Microsoft legt Quartalszahlen vor: Surface und Cloud Top, Windows Phone Flop

Nach Samsung und Apple hat auch Microsoft aktuelle Quartalszahlen vorgelegt. Diese sind ziemlich durchwachsen und spiegeln die aktuelle Marktentwicklung recht gut wieder.

Microsoft ist bekanntlich in diversen Geschäftsfelder tätig und so muss man auch diesmal wieder bei den Quartalszahlen genau hinschauen. Umsatz und Gewinn sind kleiner geworden, was vor allem am schrumpfenden PC-Markt und dem Smartphonebereich liegt. Das Cloud-Geschäft und die Surface-Tablets hingegen können ein Wachstum verbuchen und so die Rückgänge etwas abfedern.

Im Jahresvergleich sank der Umsatz im vergangenen Quartal um zehn Prozent auf rund 23,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel um ca. 15 Prozent auf etwa fünf Milliarden Dollar. Dennoch legte die Microsoft-Aktie, die in letzter Zeit sowieso eher unruhig auf und ab geht, nach Bekanntgabe der Zahlen zu. Das liegt vor allem daran, dass Analysten mit schlechteren Zahlen gerechnet hatten.

In der Windows-Sparte, zu der Microsoft auch Geräte und Spiele zählt, fiel der Umsatz um 4,6 Prozent auf 12,66 Milliarden Dollar. Auch im Geschäftsfeld „Produktivität“ (dazu zählt vor allem Office) ging es bergab, hier allerdings nur um 1,9 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar Umsatz.

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Positive Zahlen gibt es aus dem Surface-Bereich, denn die Umsätze mit dem Surface-Tablet kletterten (bereinigt um Währungskursschwankungen) um 29 Prozent nach oben. Das klingt erstmal nicht schlecht, hier muss man allerdings bedenken, aus welcher Nische die Surface-Geräte kamen. Microsoft muss dieses Wachstum auch zukünftig aufrechterhalten, sonst war es eventuell nur die Push durch die neuen Geräte. Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Im Bereich der Smartphones schaut es eher düster aus. Die Umsätze aus der Handysparte haben sich halbiert, was aber zu erwarten war, nachdem Microsoft selbst sein Smartphone-Geschäft in großen Teilen abgeschrieben hat. Immerhin hat man insgesamt über 25.000 Jobs in diesem Bereich gestrichen und sich nur noch auf zwei neue Top-Modelle konzentriert. Nur noch 4,5 Millionen Lumia-Geräte konnte man im abgelaufenen Quartal an die Kunden bringen, im Vorjahresquartal waren es noch 10,5 Millionen (minus 57 Prozent).

Zum Langzeitvergleich: Microsoft bzw. Nokia haben seit 2011 gerade mal 110 Millionen Windows Phones verkauft. Im Gleichen Zeitraum wurden 4,5 Milliarden Android- und iOS-Geräte abgesetzt. Aktuell ist nicht abzusehen, wie Microsoft zukünftig im Smartphonebereich trotz einiger guter Ansätze eine kritische Masse an Kunden erreichen möchte.

Quelle Microsoft via wiwo

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