Huawei FIT Testbericht

Seit ca. zwei Wochen habe ich nun den Huawei FIT Tracker in Benutzung und fasse im folgenden Bericht meine Erfahrungen mit dem neuen Fitness-Gadget aus dem Hause Huawei zusammen.

Im Lieferumfang befinden sich abgesehen von ein wenig Papierwerk und einem MicroUSB-Ladekabel nebst passendem Ladedock nichts weiter. Das Interface der FIT ist zum größten Teil selbsterklärend und so fehlt auch nichts, mal abgesehen vielleicht von einem Netzteil.

Technische Details zur Huawei FIT

  • 1,04 Zoll LCD Display mit einer Auflösung von 208 x 208 Pixel
  • 6 Achsen-Sensor, Schlaftracker, Pulsmesser
  • bis zu 50 m wasserdicht
  • 39,5 x 9,99 mm bei ca. 35g
  • Bluetooth 4.2

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Zur Huawei FIT selbst

Im Gegensatz zu vielen anderen Fitness-Trackern sieht die Huawei FIT schon von weitem ein bisschen anders aus. Manche Tracker sind mehr oder weniger nur ein Armbändchen mit Sensoren, wobei die FIT eher einer normalen Uhr gleicht.

Allerdings sind gerade verglichen mit einer modernen runden Smartwatch deutliche Abstriche zu machen. Doch dazu später mehr. Die FIT besitzt ein Aluminiumgehäuse und wird auf Wunsch in mehreren Farb-Varianten geliefert.

Ein oranges Armband ist ebenso erhältlich, wie auch eine blaue und eine schwarze Variante. Schön peppig eben. Als Display wurde dem 35 g leichten Tracker ein 1,04 Zoll großes 208 x 208 Pixel auflösendes reflektives LCD verbaut. Selbiges kann entweder automatisch oder manuell hintergrundbeleuchtet werden.

Im Sonnenlicht ist es auch ohne Beleuchtung prima ablesbar. Tasten zur Bedienung finden sich keine, die normale Nutzung des Trackers geschieht ausschließlich per Touchscreen. Zumindest mir fehlte ab und an aber ein richtiger Knopf, um die FIT beispielsweise auch mal komplett deaktivieren zu können.

Auf der Unterseite finden wir die Anschlüsse für den Ladedock, wie auch den Sensor für die Messung der Herzfrequenz. Die FIT ist merklich dünner, als beispielsweise die Huawei WATCH und durch das abrunden des Gehäuses von der Mitte der Unterseite nach oben zum Display hin wirkt sie zusätzlich noch einmal etwas dünner, als so manch anderer Tracker.

Unter anderem wurde im inneren ein 6-Achsen-Sensor verbaut, welcher beispielsweise dafür gedacht ist, die Schritte zu zählen. Des weiteren erkennt der Sensor, ob der Träger der FIT gerade walkt oder läuft. Die FIT kann auch den Schlaf tracken und erkennt diverse Schlafphasen. Der verbaute Puls-Sensor ist auf der Unterseite der FIT zu finden und funktionierte in meinem Test gut.

Der Schrittzähler dagegen misst in meinen Augen „die Hausnummer“. Also im Ernst – sogar teils leichte Bewegungen mit dem Handgelenk werden schon als ein Schritt gewertet und somit ist es keine Seltenheit, dass der dargestellte Wert teils signifikante Unterschiede zum Wert auf der Huawei Watch darstellt.

Installation der Huawei FIT

Nach dem ersten Ladevorgang zeigt die Uhr einen großen QR-Code an, welcher den Link zur zugehörigen App auf dem Androiden beinhaltet.

Preis: Kostenlos

Einmal installiert kommt dann (eventuell) wie in meinem Fall direkt der Hinweis zu einem vorhandenen Firmware-Update und selbiges wird dann heruntergeladen und installiert. Der gesamte Vorgang dauert wegen der Firmware-Größe nur wenige Minuten und ist schnell erledigt.

