Marshall Acton und Stanmore Multi-Room-Speaker ausprobiert

Marshall Multiroom Speaker Header

Seit ein paar Tagen verrichten nun die beiden neuen Multi-Room Speaker Marshall Acton und Stanmore ihren Dienst im Casa Meidl. Beide Lautsprecher gibt es schon seit geraumer Zeit als Version ohne WLAN zu kaufen. Neu ist nun unter anderem eben WiFi und ein leicht verändertes Bedienpanel dazu gekommen.

Lieferumfang

Der Lieferumfang beider Speaker gestaltet sich minimalistisch. Im Grunde ist auch kaum etwas zum Betrieb nötig, bis auf ein Stromkabel, welches sich in der Tat im Lieferumfang befindet. Abgesehen davon gibt es noch eine Kurzanleitung und ein bisschen weiteres Papierwerk zu verzeichnen.

Einrichtung des Acton und Stanmore

Marshal Multiroom Speaker Google Home Konfiguration

Die erste Einrichtung gestaltete sich super einfach. Man kann die Lautsprecher auf die verschiedensten Arten nutzen. Zum einen direkt ohne irgendein Smartphone etc. indem man einfach über den oben bei den Tasten angebrachten Aux (Klinke) ein Abspielgerät einsteckt, oder auf der Rückseite (beim größeren Stanmore – der Marshall Acton hat keine Cinch-Stecker) über die Cinch-Stecker.

Ich persönlich bin aber Fan von Sprachsteuerung und natürlich auch von Android etc. und möchte das volle Programm nutzen. Deshalb habe ich aktuell auch einen Google Home Mini nebst einem Echo Dot in Benutzung, damit ich beide Systeme vergleichen kann. In der Amazon Echo-App hatte ich die Speaker leider nicht finden können, dafür klappte die Einrichtung via Google absolut problemlos.

Einfach den Speaker an den Strom anschließen und das war es auch schon. Es muss keine Pairing-Taste lang gedrückt werden oder dergleichen. Man startet anschließend die Google-App mit dem Häuschen-Icon und schon wird ganz oben in der Liste als neues Gerät der entsprechende Speaker dargestellt.

Jetzt muss diesem ein Name gegeben werden und bei mehreren Speakern am besten direkt noch eine Gruppe erstellt werden. Danach steht der Steuerung über Google Chromecast oder dem Google Home (mini) auch schon nichts mehr im Wege. Einfach: „Hey Google? Spiele FFH Brandneu von TuneIn auf [Marshall]“ und schon wird die Mucke über beide Lautsprecher abgespielt.

Marshall ist in diesem Falle mein Gruppen-Name und ich könnte stattdessen auch [Small] oder [Big] sagen. Das wären die Namen der einzelnen Speaker in meinem Fall. Statt Radio von TuneIn kann man natürlich auch andere Quellen nehmen.

Natürlich können die Lautsprecher auch ohne Sprachsteuerung bedient werden. Über das Chromecast-Symbol stehen die einzelnen Speaker und auch die Gruppen mit nur einem Klick aus fast jeder Musik-App auf dem Androiden zur Verfügung.

Öffnet man beispielsweise die Amazon Music-App und wählt oben das Chromecast-Symbol wird anschließend gefragt auf welchen Speaker oder welche Gruppe der Klang ausgegeben werden soll und schon geht die Party los.

Eine eigene App von Marshall für das Multi-Room-System ermöglicht das Feintuning der Lautsprecher. Hier können Höhen, Bässe, Lautstärke, Stärke der Beleuchtung der Tasten und die Voreinstellungen eingestellt werden.

Marshal Multiroom Speaker App1

Die Voreinstellungen sind für einen extra Drehregler auf der Oberseite der Speaker gedacht und können bis zu 7 Verknüpfungen zu Online-Radios etc. abspeichern. Dies geschieht ganz einfach über die Marshall-App.

Ein Radiosender wird abgespielt und anschließend in der App auf eine Position der Voreinstellungen gelegt. Danach kann diese Voreinstellung auch ohne Smartphone oder App durch simples drehen am Regler ausgewählt werden.

