Jawbone Big Jambox im Test

Mit dem kleinen Exemplar der Jambox konnte mich Jawbone vor ein paar Wochen direkt begeistern und ich werde mir die „alte“ Box für Smartphones und Co. die nächsten Tage auch nochmal in Ruhe anschauen. Nach der Präsentation der Big Jambox wollte ich allerdings erst mal diese ausprobieren. Mit 299 Euro handelt es sich hier nicht gerade um ein günstiges Produkt, wenn man sich mal in der Kategorie Boxen umschaut. Klar, es geht wesentlich teurer, aber es geht eben auch wesentlich günstiger. Doch noch mehr als bei anderen Gadgets entscheidet hier am Ende die Qualität über den Preis und nach dem Erfolg des kleinen Modells wollte man es jetzt noch in einer anderen Preisregion versuchen. Ich hatte die Big Jambox jetzt einige Wochen im Test und möchte euch an dieser Stelle einen kleinen Eindruck der Box geben.

Kommen wir zunächst mal zur Verarbeitung und dem Design, bei dem Jawbone meiner Meinung nach auf ganzer Linie überzeugen kann. Die Kanten der Jambox sind zwar etwas scharf, aber die geriffelte Oberfläche mit dem Muster und die gummierten Seiten und Stoppel auf der unteren Seite lassen das Gadget durchaus hochwertig wirken. Es wackelt nichts, die Öffnungen schließen sauber ab und die Tasten und Anschlüsse für USB- oder Ladekabel sind gut im Gehäuse untergebracht. Lediglich der Druckpunkt der Bedienelemente auf der oberen Seite der Big Jambox könnte ein bisschen besser sein, aber wirklich störend ist dieser jetzt auch nicht.

Ein großes Lob muss ich den Entwicklern an dieser Stelle übrigens mal für das Design der Verpackung geben, das gefällt mir persönlich äußerst gut und auch der Inhalt kann mit einem 3,5mm-Kabel, einem microUSB-Kabel und einem Ladekabel durchaus überzeugen. Lediglich eine Tasche, wie sie bei der kleineren Version beiliegt, fehlt der Big Jambox. Diese muss man extra kaufen.

Die Big Jambox fühlt sich also gut an, ist gut verarbeitet, liegt wunderbar auf dem Tisch und bietet auch einen ordentlichen Lieferumfang. Bei der Größe muss das jeder für sich selbst entscheiden, mir persönlich wäre das Gadget für den Transport im Rucksack oder der Tasche wohl ein bisschen zu groß und ich würde da lieber zur kleineren Variante greifen. Als Sound-Station in den eigenen vier Wänden ist man aber wohl mit der größeren Variante besser bedient. Oder? Der Sound ist gut und klar, hier liegt der Vorteil im Vergleich zur älteren Jambox in der Größe. Doch beim Bass hätte ich ein bisschen mehr erwartet. Klar, auch die Big Jambox kann einen ordentlichen Bass erzeugen, im Verhältnis zur kleinen Version ist dieser allerdings nicht mehr so überzeugend. Sound ist Geschmackssache und es kommt dann auch noch darauf an, welche Musik ihr hört. Da ich kein Experte bin möchte ich mir ein Urteil an dieser Stelle sparen. Mich hat die Big Jambox jedenfalls überzeugt.

Die Einrichtung ist einfach, die Wiedergabe funktioniert entweder über Bluetooth oder man kann sein Smartphone auch mit dem beigelegten 3,5mm-Kabel verbinden. Das spart auf beiden Seiten natürlich auch Akku. Jawbone spricht von 15 Stunden Dauerbetrieb, so lange hatte ich sie jetzt ehrlich gesagt nicht im Einsatz, aber einen Abend hält die Big Jambox (in meinem Fall allerdings mit 3,5mm-Kabel) locker durch. Man kann bei Interesse übrigens auch zwei Geräte gleichzeitig (Multipoint) mit der Jambox verbinden.

Außerdem gibt es noch ein integriertes Mikrofon, mit dem die Big Jambox dann auch zur Freisprecheinrichtung für euer Smartphone wird. Gespräche nimmt man mit der J-Taste an, die übrigens auch Siri beim iPhone oder S Voice beim Galaxy S3 starten kann. Ein nettes Extra also, auch wenn die Box im Jahr 2012 auch ein großes Manko aufweist: Es gibt kein NFC zum schnellen Verbinden der Box via Bluetooth. Dieses Feature würde ich mir dann für die nächste Generation wünschen, auch wenn die Hauptzielgruppe der Jambox (iPhone-Nutzer) auch weiterhin kein NFC an Board haben wird.

Beim Design und der Verarbeitung konnte mich Jawbone also durchaus überzeugen, beim Bass zeigt auch die Big Jambox ein paar kleine Schwächen, die Software kann allerdings auch verbessert werden und mir persönlich würde für die Zukunft noch NFC fehlen. Solltet ihr auf der Suche nach einer Box in dieser Größe sein, nicht durchgehend mit vollem Bass Musik hören und auch in Zukunft kein NFC benötigen, dann gibt es nur noch einen Punkt, den ihr beachten müsst: Der Preis. Sind 300 Euro für eine mobile Box allerdings in eurer Preisklasse, dann würde ich mir die Big Jambox mal anschauen. Ich persönlich greife wegen der Portabilität allerdings lieber zum kleineren Bruder. Eine Übersicht der beiden Boxen inklusive allen Farben und Preisen bekommt ihr zum Beispiel bei Amazon und auf der Webseite von Jawbone.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.