iRobot Roomba i7+ Saugroboter im Test

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Seit einigen Tagen verrichtet der iRobot Roomba i7+ Saugroboter in meiner Wohnung seinen Dienst. Der kleine Racker hat eine Basis-Station zur Seite, welche einen Müllbeutel beherbergt und den Robo automatisch nach einem Reinigungsvorgang entleert.

Das nimmt im Alltag doch einige Arbeitsschritte ab, wenn man bei den Mitbewerbern sonst nach fast jedem Reinigungsvorgang den kleinen Staubbehälter leeren müsste.

Im Lieferumfang befindet sich:

  • Absaugstation
  • Saugroboter
  • Anleitung
  • Filter
  • 2x Staubbeutel für die Absaugstation
  • Virtual Wall inkl. 2 Batterien
  • Stromkabel
  • Ersatzbürste

Größter Haken am iRobot Roomba i7+ dürfte ganz klar der Preis von fast 1200 EUR sein. Das fällt schon vor dem eigentlichen Test auf, aber mit der Zeit dürfte der i7+ auch günstiger und somit vielleicht interessanter werden. Aber fangen wir von vorn an.

Die Installation geht rasch vonstatten. Alles auspacken, Staubsaugerbeutel in die Basis-Station einlegen, Schutzfolien abziehen und Basis an den Strom hängen. Für die Basis sollte wie immer ein Plätzchen gesucht werden, dass nach rechts und links ein wenig Platz bietet, damit der Saugroboter bequem an seine Basis navigieren kann.

Diese Basis ist deutlich höher, als gewohnte Basen. Das liegt daran, dass im oberen Teil der große Saugbeutel untergebracht wird. Im folgenden Foto sieht man die kleine Basis des Kobold VR300 fast gar nicht hinter der Absaugstation unter der Heizung.

Irobot Roomba I72019 02 23 10.19.06

Als Nächstes sollte der Saugroboter aufgeladen werden. Also einfach in die Basis-Station gesetzt und los gehts. Die runde Lampe um den großen CLEAN-Button auf der Oberseite zeigt dabei den Zustand der Batterie (blinkt oder leuchtet durchgehend etc.) an.

Der nächste Schritt ist Optional. Man kann die App herunterladen und den Saugroboter mit dem WLAN verbinden etc. Aber natürlich kann er auch über die große Taste auf der Oberseite gestartet werden. Dann fehlen allerdings viele smarten Features.

Zwischenzeitlich kann also nun die nötige App heruntergeladen werden. Dazu gehört dann auch das Erstellen eines Kontos bei iRobot und die Verbindung mit dem heimischen WLAN.

iRobot HOME
Preis: Kostenlos
‎iRobot HOME
Preis: Kostenlos

Es folgt die Freigabe seiner Daten an Server, welche sich nicht in Deutschland befinden und das war es auch schon grob.

App Irobot Roomba I72019 02 23 10.25.58

Im Grunde muss man diesen Bedingungen allerdings schon fast zustimmen. Zumindest, wenn man tatsächlich in den Genuss der „coolen“ smarten Funktionen des Saugroboters kommen möchte. Aber am Ende kann das natürlich jeder selbst für sich selbst entscheiden.

Der Saugroboter selbst hat, wie viele der Mitbewerber, auf der rechten Seite eine kleine Bürste, welche den Schmutz in die Mitte des Saugers befördert. Hier warten dann schon zwei breite Rollen darauf, den Schmutz in den Saugbehälter zu befördern.

Diverse Sensoren versprechen einen Schutz davor, dass der Sauger die Treppe herunterfällt, nicht zu kräftig gegen Gegenstände stößt u. v. m.. Hier gibt es im Grunde bis auf eine Fischaugenkamera, die ebenfalls für die Kartografie nötig ist, nichts Besonderes. Die Verarbeitung gibt keinen Grund zu Beanstandungen.

Ist das Konto erstellt, der Robosauger mit dem WLAN verbunden und die App installiert gibt es unter anderem im normalen Betrieb Nachrichten per PUSH aufs Handy, die darüber informieren, was der Sauger gerade so anstellt:

Irobot Roomba I7 Benachrichtigungen

Dieselben Nachrichten sieht man dann auch auf der Smartwatch etc.

Nach zwei, drei Durchgängen bietet die App dann auch an sogenannte Smart Maps zu erstellen. Diese können im Grunde wie ein Grundriss beschriftet werden. Räume werden durch simples ziehen eines Balkens erstellt. Die Beschriftung ist wichtig, da diese Räume später z. B. bei der Zeitplanung aus- oder abgewählt werden können.

Irobot Roomba Smart Maps

Die Funktion Zeitplanung oder auch nur der normale Saugvorgang über die App bieten nach der einmaligen Beschriftung der Räume unter anderem an, dass selbige auf Wunsch auch nicht gereinigt werden können.

In meinem Fall habe ich deshalb das Büro mal abgewählt, da hier immer irgendwelche Kabel im Weg herumliegen. Das klappte im Alltag prima. Der Sauger fuhr alle zwei Tage durch die Wohnung und ließ das Büro ganz artig aus.

Irobot Roomba Zeitplanung Inkl. Smart Map

Auf der Karte sieht man generell dann auch sehr schön, welche Bereiche gesäubert wurden (grün) und wo etwas im Weg stand (weiße Flecken). Das kann dann vom Tisch bis zum Katzenspielzeug alles sein. Möchte man verhindern, dass der Sauger hier gar stecken bleibt, so können auch noch unsichtbare Wände gezogen werden.

Hierfür muss allerdings ein Stück Technik (auf dem unteren Bild in der Mitte) herhalten. Es genügt leider nicht einfach nur in der Karte eine Barriere einzuzeichnen, wie es beispielsweise der Kobold VR300 beherrscht.

