, ich würde euch aber empfehlen, dass ihr die Nebenmissionen mitnehmt und die offeneren Welten erkundet. Nötig ist das nicht, die Gegner der Hauptmissionen schafft man auch ohne die dort gefundenen Extras.
  • Das Kampfsystem fühlt sich wie im ersten Teil an, es ist jetzt aber noch ein bisschen komplexer, da neue Dinge dazukommen und die Erweiterungen für die bekannten Waffen umfangreicher sind. Und das muss man auch irgendwann im Spielverlauf alles nutzen, wenn man einen höheren Schwierigkeitsgrad gewählt hat. Macht aber Spaß und das Crafting für die Erweiterungen ist auch nicht nervig. Wie gesagt, es reicht auch, wenn ihr euch in den Hauptmissionen umschaut. Große Neuerungen sollte man hier also nicht erwarten, was ich aber nicht schlimm finden, denn genau dieser Part des Spiels macht viel Spaß.

God Of War Ragnarok Test Kampf

  • Die Rätsel waren in God of War sehr simpel und das sind sie leider auch weiterhin. Der Fokus liegt auf den Kämpfen und dem Kampfsystem und da liefert God of War Ragnarök komplett ab. Doch die Rätsel in den Welten wirken im Vergleich dazu und zum Leveldesign oft lieblos. Sie fressen manchmal unnötig Zeit und ich würde viele davon vielleicht sogar einfach weglassen und die Extras einfach so nach einem Kampf verteilen.
  • Zur Story bekommt ihr von mir keine Details, da liefern die Videos von Sony selbst schon zu viele Szenen für meinen Geschmack. Nur eins sei gesagt: Sie fängt extrem stark an, dann gibt es einen kleinen Hänger, der aber vielleicht auch nur so wirkt, weil der Einstieg genial ist, aber Ragnarök steigert sich dann schnell wieder und bietet in meinen Augen gute Wendungen und ein tolles Finale. Ich habe immer Angst, wenn eine Serie oder Spielereihe beendet wird, dass es die Produzenten vermasseln. Das ist hier nicht der Fall, aber sowas ist natürlich auch sehr subjektiv. Die deutsche Synchronisation hat mir übrigens gut gefallen und die Charaktere sind gut umgesetzt.
  • Eine richtige PS5-Grafik gibt es nicht und auch die anderen PS5-Features werden nicht so gut wie von anderen Spielen umgesetzt. Man muss sich durch viele Wände drücken, damit die Welt danach geladen werden kann, was manchmal nervt und mit der PS5 nicht nötig wäre. Der DualSense wird beim haptischen Feedback unterstützt, aber die Umsetzung ist nicht so gut und fein wie bei anderen Spielen von Sony und die adaptiven Trigger werden auch kaum genutzt. Da hatte ich eher das Gefühl, dass man das hier und da eingebaut hat, damit man es eben eingebaut hat, wurde aber nicht kreativ. Dafür gibt es einen sehr guten 3D-Sound und hervorragenden Soundtrack, ich empfehle ein gutes Headset zum Spielen (ich habe überwiegend das Inzone H9 genutzt).

God of War Ragnarök: Mild-Spoiler-Stichpunkt

Diesen Stichpunkt habe ich hinter eine Spoiler-Warnung gepackt, denn es könnte für manche einer sein, die womöglich gewisse Erwartungen an das Ende haben.

Nach dem Finale hört das Spiel nicht abrupt auf. Oft müsst ihr ein neues Spiel starten oder zum letzten Speicherpunkt, wenn ihr die Welt weiter erforschen wollt. Hier geht es direkt danach weiter und das ist gut gemacht. Sogar mit neuen Inhalten, die es vorher nicht gab. Und der für mich emotionalsten Szene im Spiel. Ich hatte selbst nach über 20 Stunden Lust auf mehr und das ist hier möglich. Ich sage nicht wie und mit welcher Person oder mit welchen Personen, denn das wäre dann ein Spoiler, aber nur so viel: Wer zunächst die Hauptstory genießen und nur ein paar Nebenmissionen machen möchte, der kann das machen. Spielt danach aber unbedingt die Epilog-Quests.

God of War Ragnarök: Mein Fazit

Wer God of War von 2018 mochte, der wird hier definitiv sehr zufrieden sein. Der neue Teil baut exakt darauf auf und macht viele Dinge besser und ist vor allem auch deutlich umfangreicher. Es gab die Überlegung, ob das eine Trilogie wird und man hat sich für zwei Spiele entschieden. Das merkt man, es wird nicht langweilig.

Müsste ich eine Punktzahl vergeben, dann wären es 9,5 von 10 Punkten. Ich mochte God of War, es ist eines der besten Spiele der letzten Jahre, und das hier ist eine gelungene Fortsetzung. Warum gibt es keine 10 Punkte? Das liegt in erster Linie daran, dass ich nach zwei Jahren PlayStation 5 noch mehr PS5-Feeling möchte.

Die Verfügbarkeit der PS5 ist weiterhin schlecht und die Entscheidung, dass man die PS4 noch mitnimmt, spürt man. Allerdings wird es viele PS4-Besitzer freuen, denn dieses Spiel reizt die alte Konsole nochmal so richtig aus und ich habe von anderen Testern gehört, dass God of War Ragnarök sehr gut auf der PS4 läuft.

Samsung Qn95b God Of War

Das ist für mich der AAA-Blockbuster für die PlayStation geworden, den ich von den Santa Monica Studios erwartet habe. Nun stellt sich im November für viele die Frage, ob das ein Spiel des Jahres ist. Ich finde es immer blöd, wenn das nur ein Spiel wird, denn der Geschmack ist unterschiedlich und das ist für mich nicht fair.

Es wird auf jeden Fall in den Bestenlisten 2022 dieser Welt auftauchen und ich bin mir sicher, dass auch dieser Teil die 90 Punkte bei Metacritic knackt. Für mich ist es mit Blick auf Neuerscheinungen das Spiel des Jahres, da ich storylastige Spiele dieser Art mag. Und ich werde sicher noch einige Stunden in die Welt stecken.

God of War Ragnarök: Die Zusammenfassungen

Die Geschichte von God of War

Zusammenfassung von God of War

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