Google: Streamingdienst für Spiele mit eigener Hardware weiter im Fokus

Google soll an einem Streamingdienst für Spiele arbeiten und ist derzeit auf der Suche nach Spielen und Partnern, Übernahmen sind nicht ausgeschlossen.

Vor wenigen Monaten haben wir das erste Mal über Yeti berichtet. So lautet der interne Codename für ein neues Projekt von Google. Das Unternehmen möchte einen eigenen Streamingdienst für Spiele auf die Beine stellen und ist seit dem fleißig.

Im Rahmen der GDC im März und E3 im Juni hat sich Google mit vielen Entwicklern getroffen und ist derzeit laut Kotaku auf der Suche nach Partnern. Die Entwickler sind wohl noch etwas skeptisch, denn Google hat einen gewissen Ruf: Es kam schon öfter vor, dass man Projekte, die nicht erfolgreich waren, zu schnell wieder einstellte.

Wie ernst meinte es Google als beim Gaming? Immerhin hat man Twitch am Ende doch Amazon überlassen und trotz zahlreicher Gerüchte in den letzten Jahren gab es in dem Bereich nicht einen großen Wurf von Google. Wird das mit Yeti anders?

Die Plattform soll das Streaming von Spielen ermöglichen, man scheint also ähnliche Pläne wie viele andere Gaming-Unternehmen zu haben. Microsoft hat im Rahmen der E3 auch betont, dass man einen eigenen Streamingdienst plant.

Gaming: Google plant eigene Hardware

Streaming dürfte in den kommenden Jahren ein großes Thema werden und teure und leistungsfähige Hardware daheim überflüssig machen. Wenn man eine Hürde meistert: Eine gute Bandbreite, daran scheitert es nämlich auch an vielen Orten. Außerdem wird auch ein gutes Format zum Streamen der Spiele benötigt. Es bringt einem ja nichts, wenn man Spiele streamt und die Grafik am Ende fehlerhaft dargestellt wird.

Google soll für Yeti auch an eigener Hardware arbeiten. Es ist jedoch unklar, ob diese in Richtung PlayStation/Xbox oder eher in Richtung Set-Top-Box (günstig) geht.

Momentan ist nur eins sicher: Google ist bemüht einen eigenen Dienst für Spiele auf die Beine zu stellen. Ob es am Ende klappt und wie dieser aussieht ist unklar. Er soll aber auch eng mit YouTube verknüpft sein. Und wer weiß, vielleicht möchte Google den Dienst ja mit YouTube Premium verknüpfen und für ein paar Euro Aufpreis anbieten.

Streaming könnte den Gaming-Markt in den kommenden Monaten verändern und Google hätte definitiv die finanziellen Mittel und schon jetzt die Infrastruktur, um einen entsprechenden Dienst aufzubauen. Die Frage ist nur, wie viel man investiert und ob man es wirklich Ernst meint. Da bin ich bei Google eher etwas skeptisch.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung

Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.