LG G3 ausprobiert

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Ich durfte in den letzten Tagen das Android-Smartphone LG G3 ausprobieren. Das neue LG-Vorzeigegerät ist heißer Anwärter auf den diesjährigen Smartphone-Thron und hat mein Interesse alleine aufgrund der dicken Spezifikationsliste geweckt.

Nach wenigen Tagen kann ich euch keinen ausführlichen Testbericht liefern, zu oft schon habe sich erst im Alltag die wahren Schwächen von Smartphones gezeigt. Ich werde euch hier also meine Eindrücke aus den ersten Tagen mit dem LG G3 schildern und unser Hannes wird, wenn er das Smartphone in Ruhe befummeln konnte, einen Alltagstest nachlegen.

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Eckdaten LG G3

Zunächst einmal werfen wir einen Blick auf die Eckdaten des Smartphones.

  • CPU: Qualcomm Snapdragon 801 (2,5 GHz Quad-Core)
  • Bildschirm: 5,5-Zoll Quad HD IPS (2560 x 1440, 538 ppi)
  • Speicher: 16/32 GB eMMC ROM, 2/3GB DDR3 RAM, micro SDXC Slot (bis zu 2 TB) – ich habe die Version mit 16 GB und 2 GB RAM
  • Kamera: Rückseite 13 MP mit OIS+ und Laser-Autofokus / Front 2,1 MP
  • Batterie: 3.000 mAh (austauschbar)
  • Betriebssystem: Android 4.4.2 KitKat
  • Abmessungen: 146,3 x 74,6 x 8,9 mm
  • Gewicht: 149g
  • Netzwerkunterstützung: 4G / LTE / HSPA+ 21 Mbps (3G)
  • Verbindungstechnologien: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth Smart
  • Ready (Apt-X), NFC, SlimPort, A-GPS/Glonass, USB 2.0
  • Farben: Metallic Black, Gold, White
  • Weitere: Smart Keyboard, Smart Notice, Knock Code, Guest Mode, etc.

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Ausgepackt

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Das LG G3 ist groß. Ein 5,5 Zoll großes Display in einem 149 Gramm leichten Gehäuse, welches bei der Konkurrenz sonst nur ein 5 Zoll großes Display fasst, das verspricht LG und kann es (fast) einhalten. Dennoch war ich erstmal etwas überfordert. Wer bereits mit Galaxy Note und Co. unterwegs war bzw. ist, dem wird die Größe kaum stören, für mich bietet allerdings derzeit das Moto G eine perfekte Abstimmung zwischen Größe und Handlichkeit, die Umstellung auf das G3 war entsprechend hart.

Handlich ist das LG G3 sicher nicht, aber es fühlt sich gut an. Ja, ich spüre den Kunststoff an jeder Ecke, aber LG hat es (ähnlich wie Acer beim Switch 10) geschafft, dass dieser eine gewisse Wertigkeit ausstrahlt. Die glatte aber dennoch angenehme Oberfläche weiß zu gefallen. Die rückseitigen Buttons sitzen fest und lassen sich mit dem Finger gut erreichen. Auf diese können auch Schnellaktionen wie z.B. das Starten der Kamera gelegt werden.

Die Front besteht eigentlich fast nur aus Display, das gefällt. Ich habe das Gerät unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein in Betrieb genommen, hier zeigte sich leider direkt, dass das tolle hochauflösende Display nicht sonderlich gut bei Tageslicht wegkommt. Es liegt etwa auf dem Niveau des Moto G, das iPhone 5s kann man bei sehr heller Umgebung etwas besser ablesen. 2560 x 1440 Pixel klingen geil, viel mehr aber auch nicht. Es ist alles gestochen scharf, aber nicht signifikant besser als bei einem 1080p-Screen. Zumindest vermag das mein Auge nicht zu erkennen. Nachteilig ist zudem, dass einige Apps bzw. Bestandteile dieser Apps unscharf wirken, da sie nicht für solch eine hohe Auflösung angepasst wurden.

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Ausprobiert

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Der Nachfolger des LG G2 wurde im Vergleich zu seinem Vorgänger in so gut wie jedem Detail verbessert. Besonders bei der Software kann man sagen, dass LG aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, denn diesmal stimmen Funktionen und vor allem die Optik. Leider muss man sich aufgrund der vielen Optionen oftmals lange durch die Menüs hangeln. Wie zu erwarten war sind sowohl der Knock-Code, als auch eine neue Smart-Tastatur, oder eine App namens Smart Notice, sowie viele weitere Software-Verbesserungen in der Firmware enthalten. Ich habe viele davon bereits kurz ausprobiert und bin sehr angetan.

