Instagram lässt Werbung für Super Mario Run-Fake zu

Instagram hat eine Werbeanzeige durchgewunken, die einen Fake von Super Mario Run für Android bewirbt. Es wird mit einer öffentlichen Beta geworben.

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich hier im Blog schon ein paar Worte über Werbung bei Instagram verloren. Seit dem wurde es nicht besser, sondern deutlich schlimmer. So gut wie jeden Tag begegnet einem dort der Müll der Werbeindustrie.

Die Zeiten, in denen Facebook mit wenigen ausgewählten Partnern ein Geschäft gemacht und auf die Qualität der Anzeigen geachtet hat sind schon lange vorbei. Schlechte Qualität ist eine Sache, doch mittlerweile gibt es keine Grenzen mehr.

Fake-Werbung: Super Mario Run für Android als Beta

Heute ist mir eine Werbeanzeige für Super Mario Run begegnet. Habe ich erst mal ignoriert, doch dann ist mir aufgefallen, dass die Android-Version beworben wird. Für diese Plattform gibt es das Spiel aber noch gar nicht. Es kommt im März.

Die Werbung verspricht den Nutzern eine „Vorabversion“, die für die ersten 2000 Nutzer gratis sein soll. Klickt man auf den Link, dann wird man zu einer Seite mit einer angeblichen Beta von Super Mario Run für Android weitergeleitet.

Auf dieser Seite gibt es diverse von Nintendo geklaute Screenshots und auch eine Anleitung, wie man Apps außerhalb des Google Play Store herunterladen kann. Die Nutzer werden hier aufgefordert das zu tun und sollen dann auch den Download-Button am Ende der Sonderseite (siehe Screenshots im Beitrag) klicken.

Das ist natürlich kein offizieller Instagram-Account von Nintendo und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Software dem Nutzer einen Schaden zufügen wird.

Instagram-Werbung: Auch Schadsoftware wird akzeptiert

Die Werbeanzeige kann man nur verbergen, melden kann man sie leider nicht. Eine solche Funktion wäre eigentlich auch überflüssig, denn dafür ist eigentlich ein Team bei Facebook/Instagram verantwortlich. Dort hat man aber nur das Geld vor Augen und winkt mittlerweile anscheinend jede Werbeanzeige durch.

Wäre diese Anzeige eine Ausnahme, könnte man jetzt sagen „Ok, ärgerlich, aber das passiert halt mal“. Es ist aber keine Ausnahme, irreführende Werbung mit falschen Versprechen wird bei Instagram so langsam zum Standard. Und wenn man den Nutzern dann halt mal Schadsoftware präsentiert, dann ist das halt so.

Es ist schade, was auch Instagram geworden ist. Aus Gründen wie diesen bin ich mittlerweile weg von Facebook. Instagram nutze ich aber eigentlich sehr gerne.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.