MAPS.ME bekommt Editor für Open-Street-Map-Projekt

Die kostenlose Karten-App MAPS.ME bietet ab sofort einen eigenen integrierten Editor für die verwendeten Karten aus dem OSM-Projekt.

Bislang war es schlichtweg nicht möglich, per Smartphone unterwegs Änderungen am Kartenmaterial vorzunehmen. Dem wirkt MAPS.ME nun mit dem aktuellsten Update entgegen und sorgt dafür, dass die laut eigenen Angaben monatlich rund 8 Millionen aktiven Nutzer der App jetzt für reichlich frischen Aufwind bei OSM sorgen.

Gemäß der Statistik, so heißt es, habe sich die Anzahl der Bearbeitungen an nur einem Tag verdreifacht. Ab sofort können also POI (Points Of Interest) wie Apotheken, Geschäfte, Restaurants und weitere hinzugefügt und ihre Beschreibungen geändert werden. Das beinhaltet neben Öffnungszeiten und WLAN – Verfügbarkeit unter anderem auch zugehörige Websites oder die Telefonnummer.

Im Grunde gibt es keine Einschränkungen, sogar Ortschaften, die am anderen Ende der Welt liegen, können bearbeitet werden. So lange kein Schindluder mit dieser Freiheit betrieben wird, finde ich das persönlich auch eine gute Entscheidung.

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Für die POI gibt es beim Editieren drei Optionen: „Platz hinzufügen„, „Platz bearbeiten“ und „Problem melden„. Bei der Letzteren werden Notizen für den Ersteller des Eintrags hinterlegt, was eventuell nach Prüfung daran geändert werden müsste.

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Einer der wirklich großen Vorteile dieser Editorlösung ist, dass er – genauso wie die eigentliche App selbst auch – vollkommen ohne bestehende Internetverbindung funktioniert. Alle Änderungen an der Karte werden lokal in MAPS.ME gesichert und erst dann zur OSM – Datenbank versandt, wenn das Gerät sich wieder mit dem Netz verbindet.

Das Ganze erinnert sehr an das Local Guides – Programm von Google, das Menschen einer Gegend dazu einlädt, aktiv an Google Maps mitzuwirken und Änderungen sowie Neueinträge in ihrem lokalen Umfeld einzutragen.

Quelle: Pressemitteilung per Mail

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