Mein Favorit (von der Idee her) ist der „Dual Window“-Modus, der aber leider gleichzeitig einen dicken Nachteil mit sich bringt. Dieser Modus erlaubt es, zwei Apps gleichzeitig nebeneinander zu nutzen, Samsung-Nutzer kennen das bereits. Leider funktioniert das nur mit vorgegebenen Apps auf dem G3. Fußball-Livestream über Magine und Twitter gleichzeitig im Auge behalten wäre klasse, ist aber leider (noch) nicht möglich.

Ab und an wird das LG G3 zu heiß und regelt die Displayhelligkeit automatisch runter. Das ist mir in drei komplett unterschiedlichen Siutuationen passiert, woran es liegt, kann ich noch nicht sagen. Abstürze hatte ich keine bisher, davon liest man ja auch.

Weitere Eindrücke von der Software, den Funktionen, der Optik und erste Benchmarks könnt ihr den diversen Screenshots der folgenden Galerie entnehmen.

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Kamera und Speaker

Viel Wert legt LG auch wieder auf die Kamera. Diese löst mit 13 Megapixeln auf und bietet sowohl eine optische Bildstabilisierung, als auch einen Laser-Autofokus. Der Laser-Autofokus ermöglicht es, auch bei Szenen mit sehr wenig Licht, ein Motiv präzise scharfzustellen. Das klappt super, denn der Fokus sitzt oft sehr schnell. Auch vorhanden ist ein Dual-LED-Blitz und ebenfalls verbaut ist eine “Selfie-Frontkamera” mit 2,1 Megapixel Auflösung. Die Oberfläche ist aufgeräumt und bietet jede Menge Optionen. Auch die Google Kamera funktioniert astrein. Im Makrobereich bin ich sehr zufrieden, zudem kann die Farbwiedergabe gelobt werden. Bei Gegenlicht produziert die Linse leider sehr viel Unschärfe.

Ein paar Beispielfotos gibt es bei Google+.

Der 1 Watt starke Speaker klinkt gut, aber meines Erachtens nicht sonderlich lauter, klarer oder stärker als das, was man bereits aus dem Oberklassebereich so kennt.

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Und sonst noch?

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Wie einleitend erwähnt, lässt sich nach kurzer Zeit kein Fazit zum Gerät ziehen, allerdings sind ein paar Punkte dennoch erwähnenswert. Der IR-Port an der Oberseite erlaubt es, diverse Geräte mit dem G3 zu steuern. Das klappt problemlos, die Einrichtung kann sich aber je nach Endgerät etwas hinziehen. Der Akku hält gefühlt etwas weniger lang als noch beim G2, aber ich würde behaupten wollen, dass man damit gut über den Tag kommt. Ihr wisst ja selbst, wie schwer es ist, hier eine allgemeingültige Aussage zu treffen.

Die Einhandbedienung bekomme ich gar nicht hin, egal wieviel Mühe ich mir gebe. An einigen Ecken hat LG nützliche Hilfe dafür eingebaut (z.B. zusätzlichen Button in der unteren Leiste, um den Notificationbereich zu öffnen/schließen), an anderen Stellen muss eine zweite Hand zwingend ran. Hier hätte ich mir mehr Software-Hilfen gewünscht.

Der Helligkeitssensor reagiert sehr gut und regelt das Display stets angenehm. Auch telefonieren ist mit dem G3 möglich, der Klang weiß zu überzeugen.

Alles, was ihr gerne noch zum LG G3 wissen möchtet bzw. was euch noch unklar ist, könnt ihr gerne in den Kommentaren nachfragen.

Zusammenfassung

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Das LG G3 gefällt mir. Es macht sehr viel richtig und vereint auf der technischen Seite alles, was derzeit am Markt angesagt und möglich ist. Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass ich zwingend 3 GB statt 2 GB RAM benötige, es erledigt alle seine Aufgaben flott. Von der Software, über die Komfortfunkionen, den Akku, den microSD-Slot, das Display bis hin zur Kamera bietet LG ein tolles und preislich angemessenes Gesamtpaket an. Mein alltäglicher Begleiter könnte es dennoch nicht werden, dafür ist es mir persönlich einfach zu groß. Wen das aber nicht stört, der kann mit dem G3 keinen Fehlgriff machen.

Das Testgerät wurde uns freundlicherweise von 1&1 zur Verfügung gestellt.

[polar 181349]

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