Marshal Multiroom Speaker App2

Vergleich mit Sonos Play:3

Da auch noch ein Sonos Play:3 der ersten Generation bei mir zu Hause seinen Dienst verrichtet, habe ich diesen für einen Größenvergleich vor die Kamera gezerrt. Nicht nur in der Größe unterscheiden sich die Speaker sehr.

Marshall Multiroom Speaker Mit Sonos Play 3 2018 02 15 15.40.40

Während ich den Klang der Play:3 eher als ein für den Durchschnittshörer eingestelltes Klangbild bezeichnen würde, hauen die Marshall Brüllwürfel hier und da auch noch ein wenig mehr auf die Kacke. Auch das Bedienkonzept der Marshall mit den Tasten für Klang und Voreinstellungen etc. auf der Oberseite gefällt mir besser.

Die Sonos lassen sich zwar mittlerweile auch via Alexa steuern, aber ab und zu möchte man eben gern auch mal den Klang ohne App nachregeln, oder einen anderen Lieblings-Sender ohne App/Handy einstellen. Natürlich hinkt der Vergleich auch ein wenig, da die Play:3 schon einige Jahre auf dem Buckel haben, aber preislich liegen sie je nach Modell nah beisammen und da muss das schon sein.

Zu den Speakern selbst

Die Marshall machen optisch definitiv was her. Egal ob durch den Retro-Look, oder durch das goldene Bedien-Panel etc. Das Konzept dahinter passt einfach prima. Die Verarbeitung ist top und ich habe nicht einen Ausfall oder Synchro-Fehler bei der Multi-Room-Steuerung in der Testzeit feststellen können.

Die wichtigsten technischen Details der insgesamt drei verschiedenen Marshall Multi-Room-Speaker:

Marshall Multiroom

Die insgesamt sechs Anschlussmöglichkeiten (Klinke, Cinch, Spotify, Chromecast, AirPlay, Bluetooth) sind ein tolles Gesamtpaket. Der Klang ist prima, auf Wunsch auch basslastig, aber jederzeit über die Regler manuell am Lautsprecher oder über die App dem eigenen Geschmack anpassbar.

Zum Klang kann ich noch erwähnen, dass letztes Wochenende eine größere Party angesagt war und der Stanmore hat prima Arbeit geleistet! Egal ob über Cinch angeschlossene Playstation fürs gute alte Singstar-Karaoke oder über Bluetooth gekoppeltes Smartphone oder via Klinke angeschlossenen Mac. Der ca. 50m² große Raum wurde immer anständig mit dem Stanmore beschallt.

Und sonst noch?

  • AirPlay und Chromecast werden zwar unterstützt, aber zumindest BISHER ist keine Unterstützung des Amazon Echo / Dot / etc. ohne workarounds oder Anschluss als Bluetooth-Speaker möglich. Aber was nicht ist, kann ja noch werden…

Fazit zu den Marshall-Speakern

Beide getesteten Marshall-Speaker sind optisch, klanglich und preislich absolut auf dem Stand der Zeit. Würde ich mir heute einen Lautsprecher kaufen müssen, so würde ich definitiv zum Stanmore greifen. Ich habe den Lautsprecher ausgepackt und mich sofort in ihn verliebt. Er gefällt mir optisch sehr gut und ist klanglich und auch von der Bedienung inkl. Chromecast und den Tasten auf der Oberseite absolut super aufgestellt.

Der größere Stanmore wird aktuell für knapp 449,- EUR verkauft und der etwas kleinere Acton schlägt mit 349,- EUR zu Buche. Das sind natürlich preislich schon Hausnummern, aber man bekommt für sein Geld definitiv was geboten.

Tipp: Wer ein paar Kreuzer sparen möchte, kann sich auch die vorigen Varianten der Speaker ohne WiFi etwas genauer anschauen. Die gehen für knapp den halben Preis über die Ladentheke.

Falls euch interessiert, wie wir Produkte testen, dann schaut hier vorbei. Fragen zum Produkt? Gern ab in die Kommentare damit. 

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Marshall Stanmore Multi-Room mit 4.5 von 5 Punkten.

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