Microsoft-Patent: Automatischer Kinomodus für Windows Phones

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Das amerikanische Patentamt (USPTO) hat einen Patentantrag Microsofts genehmigt. Dieser sieht einen Kinomodus für Smartphones vor, welcher das Gerät auf Grundfunktionen beschränkt.

In der vergangenen Woche wurde ein bereits im März 2013 von Microsoft eingereichtes Patent in den vereinigten Staaten genehmigt. Dieses beschreibt einen „Inconspicuous Mode“ für mobile Endgeräte, welcher sich im Deutschen wohl am besten als Unauffälligkeits- oder „Kinomodus“ übersetzen lässt.

microsoft kino modus

Kern dieser Erfindung ist eine Reduzierung der auf dem Display angezeigten Informationen. Bei aktiviertem Kinomodus wird so der Großteil an Details vom Homescreen entfernt und das Hintergrundbild durch ein schwarzes ersetzt. So soll ein unnötiges Blenden beispielsweise im Kino ersetzt werden, denn trotz niedrigster Helligkeitsstufe ist das Display bekanntlicherweise meist alles andere als dunkel.

Da viele ihr Smartphone mittlerweile als Uhr benutzen würden, soll diese einen prominenten Platz auf dem Entsperrbildschirm einnehmen. Um genau zu sein zeigt das eingefügte Bild lediglich eine große Uhr auf dem schwarzen Bildschirm, alle weiteren Elemente sind verschwunden. Dies soll vom Nutzer konfigurierbar sein, wozu jedoch noch keine Details veröffentlicht wurden.

microsoft kino modus 2

Mindestens genau so interessant aus technischer Sicht ist allerdings die automatische Aktivierung der Funktion. So soll der neue Betriebsmodus automatisch aktiviert und anschließend auch wieder deaktiviert werden. Dies soll beispielsweise durch eine Zusammenarbeit von Umgebungslichtsensor und den verbauten Mikrofonen geschehen.

So könnten zumindest zwei Fälle abgehandelt werden: Eine geringe Geräuschkulisse in einem abgedunkelten Raum soll auf Nutzung in einem Kino oder je nach Uhrzeit vor dem Schlafengehen hinweisen. Der Kinomodus wird so nach Grenzüberschreitung beider Parameter automatisch aktiviert. Die Grenzwerte sollen allerdings z.B. prozentual nach Umgebungshelligkeit möglicherweise selbst angepasst werden können, klingt nach erstaunlich vielen Einstellmöglichkeiten für ein Windows Phone.

Als weitere Möglichkeiten der Identifizierung nennt Microsoft einen Ticketkauf per NFC-Sensor, bei der Bezahlung möchte man so relevante Daten auslesen. Desweiteren stellt man sich eine Analyse der WLAN-SSID („ABC Theater“) oder Mac- bzw. IP-Adresse vor, können diese einem bestimmten Ort zugeordnet werden.

Von einem Aktivierungs-Zwang ist im Patent, sofern ich das richtig überblickt habe, keine Rede. Insgesamt klingt so ein optionaler Bedienmodus gar nicht uninteressant, dürfte allerdings vor allem bei Geräten mit AMOLED-Display interessiert sein. Ob das Konzept, vielleicht ja sogar mit Windows 10, wirklich in die Realität umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

via Golem Quelle: US-Patentamt (pdf)

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