iPad Air: Unser erster Eindruck

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Seit gestern kann man das iPad Air in Deutschland kaufen, dank eines Feiertags ging der Verkauf in einigen Bundesländern aber erst heute los. Unter anderem bei mir, daher bin ich heute früh direkt zum Media Markt gefahren und habe mir dort die mittlerweile fünfte Generation von Apples großem Tablet gekauft. Der Ansturm war eigentlich recht gering, der Bestand im Laden aber auch. Ein Modell in jeder Farbe, nur vom 16er waren etwas mehr Geräte da und das Modell mit 128 GB gab es nicht. Online sind die meisten Modelle übrigens immer noch innerhalb von 24 Stunden versandfertig, der Ansturm ist also entweder gering/normal, oder Apple hat einfach genug Geräte produzieren können. Mal schauen ob es von Apple nächste Woche Verkaufszahlen vom ersten Wochenende gibt, dann wissen wir mehr.

Bei mir ist es die Version mit 64 GB und WLAN geworden. Im Vergleich zu meinem alten iPad habe ich also den Speicher verdoppelt und auf einen SIM-Slot verzichtet. Warum? Es war eine spontane Entscheidung, da ich 3G dann doch zu selten nutze und der Aufpreis mit 120 Euro doch recht ordentlich ist. Die 64 GB stehen schon seit einigen Monaten fest, denn ich speichere viel offline auf meinem iPad und bin bei den 32 GB immer wieder an die Grenze gestoßen. Auf ein Cover von Apple habe ich aber verzichtet, hier schaue ich mich erst mal in Ruhe nach Alternativen um.

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Doch kommen wir zum Gerät selbst und hier habe ich durchaus hohe Erwartungen an das neue iPad gehabt. Dünner und leichter sollte es werden. Und das ist es. Als aktiver Nutzer eines iPad 3 ist das ein Unterschied, der im ersten Moment gravierend ist. Das Air fühlt sich nicht nur hochwertiger an, es ist auch endlich angenehm zu halten. Beim iPad 3/4 hat mich vor allem das Gewicht oftmals gestört. Das ist jetzt deutlich angenehmer. Ein paar Gramm könnte man es noch leichter machen, dann ist aber auch Schluss, immerhin sollte ein Tablet ja auch nicht zu leicht sein. Auch das neue Spacegrau gefällt mir in natura, wie auch beim iPhone 5s, sehr gut. Nicht ganz so gut, wie das klassische Schwarz, aber dafür ist es auch weniger anfällig.

Im Grunde genommen kann ich mich aber auch nur den vielen Meinungen anschließen, die es schon über das neue iPad gibt. Es ist eine Mischung aus iPad 3/4 und mini. Sowohl optisch, als auch von der Haptik. Ich war erst am Überlegen, ob ich nicht doch zum mini mit Retina-Display wechsel, doch das hat sich mit dem ersten Eindruck des Air schnell erledigt. Das größere Display ist für mich persönlich ein Mehrwert, auf den ich bei einem Tablet nur ungerne verzichten möchte. Ebenfalls sehr angenehm ist der dünnere Rahmen rund um das Retina-Display. Wirklich dünner  als beim Air sollte er dann aber meiner Meinung nach auch nicht werden

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Ebenfalls ein großer Unterschied ist die Leistung, denn vor allem wenn man vom iPad 3 kommt, und ich kenne sehr viele, die die vierte Generation übersprungen haben, ist das Air deutlich schneller. Noch habe ich es nicht komplett eingerichtet und für ein endgültiges Fazit muss ich es auch erst mal ein paar Tage nutzen, doch im ersten Eindruck kann das Air wirklich überzeugen. Wie groß der Unterschied zum iPad 4 ist weiß ich nicht, ich habe hier aber schon öfter gelesen, dass dieser nicht all zu groß ist. Ich denke man kann das ganz gut mit dem iPhone 5s vergleichen, denn hier ist der Unterschied zum 5er auch nicht so enorm. Trotzdem ist das Air für Besitzer eines iPad 4 interessant, da der Leistungszuwachs nicht der entscheidende Punkt ist.

Bis auf das neue Design gibt es aber auch erst mal nicht so viel zum iPad zu sagen. Es ist eben immer noch ein iPad und auch wenn es schneller geworden ist, aus Sicht der Software gibt es keine Vorteile, gegenüber den älteren Generationen. Ab dem iPad 2 aufwärts haben alle iOS 7 erhalten. Warum man die zweite Generation zu einem Preis von fast 400 Euro weiterhin verkauft ist mir übrigens immer noch ein Rätsel.

Ich denke größere Veränderungen und Neuerungen bei der Software wird es dann im nächsten Jahr geben, denn jetzt hat Apple erst mal die Grundlage von der Hardware gelegt, auf der man dann weiter aufbauen kann. Revolutionäre Funktionen benötigt es glaube ich aber auch einfach nicht. Fast 500.000 angepasste Applikationen für das iPad ist ein Argument, mit dem man noch eine ganze Weile auskommen wird und mit dem man meiner Meinung nach auch im Vergleich zur Konkurrenz bei Android oder auch Windows noch meilenweit voraus ist. Das Portfolio an Apps und Spiele ist bis heute unerreicht. Das kann man glaube ich auch ganz objektiv sagen.

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Der erste Eindruck ist also, trotz den doch recht hohen Erwartungen, sehr positiv. Vor allem wenn man das Gesamtbild, also die Auswahl an Applikationen, die Haptik, die Verarbeitung und das Design, betrachtet, dann ist das Air für mich das beste Tablet auf dem Markt. Ich glaube das einzige Gerät, was dem iPad Air wirklich Druck macht ist das mini mit Retina-Display. Doch es wird sich jetzt auch erst mal zeigen, ob das überhaupt ausreichend im Weihnachtsgeschäft verfügbar sein wird. Was fehlt ist TouchID, das wollte sich Apple wohl für das iPad im nächsten Jahr aufheben. Ein Kritikpunkt, der für mich bei einem Tablet so gut wie nicht ins Gewicht fällt. Kann man im zweiten Air gerne einbauen, vermisse ich aktuell aber nicht wirklich.

Es wird noch einige Punkte geben, auf die wir in den nächsten Wochen eingehen werden und für ein endgültiges Fazit ist der Zeitpunkt noch zu früh. Hier müsst ihr dann noch auf unseren Testbericht warten. Man muss es einfach glaube ich einfach mal in der Hand halten, mit Worten lässt sich das schwer beschreiben. Die Nachfrage nach dem neuen iPad mini wird aber sicherlich trotzdem höher sein, denn das hat die gleiche Power, ist kleiner und ist dazu auch noch 100 Euro günstiger.

Mein iPad Air wird jetzt erst mal eingerichtet und dann ein bisschen ausgereizt. Falls ihr Fragen habt, dann ab in die Kommentare damit. Solltet ihr euch ein iPad Air zugelegt haben, dann könnt ihr uns auch gerne eure Meinung dazu sagen, ich denke darüber würden sich auch andere Leser in den Kommentaren freuen.

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