Nintendo: Ein neues Geschäftsmodell für die Zukunft muss her

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Nintendo musste seine aktuelle Prognose für die Verkäufe der Wii U vor ein paar Tagen deutlich senken und das sorgte für eine Menge Gesprächsstoff. Es ist unter anderem auch die Frage nach einem neuen Geschäftsmodell für die Zukunft gefallen. Nintendo hat bestätigt: Man denkt definitiv darüber nach.

Bei Nintendo ist es in den letzten Jahren ein Auf und Ab und man merkt, dass das Unternehmen in der heutigen Zeit durchaus Probleme hat. Ein Sorgenkind ist die Wii U, die aktuelle Generation für das Zuhause, welche seit etwas mehr als einem Jahr erhältlich ist. Sie verkauft sich allerdings nicht so gut, wie man das wohl gerne hätte. Von April 2013 bis März 2014 wollte man eigentlich 9 Millionen Einheiten verkaufen. Diese Prognose hat man jetzt nach unten korrigiert. Und zwar auf 2,8 Millionen.

Analysten rechneten in diesem Zeitraum mit knapp 6 Millionen Einheiten der Wii U. Nintendo lag also nicht nur ein Drittel unter den Erwartungen von diesen, sondern auch noch ganz deutlich unter dem eigenen Ziel. Das ist auch Grund dafür, warum man mit einem Verlust in diesem Zeitraum ausgeht. Die Nintendo Wii U scheint also zum Scheitern verurteilt zu sein, während sich Microsoft mit der Xbox One und Sony mit der PlayStation 4 über steigende Verkaufszahlen ihrer Konsolen freuen.

Die negativen Schlagzeilen sorgten schließlich dafür, dass Nintendos Präsident Saturo Iwata eine Pressekonferenz abhielt, die am Wochenende die Runde machte. Thema der Veranstaltung war nämlich auch die Zukunft von Nintendo. Ein Zitat von Saturo wurde dabei von Bloomberg aufgegriffen und leider oftmals falsch interpretiert. Laut diesem soll Nintendo mit dem Gedanken spielen das Geschäftsmodell komplett zu überdenken und wird in Zukunft auch auf Smartphones und Tablets setzen. Das ist so nicht ganz richtig. Folgende Worte wählte Saturo Iwata auf der Pressekonferenz:

„Wir denken über ein neues Geschäftsmodell nach. Dank dem Wachstum von „smarten Geräten“ denken wir natürlich darüber nach, wir man diese nutzen kann, um das Geschäft für Spiele anzukurbeln. Es wird allerdings nicht so einfach sein, dass Mario in Zukunft auf Smartphones läuft,“ so Saturo Iwata.

Nintendo hat in der Vergangenheit oft genug betont, dass die Spiele-Klassiker erst mal keinen Sprung auf Smartphones und Tablets machen werden. Nintendo hat aber auch schon bekannt gegeben, dass man die aktuellen Geräte nutzen möchte, um für neue Spiele Werbung zu machen. Im Grund genommen hat sich Saturo am Wochenende also nur noch mal wiederholt. Noch ist offen, wie Nintendo weiter vorgehen möchte. Das wird sicher ein Thema sein, mit dem sich die Führungsebene aktuell beschäftigt.

Man sollte jedenfalls genau hinschauen, wenn man solche Zitat von Nintendo in den Medien liest. Der Wunsch Super Mario oder Zelda auf dem Smartphone zu spielen ist da. Und das sorgt immer wieder für solche Meldungen. Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre ein neues Konzept für die Konsolen selbst. Oder alternativ ein neuer Geschäftsbereich. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Tablet von Nintendo? Quasi ein überarbeitetes Gamepad der Wii U, welches aber komplett eigenständig und ohne eine Konsole läuft? Das könnte ich mir zum Beispiel sehr gut vorstellen.

Nintendo muss jedenfalls etwas ändern und das wissen sie auch. Den Schritt auf ein Smartphone wird Mario aber mit Sicherheit nicht machen. Würde Nintendo diesen Weg gehen, könnte man sich komplett vom Hardware-Geschäft verabschieden.

Nintendo Wii U Gamepad Mario

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