Kwmobile Powerbank 11.000 mAh ausprobiert

kwmobile header

Die Hersteller fokussieren sich immer weiter darauf, dünne Geräte mit entsprechend schlanken Akkus zu produzieren, während es im Bereich der Akkus kaum Fortschritte gibt. Wer mit seinem Smartphone trotzdem mehrere Tage lang ohne Steckdose auskommen möchte, muss sich daher im Zubehörmarkt umsehen.

Die wohl einfachste Option ist es da, sich einen Ersatzakku für das eigene Smartphone zu besorgen. Diese sind oftmals auch recht günstig zu haben und in nur wenigen Sekunden hat man wieder ein voll geladenes Handy in der Hand. Umständlicher wird es allerdings dann, wenn der Akku entweder nicht wechselbar ist oder man aber mehrere Geräte mit sich schleppt.

Viele Unternehmen bieten deshalb kleine und große externe Zusatz-Akkus an, mit denen die Laufzeit angekurbelt werden kann. Diese fungieren dann wie ein Ladegerät und füllen den Akku so langsam wieder. KW-Commerce mit der Marke kwmobile ist eines der Unternehmen, welche eine solche Powerbank anbieten, das Modell mit 11.000 mAh Ladekapazität haben wir nun für euch einem kurzen Test unterzogen. Man verzichtet bei diesem Modell auf Features wie eine integrierte Taschenlampe, die das Gewicht unnötig erhöhen.

kwmobile verpackungsinhalt

Die kwmobile Power Bank kommt in einer üblich schlichten Verpackung daher, durch ein großes Sichtfenster steht der Artikel im Vordergrund. Ansonsten gibt es aber auch nicht viel zu begutachten, das vierseitige Benutzerhandbuch in Deutsch und Englisch ist nicht der Rede wert. Dem Akkupack liegt zusätzlich noch ein microUSB-Kabel mit einer Länge von etwa 30 cm zum Laden und Entladen bei. Ein Netzteil liegt nicht dabei, es muss also auf ein bereits vorhandenes zurückgegriffen werden.

Äußeres

Die PowerBank ist mit Maßen von 140 x 64,5 x 22,5 mm relativ kompakt, das Gehäuse selbst ist zu den Ecken und Kanten hin allerdings leicht abgeflacht wodurch es angenehm in der Hand liegt. Mit einem Gewicht von knapp 300 Gramm spürt man das Akkupack in der Jackentasche schon, gerade bei Messen hat man aber sowieso genug Gepäck dabei, sodass die Powerbank kaum mehr auffallen sollte.

Damit man auch ja nicht vergisst, von welcher Marke das eigene Akkupack denn ist, prangt ein großer heller kwmobile-Schriftzug auf der sonst schwarz gehaltenen Oberseite. Während ich mich mit dieser schlichten Farbgebung sehr gut anfreunden kann, sieht das mit dem Material anders aus. Dank spiegelglatter Klavierlackoptik könnte sich das Akkupack gut auf dem Piano verstecken, das soll es aber gar nicht.

DSC_0485-1

Auf den ersten Blick schick hin oder her, nicht umsonst haben sich die meisten Notebookhersteller von diesem Trend mittlerweile wieder abgewandt. Bereits nach erster Begutachtung des neuen Akkupacks war die Klavierlackoptik mit Fingerabdrücken übersäht, auch einige Kratzer sind mittlerweile schon zu sehen. Bei einem solchen Gebrauchsgegenstand präferiere ich klar eine matte Oberfläche, auf der einem nicht jedes Staubkorn sofort ins Auge fällt. Auch der Transport in der Jackentasche dürfte schnell für weitere Kratzer sorgen, die Abnutzung hängt also auch vom Verwendungszweck ab.

Zum Glück gibt es ja aber noch die anderen Flächen und bei denen hat kwmobile gute Arbeit geleistet. Da diese nicht allzu stark belastet werden, hat man sich für einen matten, dunkelgrauen Kunststoff entschieden. Dieser macht zwar auch einen schmutzanfälligen Eindruck, da dank überstehenden „Deckels“ muss man sich dort jedoch keine Sorgen machen.

kwmobile front mit led

Alle Anschlüsse und Bedienelemente sind um eine Ecke konzentriert, sodass zwei Seiten (bis auf die dieses nette, matte Material) nicht weiter erwähnenswert sind. Die längliche Front beinhaltet den Ladestrom-Eingang nebst eingelassenem Schriftzug sowie daneben einen kleinen Button mit angenehm festem Druckpunkt. Müsste ich nicht schon wieder Testberichte verfassen, könnte ich da stundenlang draufdrücken, fühlt sich auch dank der „soften“ Oberfläche einfach gut an. ;)

Hier zeigt sich auch die insgesamt hohe Verarbeitungsqualität, nichts knarzt, es gibt keine scharfen Kanten und der microUSB-Stecker sitzt fest in der Ladebuchse. Drückt man einmal auf den integrierten Button, verdeutlichen maximal vier blaue LEDs den aktuellen Ladestand, beim Ladevorgang sind diese animiert. Um den LEDs befindet sich als kleines optisches Schmankerl die Silhouette einer Batterie.

