Monster DNA: OnEar-Kopfhörer im Test

Wie ihr ja bereits wisst, bin ich bei weitem kein Musikspezialist und mit meinem, für viele etwas gewöhnungsbedürftigen Country-Musikgeschmack bei vielen Herstellern wohl auch außerhalb der Zielgruppe. Nichtsdestotrotz habe ich mir einen Monster DNA Kopfhörer zum Test kommen lassen. Zum einen weil ich die Dinger optisch todschick finde, zum anderen weil ich bisher noch keinen kabelgebunden Kopfhörer ausprobiert habe. Da aber so ziemlich alle Musik-Freaks genau dazu raten, um Musik wirklich erleben zu können, fiel die Wahl also auf den DNA.

Testvideo

Basics

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Fangen wir aber ganz von vorne an und da steht nun einmal die Verpackung, deren Inhalt und der Ersteindruck. Der DNA kommt in einer optisch ansprechenden Verpackung, die meiner Meinung nach fast schon Standard ist, sowohl bei den oberpreisigen Kopfhörern, als auch bei Geräten im Niedrigpreissegment.

Zum Lieferumfang zählen neben den Kopfhörern noch zwei Audio-Kabel, ein Beutel zur Aufbewahrung und allerlei superspannendes Lesematerial in Form von Anleitungen. Eines der beiden Audio-Kabel bestitzt das so genannte ControlTalk Apple, welches Nutzern der Produkte aus Cupertino erlaubt, die Kopfhörer als Headset zu nutzen. Die Kopfhörer selbst, bei mir in blau, haben das Klapp-Design. Das heißt, man kann die Ohrmuscheln einklappen und kann die Teile so platzsparend verstauen.

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Leider sind es keine Over-Ear Kopfhörer, die ich persönlich aufgrund der Geräuschabschirmung nach innen und nach außen präferiere, doch dazu später mehr. Ein erstes Manko fällt aber direkt auf: Die Kopfhörer lassen sich nur sehr umständlich in dem beigelegten Beutel verstauen und wieder herausnehmen.  Das treibt einen insbesondere dann, wenn es schnell gehen muss, in den Wahnsinn und war zum Beispiel beim Nokia Purity Pro um einiges besser gelöst, da dort der Beutel kein Beutel war, sondern ein wenig Steifigkeit hatte und somit eher als Etui eingestuft werden konnte.

Die technischen Leistungsdaten lauten wie folgt:

  • Frequenzgang 20-20.000Hz
  • Anschluss: 3,5mm Klinke
  • Gewicht: 170g
  • Bauart: geschlossen

Design und Tragekomfort

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Designtechnisch bin ich von den DNA wirklich begeistert, die haben einen sehr ungewöhnlichen Look und es gibt sie in richtig vielen Farben und Mustern zu erwerben. In Sachen Tragekomfort kann man die Monster DNA auch getrost empfehlen: Sie liegen sehr leicht auf dem Ohr, sind keineswegs unangenehm und besonders die Polster empfinde ich als äußerst weich und ohrschmeichelnd. Von allen Kopfhörer die ich bisher hatte, war der Tragekomfort für meine Ohren beim DNA sogar am Besten. Ich habe nur, wie immer bei kabelgebundenen Lauschemuscheln ein wenig Kuddelmuddel mit dem Kabel. So kommt es mir zu Gute, dass man das Kabel komplett vom Kopfhörer trennen kann und sich somit im Zweifelsfall nicht völlig selbst einwickelt. Außerdem muss der Anwender im Falle eines Kabelschadens nicht den kompletten Kopfhörer zur Reparatur geben.

Abschirmung

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Ein wichtiges Kriterium zur Bewertung von Kopfhörern oder Headsets ist für mich die Geräuschabschirmung nach außen und innen. Ich möchte nicht, dass andere von meinem schlechten Musikgeschmack belästigt und ich möchte selbst nicht beim Hören von den Gesprächen meiner Mitmenschen behelligt werden.

Die Monster DNA rangieren hier zwar für mich bei OnEar Kopfhörern unter den besser abgeschirmten Geräten, allerdings werden Geräusche generell nicht optimal abgeschirmt – in beide Richtungen. Das liegt meiner Meinung nach eben genau daran, dass es OnEar Kopfhörer sind und dadurch die Muschel das Ohr nicht ganz bedeckt. Aber für diese Bauart habe ich in Sachen Geräuschdämmung schon wesentlich schlechteres erlebt. Beim Thema Geräusch sind wir dann aber auch schon beim wichtigsten Aspekt.

Der Sound

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Für meinen Geschmack und vor allem auch für meine Musikrichtung sind die Kopfhörer zu basslastig. Auch für Podcasts, die ich ab und an gerne mal höre sind die Monster DNA zu sehr auf tollen Bass ausgelegt. Hört man hingegen Charts, R&B, Soul und ähnliche Musik, kommt einem genau diese Auslegung voll zu Gute. Gott sei Dank kann man mit dem Equalizer gut gegensteuern und somit werden diese Kopfhörer auch für Jonny Cash tauglich. :P

Die Nutzung als Headset geht in Ordnung, man versteht den Anrufenden glasklar und nur wurde ich umgekehrt leider nicht verstanden. Das liegt aber daran, dass die Headset-Funktion explizit mit einem Apple-Gerät beworben wird. Ich habe beim Test aber ein Lumia 925 versucht zu nutzen, was wie gesagt nicht geklappt hat. Die Fernbedienung hat an allen Bedienelementen einen guten Druckpunkt und stört beim Tragen nicht. Insgesamt nutze ich die Headset-Funktion ja nicht einmal bei Headsets selbst und so nutze ich sie auch nicht an Kopfhörern. Aber ich finde ihr sollten wissen, dass ihr bei der Benutzung dieser Funktion vorab klären solltet, ob euer Androide oder Windows Phone auch funktioniert.

Fazit

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Bei einem derzeitigen Straßenpreis von etwa 130€ ist der Monster DNA für mich ein passendes Stück Technik und ich nutze ihn derzeit sehr gerne am Nexus 7 und höre dort Musik und auch Hörbücher. Käufer des DNA erhalten ein gutes Gesamtpaket mit einem Kopfhörer der bei voluminösen Bässen seine Klangstärken voll ausspielen kann. Besonders aber das Design und die große Auswahl an Farben und Mustern machen diese Kopfhörer nochmal etwas anders und einzigartiger. Wer also einen Kopfhörer sucht, dem kann ich unter den oben genannten Abstrichen die Monster DNA durchaus empfehlen. Ich für meinen Teil werde aber lieber die Over-Ear Variante des DNA probieren. Mit den ebenfalls verfügbaren In-Ear DNA macht Monster das LineUp komplett und so dürfte für Bassfreunde sicher das richtige dabei sein.

Monster DNA 03

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