NDrive Navigation für Android im Test + Video

Navigation mit dem Smartphone, für mich ein ehr schwieriges Thema, da ich lieber ein richtiges Navigationsgerät im Auto habe. Für Fußgänger und als Notlösung finde ich es vollkommen ok, aber als vollwertigen Navi-Ersatz etwas unpassend. Zudem ich während längeren Autofahrten als Beifahrer gerne mal E-Mails checke und beantworte bzw. andere Funktionen meines Smartphones nutze und dies während einer Navigation etwas unpraktisch wäre.

Die guten Navigationslösungen für Android kosten alle ein paar Euronen und und können wohl nicht jeden überzeugen. Bisher habe ich z.B. viele positive Rückmeldungen von CoPilot-Nutzern erhalten. Ich habe mir in folgendem Test die Vollversion von NDrive genauer angeschaut, dies ist eine Navigations-Software für Android (und auch andere Systeme), welche diverse auch internationale Karten anbietet.

Ich habe die Version mit den Karten von Deutschland, Österreich und der Schweiz installiert, welche zusammen eine Größe von ca. 500MB haben und derzeit, wenn man keinen Aktionspreis abpasst, 45 Euro kosten.

NDrive bietet sehr viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, welche mir auch schon von meinem Navigationssystem bekannt sind. Hat man z.B. das Programm während einer Navigation verlassen, wird man beim nächsten Start gefragt, ob man die Navigation fortsetzen möchte.

Upps, GPS vergessen, NDrive erinnert mich an das Einschalten des GPS-Empfängers, leider wurde diese Meldung nicht übersetzt.

Nach dem Starten und dem Einschalten des GPS-Empfängers landet man in der Ansicht für die freie Fahrt und wartet auf ein gutes Signal, welches zumindest mit meinem Motorola Milestone und in einem 4er Golf nur an der Scheibe auch wirklich gut ist, sobald ich das Gerät in die Hand nehme und mich dabei tiefer im Fahrzeuginnenraum befinde, verliert es des Öfteren das GPS-Signal.

Das Menü ist übersichtlich und durch die sehr großen Symbole gut zu bedienen.

Tippt man auf den Pfeil am rechten Rand, wechselt die Seite und noch mehr Menüpunkte werden ersichtlich.

Wählt man den Punkt Navigieren kommt man direkt zur Zieleingabe, diese kann man aus verschiedenen Quellen durchführen. Unter Verlauf sind die bisherigen Ziele gespeichert und beliebte bzw. häufig genutzte Ziele können als Favorit abgelegt werden. Nach der Zieleingabe, die wahlweise über die Bildschirmtastatur oder die Telefontastatur erfolgt, startet die Berechnung der Route, dies geschieht wirklich sehr schnell, denn die Kartendaten liegen ja auf der SD-Karte. Da ich die Screenshots am PC gemacht habe und ich bei mir am Computer keinen GPS-Empfang habe, bietet mir NDrive nun an, die Route in der Simulation zu starten. Die echte Navigation seht Ihr dann weiter unten im Video.

Dies ist die Navigationsansicht im Querformat, diese würde auch im Hochformat funktionieren, das macht für macht aber wenig Sinn. Von links nach rechts seht Ihr den nächsten Navigationsschritt, die voraussichtliche Fahrtzeit, die noch zu fahrenden Kilometer, die Ankunftszeit und die aktuelle Geschwindgkeit im Bezug zu der erlaubten (z.B. 53 km/h von erlaubten 100 km/h). Während der Fahrt wechselt die Ansicht in einen 3D-Modus, der durch die Bedienelemente auch verändert werden kann. Der Screenshot ist nicht optimal, da sich das Bild dauernd in Bewegung befindet, auf dem Video seht Ihr dann, welche Qualität die Darstellung und die Ansagen wirklich haben.

Während der Navigation kann man über das Menü die aktuelle Navigation beeinflussen, indem man zum Beispiel eine Alternativroute berechnen lässt.

In den Einstellungen können diverse Dinge konfiguriert werden, hier habe ich auf den ersten Blick nichts vermisst. Von TMC oder ähnlichen Staumeldern habe ich nichts gefunden, dies nutze ich allerdings bei meinem normalen Navigationsgerät auch nicht.

Jetzt kommt das Video, knappe 10 Minuten Navigation mit NDrive, bitte nehmt Rücksicht auf die Umstände in einem fahrenden Auto. Ich habe weder Scheibenhalterung noch etwas zum Fixieren der Kamera im Auto, darum sind die Aufnahmen naturgemäß hin und wieder recht verwackelt, für einen ersten Eindruck sollte es aber ausreichen.

Ich habe den Ton direkt per Klinke-Kabel mit aufgenommen, die Musik kommt natürlich nachträglich von mir. In der zweiten Hälfte des Videos hatte ich wohl die Ansagelautstärke zu hoch geschraubt, mann muss aber wirklich sagen, die Dame ist während der Fahrt immer laut und deutlich zu verstehen.

Fazit

Was halte ich also von einer Navigationslöung auf meinem Smartphone? Besser als gedacht aber noch nicht optimal. In erster Linie muss natürlich jeder für sich entscheiden, ob er sich das Geld für ein zusätzliches Navi sparen will um mit dem Handy zu navigieren, 45 Euro für die Deutschlandkarten sind nicht überteuert, obwohl CoPilot wohl etwas günstiger ist. Kartenmaterial ist nun mal nicht billig und wenn die Qualität stimmt, sollte man auch ein paar Euro investieren. Die Karten von NDrive waren wirklich gut, sogar Parkplätze von Einkaufsmöglichkeiten waren vorhanden.

Die Navigationsführung an sich hat mich zu 80 Prozent überzeugt, zwar findet man sicher ans Ziel, dennoch fehlt mir zum Beispiel auf dem Display die Anzeige des übernächsten Schrittes. Zwar sagt die Stimme, was danach kommt aber gerade in Großstädten, in denen man sich frühzeitig in die richtige Spur einordnen muss, wäre das sehr hilfreich.

Unterm Strich bestätigt es meine Ansicht, es ist kein vollwertiger Ersatz aber eine kostengünstige Alternative und dafür ist NDrive bestens geeignet.

Jeder der sich für das System interessiert, kann es 7 Tage kostenlos testen und sollte auch auf die Aktionen achten, denn ab und an sind die Karten zum reduzierten Preis zu bekommen.

Weitere Informationen findet Ihr unter ndriveweb.com (engl.)

Wie schaut es bei euch aus, navigiert Ihr mit dem Smartphone und wenn ja, mit welcher App?

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