DSC_0534-1

Auf der kurzen, anliegenden Fläche dürfen zwei vollwertige USB-Ports begutachtet werden. Hier fiel mir ein winziger Grund zur Beanstandung auf, denn bei genauem Hinsehen sind die Ports im Vergleich zu den Aussparungen leicht schief verbaut, was die Funktion aber in keiner Weise beeinträchtigt. Auch hier sind wieder Schriftzüge zum Ladestrom eingelassen, dazu aber mehr im technischen Teil.

Die Unterseite ähnelt der oberen und ist ebenfalls hochglänzend. Da diese gerne mal auf einem festen Material liegt, sammelten sich die Kratzer hier besonders stark. In selber weißer Schrift wie das kwmobile-Logo findet man hier kurz Werte für Spannung und Stromstärke sowie Akkukapazität und „Made in China“-Kennzeichnung. Bei RoHS handelt es sich entgegen meiner ersten Annahme nicht um die Produktionsfirma, sondern das Kürzel für die EG-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten.

Verwendung und Ausdauer

Als Staubfänger bietet sich das Akkupack also ebenfalls gut an, auch eine Benutzung ist jedoch vorgesehen. Dabei bietet es sich zuallererst an, den Akku vollständig aufzuladen, wodurch ich gleich die Ausdauer mit testen konnte. Der microUSB-Ladeeingang ist leider auf einen Strom von einem Ampere bei fünf Volt begrenzt, dadurch ergab sich eine sehr lange Ladezeit von circa sieben Stunden. Mit schnell Aufladen ist also nichts, über Nacht ist der Ladevorgang jedoch erledigt und alle vier Balken leuchten auf. Der Akku darf auch etwas länger am Netz gelassen werden, denn der Überladungschutz verhindert Schlimmeres.

kwmobile angeschlossen

Die Kapazität des Akkus wird mit 11.000 mAh angegeben, was in Anbetracht der recht kompakten Maße ein sehr guter Wert ist. Zum Aufladen von Geräten stehen zwei Fünf-Volt-Ladeanschlüsse zur Verfügung. Der obere kann mit 2,1 Ampere auch Geräte wie das Note 3 mit Höchstgeschwindigkeit laden, der untere USB-Port gibt nur ein Ampere aus, was beispielsweise für das iPhone 5S völlig genügt. Auch bei gleichzeitigem Laden konnte ich keine Verlangsamung des Ladevorgangs feststellen, es scheinen also gleichzeitig 3,1 Ampere ausgeben zu werden.

Einen angeschlossenen Verbraucher erkennt das Akkupack automatisch, sodass der Ladevorgang sofort beginnt. Definitiv eine coole Sache, das kannte ich von Konkurrenzprodukten noch nicht, mein letztes Akkupack hat aber auch schon wieder ein Jahr auf dem Buckel. Dafür war es mir allerdings auch nicht möglich, den Ladevorgang manuell durch Drücken des Buttons zu stoppen, sollte man das doch mal wollen, hilft also nur ein Steckerziehen.

kwmobile geraete

11.000 mAh an Saft ist eine ganz schöne Menge und würde theoretisch reichen, um das iPhone 6 sechs mal oder das Note 3 gut drei mal aufzuladen. In der Praxis kann dieser Wert aufgrund unterschiedlicher Spannungen sowieso erreicht werden, weshalb ich darauf gespannt war, wie viele Ladevorgänge tatsächlich möglich sind. Insgesamt konnte das Akkupack das Note 3 zwei mal komplett laden und dann noch einmal auf 61% bringen. Zwar ist die Akkustandsanzeige nie ganz genau, gut zwei einhalb Ladevorgänge halte ich jedoch für einen sehr guten Wert, der in etwa 8300 mAh entsprechen dürfte.

Damit konnte ich mit dem Akkupack ein Wochenende von Freitag bis Montag komplett überbrücken. Auf der nächsten Messe ist das kwmobile-Akkupack also definitiv dabei, denn Strom kann man da nie genug haben. Dank Ladegerät eines Drittanbieters konnte ich auch den Akku der Nikon-Kamera wieder befüllen.

Fazit

Das kwmobile Akkupack leistet auf der technischen Seite, was es verspricht und kann alle aktuellen Smartphones mindestens zwei mal aufladen. Trotz für diese Kapazität vergleichsweise kompakte Maße sind zwei USB-Anschlüsse, von denen einer mit 2,1 Ampere für schnelles Laden sorgt, vorhanden. Zwar macht die Konkurrenz dies nur selten besser, die beiden sehr anfälligen Flächen in Klavierlackoptik zerstören meines Erachtens jedoch die sonst sehr gelungene Optik.

Ist man gerade auf der Suche nach einem Akkupack ist die Auswahl riesig, die Marke kwmobile dürfte einem erst auf den späteren Suchseiten auffallen. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis kann man sich von Produkten anderer Marken nicht wirklich abheben, dort gibt es manchmal sogar noch eine praktische, kleine Tasche dazu. Letztendlich ist die kwmobile PowerBank auf dem Markt eine von vielen und wer sich an der empfindlichen Oberfläche nicht stört, sollte sich das Produkt zu einem Preis von 24,99 Euro zumindest mal ansehen.

Wer beim Kauf Wert darauf legt, das Produkt einer deutschen Marke zu kaufen (die allerdings genau so in China produzieren lässt), kann dies auf der Pro-Seite ergänzen.

Wertung des Autors
Peer Linder bewertet kwmobile Powerbank 11.000 mAh mit 3.7 von 5 Punkten.

Vielen Dank an KW-Commerce für das Testexemplar des Akkupacks.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.