Irobot Roomba I7 2019 02 23 11.03.35

Treten Probleme auf, so wird der Anwender unter anderem über die App informiert. Im folgenden Screenshot beispielsweise über ein Kommunikationsproblem, welches verhinderte, dass der Staubbehälter des i7+ geleert werden konnte.

Irobot Roomba I7 Fehlermeldung

Diese Statistik kann natürlich auch jederzeit über die App aufgerufen werden. Man sieht darauf sehr schön, wie lange der Robosauger benötigt hat, wie viel m³ er dabei abgefahren hat und so weiter.

Generell muss ich aber sagen, dass kaum irgendwelche Fehler oder Probleme auftraten. Probleme mit den aufklappbaren Wäscheständern sind irgendwie bei jedem Saugroboter vorhanden. Die rammen sich dann da schräg auf den einen Fuß und drehen sich wild umher und fahren dann irgendwann wieder runter. Könnte man evtl. durch einen kleinen Metallsensor verhindern. Aber wie gesagt – das selbe Verhalten konnte ich bisher noch bei jedem Saugroboter feststellen.

In meinem Fall fährt der Saugroboter in meist weniger als einer Stunde durch die Wohnung. Gefühlt schneller als jeder meiner anderen bisher getesteten Saugroboter. Allerdings auch oft nicht ganz so gründlich.

Das ist nun zwar meckern auf hohem Niveau, aber ich habe nach Feierabend immer wieder Katzenhaarbüschel rumschwirren sehen, die mir sonst eher nicht mehr unterkamen.

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Ob das nun an den neuen Bürsten auf der Unterseite des Saugers liegt vermag ich leider nicht zu sagen. Diese sind eigentlich extra so entwickelt, dass eine davon den Schmutz lockern und die andere den Schmutz ins Innere des Saugers befördern soll.

Der Saugroboter bietet leider auch keine Möglichkeit seinen Modus manuell einzustellen, da er Teppiche etc. automatisch erkennt und entsprechend dem Boden die Saugleistung anpasst.

Der Akku des i7+ hält im Schnitt zwischen 70 und 80 Minuten durch. Das genügt völlig, um unsere Wohnung (ca. 85 m²) komplett zu reinigen. Dank der schnellen Geschwindigkeit fährt der Sauger in dieser Zeit manche Stellen gefühlt sogar zweimal ab.

Selbstverständlich ist der i7+ auch mit IFTTT und Alexa bzw. dem Google Assistant kompatibel und kann via Sprachkommando gesteuert werden. Einmal den Skill installiert und eingerichtet, versteht sich der Robosauger auch mit:

Alexa? Sage Roomba er soll die [Küche/Zimmername] reinigen!

Ein paar Worte zur Absaugstation

Der Sauger ist optional auch ohne Absaugstation erhältlich und dann knapp 300,- EUR günstiger. Allerdings fehlt ihm dann eines der in meinen Augen wichtigen Alleinstellungsmerkmalen und ich kann mir im Grunde direkt den günstigeren Vorgänger kaufen.

Die Basis inkl. Absaugstation benötigt Müllbeutel, die allerdings nicht unbedingt günstig sind. Ein Dreierpack kommt aktuell auf fast 20,- EUR. Allerdings ist einer dieser Einwegbeutel auch so groß, dass der Saugroboter bis zu 30mal entleert werden kann.

Der Saugroboter selbst ist im Vergleich zu einigen Mitbewerbern deutlich leiser. Hier kommt dann aber wieder der Punkt Absaugstation ins Spiel. Diese macht dafür direkt mal richtig Lärm, wenn sie den Sauger entleert. Dieser Vorgang dauert zwar nur wenige Sekunden, aber sollte erwähnt werden. Meine schnurrenden Mitbewohner haben jedenfalls einen kleinen Satz gemacht, als das Maschinchen zum ersten Mal losgelegt hat.

Vor Jaaahren (2014 vielleicht?) hatte ich übrigens schon einen Samsung Navibot S (SR8988). Das Ding hatte auch schon eine Absaugstation. So richtig neu ist diese Geschichte also nicht. Dennoch empfinde ich es als ein arbeitserleichterndes Feature und von mir aus dürften das alle Robosauger haben. Man kommt einfach nicht direkt mit dem Schmutz in Berührung und kann den Sauger auch mal 2 bis 3 Wochen alle zwei Tage laufen lassen, ohne irgendwas dran machen zu müssen.

Vorwerk/Kobold bietet das Aussaugen des Behälters über eine Öffnung mit dem normalen Staubsauger an. Bekannt ist das Thema „in Berührung mit dem Schmutz kommen“ im Allgemeinen also schon. Aber am Ende muss man zumindest im Falle des iRobot Roomba i7+ fast 300,- EUR Aufpreis bezahlen.

Fazit zum iRobot Roomba i7+

Im Großen und Ganzen finde ich kaum negatives am iRobot Roomba i7+. Der aufgerufene Preis von schlappen 1200,- EUR ist natürlich eine Hausnummer. Aber daran kann wohl nur die Zeit etwas ändern.

Die Verarbeitung und das Saugergebnis passen, der verbesserte Komfort durch die Absaugstation gefällt mir auch. So kann man auch mal ein paar Tage das Haus verlassen und der Robosauger kann trotzdem seine Arbeit verrichten.

Wer innerhalb der Marke sparen möchte, lässt die Absaugstation weg und/oder kauft sich das Vorgängermodell. Ansonsten kommt man auch bei den Mitbewerbern deutlich günstiger weg.

Am Ende ist der iRobot Roomba i7+ aber ein super solides Gerät.

Wertung des Autors
Michael Meidl bewertet iRobot Roomba i7+ mit 4.0 von 5 Punkten.

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