HTC hat kein Interesse an Palm, aber wer dann?

Schon seit längerer Zeit kusieren im Internet viele mögliche Käufer des angeschlagenen US-Unternehmens Palm. Einer der gehandelten Käufer ist HTC. Nun wurde jedoch bekannt, dass die Taiwaner kein Interesse mehr an Palm haben.

Nach einer Prüfung der Unternehmenszahlen hätte HTC das Interesse an Palm verloren, so die Nachrichtenagentur Reuters. Weiter, so hieß es, würde es für eine Übernahme zu wenig Synergie-Effekte geben. Eigentlich kam HTC als möglicher Käufer ins Gespräch, da die Taiwaner Palms Vielzahl an Patenten gut im Konkurrenzkampf gegen Apple gebrauchen könnten.

Gegensätzlich zu den Verkaufsgerüchten glaubt Palm-Chef Jon Rubinstein immernoch an eine Möglichkeit, Palm aufrecht zu erhalten. Palm könne als eigenständiges Unternehmen überleben, so Rubinstein in einem Gespräch mit „Financial Times“. Laut ihm besteht die Möglichkeit darin, Palms Betriebssystem WebOS an andere Gerätehersteller zu lizensieren. Bei einem entsprechend guten Angebot würde man das hauseigene Betriebssystem dann auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen, so der Palm-Chef. Dafür könnte es jedoch schon zu spät sein. Glaubt man der Aussage von Nicholas McQuire, Research Director Enterprise Mobility bei IDC, würde das WebOS nur sehr geringe Vorteile für etablierte Hersteller bieten.  Lediglich für ein paar asiatische Firmen wie Huawei oder Lenovo könnte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Bereits seit längerer Zeit sahen Branchenbeobachter die einzige Möglichkeit für das Überleben Palms darin, das WebOS auch für andere Unternehmen zu öffnen. So meinte eine Analystin bereits im Juni 2009, dass WebOS dadurch in die Fußstapfen von Android treten könnte.

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