Es folgt das Einrichten des Trackers mit den üblichen Daten über Größe, Geschlecht, Gewicht usw. Anschließend kann es dann auch schon losgehen.

Die App zeigt auf Wunsch hübsch aufbereitet die Statistiken, die angesammelt wurden. Das geht vom Herzschlag bis hin zu den verbrannten Kalorien. Die Daten können sortiert nach Tag, Woche, Monat und Jahr aufgelistet werden:

In der zugehörigen App können unter anderem auch Benachrichtigungen aktiviert werden. Selbige werden auch brav auf dem Display angezeigt. Allerdings ist das so eine Sache. Die Auflösung des Displays ist nicht gerade hoch und so werden Schriften RIESIG angezeigt. Bei einer Benachrichtigung sieht man auf den ersten Blick meist fast nichts. Scrollt man dann eine Seite weiter werden maximal 1-2 Wörter der Benachrichtigung dargestellt.

Hier müsste eindeutig mit einer kleineren Schriftart gearbeitet werden. Das folgende Foto zeigt einen Screen, der zu viel Text auf einem Bildschirm anzeigt:

Besonders nervig fand ich in der ersten Nacht das vibrieren der Uhr. Sie fragte im sehr kurzen Abstand danach, ob die Daten synchronisiert werden sollen. Nachts um 22 Uhr zum Beispiel. Dies brachte mich dann direkt zum nächsten Punkt.

Im Halbschlaf habe ich die falsche Auswahl getroffen und die Uhr hatte nach sehr kurzer Zeit gleich wieder mit vibrieren angefangen. Der nächste Gedanke war also: ausschalten! Leider ist dies im Menü der Huawei FIT nicht vorgesehen.

Und sonst noch?

  • Der Magnet der Dockingstation ist deutlich stärker, als der der Huawei Watch. Das finde ich persönlich toll. Damit sollten Fehlversuche beim Ladevorgang (wie bei der Huawei Watch) der Vergangenheit angehören.
  • Es gibt ein paar vorgefertigte Zifferblätter (Watchfaces), die eingestellt werden können. Digital, Analog, mit zusätzl. Schritt-Info, etc. Je nachdem zeigt die FIT mehr oder weniger Informationen auf dem Bildschirm an.
  • Der Akku soll laut Website 5-6 Tage durchhalten. Dieser Wert wurde von mir locker erreicht. Am Ende hängt es aber sicherlich stark davon ab, ob zum einen Benachrichtigungen aktiviert sind und zum anderen viel mit dem Tracker gearbeitet wird.
  • Es gibt auch eine Funktion, die den Träger dazu auffordert, sich wieder zu bewegen. Nette Spielerei, die wir ja unter anderem von Apples Smartwatch auch schon kennen.

Größenvergleich mit der Huawei Watch

Auf diesem Bild ist sehr schön zu sehen, dass die Huawei WATCH deutlich dicker, als die FIT ist. Es ist aber auch ebenfalls zu sehen, dass das Display der FIT deutlich kleiner, als das der WATCH ist. Beide haben also ihre Vor- und Nachteile.

Fazit

Für teilweise ähnliches Geld bekommt der Anwender fast die selben Funktionen auf einer Smartwatch und bekommt dabei aber ein Farb-Display mit deutlich mehr Informationen, die auf dem Display dargestellt werden können.

Letztendlich muss man das natürlich für sich selbst entscheiden, aber ich persönlich tendiere eher zu einem wirklich günstigen MiBand als reinen Tracker, oder aber zu einer Smartwatch für deutlich MEHR Funktionen und Features.

Die 150,- EUR, welche zum aktuellen Verkaufsstart für die Huawei FIT (zum Beispiel bei Amazon) veranschlagt werden, sind in meinen Augen ein wenig hoch gegriffen.

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Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Huawei FIT mit 3.2 von 5 Punkten.

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