Google Kamera für Android ausprobiert

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Gestern Abend hat Google damit begonnen, die Google Kamera als App bzw. Update über Google Play zu verteilen. Alle Smartphones und Tablets ab Android 4.4 (KitKat) können die Kamera-App laden (APK) und ausprobieren.

Ich hatte nun etwas Zeit mir die Funktionen genauer anzuschauen und will daher noch meine Meinung dazu hinterlassen. Zunächst einmal sei erwähnt, dass ich das Symbol nicht schön finde. Rein persönliche Sache, aber irgendwie hätte mir etwas schlichtes, „edles“ besser gefallen. Okay, das kann man verschmerzen, aber ich hätte mir hier etwas mehr Feingefühl vom App-Designer gewünscht.

Welche Funktionen ihr in der Google Kamera vorfindet, hängt von dem Endgerät ab, auf dem ihr die App installiert. Während zum Beispiel auf einem Samsung Galaxy S5 diverse Möglichkeiten zur Auswahl stehen (siehe Foto oben), schaut das bei einem Motorola Moto G aufgrund fehlender Sensoren schon anders aus.

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Der neue Fokuseffekt aka Lens Blur, der es euch ermöglicht Bilder aus zwei leicht abweichenden Perspektiven aufzunehmen, um dann in diesen nach der Aufnahme die Schärfe zu verändern ist klasse und funktioniert selbst mit der bescheidenen Kamera im Moto G super. Für mich eine kleine Spielerei, die ganz nett ist. Dafür extra zwei Kameras in ein Smartphone verbauen, wäre zumindest für meine Anwendungsfälle über das Ziel hinausgeschossen.

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Hintergründe zu Lens Blur hat Google in einem gesonderten Blogbeitrag nochmal genauer erläutert.

Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, Photospheres mit satten 50 Megapixel aufzunehmen, dafür muss die Einstellung für die Auflösung der Panoramaaufnahmen auf „Maximal“ gestellt sein. Hier seht ihr ein Beispiel solch einer Aufnahme.

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In den Einstellungen unter „Erweitert“ kann zudem noch die manuelle Belichtung aktiviert werden. Dies fügt eine Option für die Anpassung der Belichtungskorrektur hinzu. Nicht unerwähnt darf natürlich auch der mittige Hinweis zum Querhalten des Smartphones bei Videoaufnahmen bleiben, schließlich mag niemand Hochkant-Videos.

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Eventuell nicht jedem Nutzer gleich aufgefallen, aber ein wichtiges Detail ist, dass der Sucher nun eine Einhundertprozentige Abdeckung für eine maximale Sensorauflösung bietet, damit sieht man auch wirklich das Bild auf dem Display, was die Linse einfängt. Die Lautstärke-Tasten können natürlich auch in der neuen Google Kamera-App weiterhin als Auslöser genutzt werden.

Sicher fehlen auch noch Optionen, so ist zum Beispiel kein Selbstauslöser vorhanden, eine Serienbildaufnahme, Zeitraffer oder verschiedene Szenen bzw. Live-Filter gibt es ebenso nicht mehr und auch wenn die Belichtungskorrektur aktivierbar ist, fehlen Einstellungen für den Weißabgleich. Auch lassen sich keine Fotos während einer Videoaufnahme mehr knipsen.

Ich gehe davon aus, dass Google die Kamera-App erstmal so schlicht und übersichtlich wie möglich halten wollte. Durch die Platzierung bei Google Play dürfen wir nun ziemlich sicher mit stetigen und zeitnahen Verbesserungen rechnen. Unterm Strich eine gute Sache. Wie gefällt euch die neue Google Kamera für Android?

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-(

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