Nintendo Switch: Mario Tennis Aces angezockt

Mario Tennis Aces Screen3

Nintendo schickt diese Woche ein neues Tennis-Spiel der Mario-Reihe ins Rennen und ich habe mir dieses in den letzten Wochen bereits genauer angeschaut.

Ich muss zugeben: Viele Mario-Tennis-Spiele habe ich bisher noch nicht gespielt. Es ist auch schon eine Weile her, dass ich so einen Teil gespielt habe, die Parallelen zu Ultra Smash von der Wii U habe ich also nicht erkannt. Man hört, dass Nintendo viele Elemente übernommen hat – eine Deluxe-Version ist das aber nicht.

Mario Tennis Aces für die Nintendo Switch ist der einzige „Major-Titel“ für den Sommer und wird es vielleicht auch bis Pokémon, Super Mario Party und Super Smash Bros. bleiben. Das hat mich am Anfang ehrlich gesagt etwas skeptisch gestimmt, doch nach ein paar Stunden mit Mario Tennis Aces gefällt mir das Spiel durchaus gut.

Was vor allem auch daran liegt, dass man nicht einfach nur klassisches Tennis spielt, sondern deutlich mehr Optionen zur Verfügung stehen. So gibt es Spezialschläge, Slow-Motion beim Blocken und vieles mehr. Es hat sogar ehrlich gesagt eine ganze Weile gedauert, bis ich die Steuerung halbwegs verinnerlicht hatte.

Bis jetzt fällt es mir immer noch schwer an alle Möglichkeiten zu denken und ich glaube ein wirklich guter Spieler wird man auch nur mit viel Praxis. Mario Tennis Aces eignet sich wunderbar für Anfänger, aber nicht, wenn diese gegen Fortgeschrittene spielen.

Das trifft auch auf die Computer im Singleplayermodus zu. Die sind am Anfang sehr leicht, doch das steigert sich und man ist gezwungen sich auch zu steigern. Teilweise ist es fast unmöglich Bosse zu besiegen, wenn man die Steuerung nicht beherrscht.

Die Steuerung ist gut durchdacht, aber eben nicht leicht. Nintendo wollte viel in das Spiel packen und hat es gemacht. Es werden fast alle Knöpfe genutzt. Ich weiß nicht, ob sowas ein Kritikpunkt ist, aber man sollte nicht mit einem simplen Spiel rechnen.

Mario Tennis Aces: Kein simples Tennisspiel

Allgemein wirkte der Storymodus auf mich wie ein langes Tutorial und die Geschichte selbst ist zu vernachlässigen. Sie ist sogar echt absurd, aber ich habe mich beim Start sowieso gefragt, wie man einen Storymodus in ein Tennisspiel packen kann. Sowas macht vermutlich nur Nintendo. Immerhin nehmen sie sich dabei nicht zu ernst.

Wer ein klassisches Tennisspiel sucht ist hier falsch. Mario Tennis Aces ist durch und durch abgedreht. Nicht nur bei der Steuerung, den Schauplätzen, sondern auch den Animationen und der ganzen Optik. Die Grafik und der Sound haben mir aber gefallen und allgemein würde ich sagen, dass die Optik von Aces gelungen ist.

Mario Tennis Aces Screen2

An einigen Stellen im Singleplayermodus hatte ich sogar mal den Eindruck, dass man hier mehr einen Shooter, Partyspiel, oder ein Kampfspiel vor sich hat. Abwechslung ist definitiv geboten. Und wenn man den Abenteuermodus durchgespielt hat, dann kann man auch ein normales Turnier spielen, oder online gegen andere antreten.

Aber: Besonders viel Anreiz zum erneuten Durchspielen bietet das Spiel nicht. Hat man also die Missionen beendet und die Turnier-Trophäen gesammelt, dann war es das. Das ist kein Singleplayerspiel, man bekommt nur einen Abenteuermodus dazu.

Den Online-Modus habe ich übrigens nur vor ein paar Tagen an einem Wochenende getestet, als es eine Demo für alle Switch-Spieler gab. Da waren aber noch alle mehr oder weniger blutige Anfänger. Was man auch erwähnen kann: Den Realmodus, bei dem man mit dem Joy Con quasi wie mit einem echten Schläge schlagen kann.

Ist lustig, aber bei der Präzision nicht mit der normalen Steuerung vergleichbar. Ich bin aber auch ehrlich: Beim Spielen sitze ich lieber und stehe nicht gerne 😀

Mario Tennis Aces: Für 60 Euro kaufen?

Also, was bietet Mario Tennis Aces? Viel Abwechslung bei den Schauplätzen, beim Abenteuermodus, beim Sound, den Charakteren und eine komplexe Steuerung. Es ist meiner Meinung nach kein leichtes Spiel. Die Basics sind schnell erlernt, doch damit hat man keine Chance. Weder online, noch im Abenteuermodus.

Der Abenteuermodus ist sehr abwechslungsreich, man spielt nicht einfach nur simpel Tennis-Matches, sondern hat auch unterhaltsame Aufgaben zu meistern. Dazu gibt es die Option für klassische Turniere und eben noch das Online-Vergnügen.

Ich war mir nicht sicher, was mich hier genau erwarten wird, hatte aber durchaus Spaß mit dem Spiel. Es ist für mich ein gutes, aber kein großartiges Spiel. Es kommt nicht an Klassiker wie Mario Kart oder Super Smash Bros. heran. Man muss aber auch nicht unbedingt ein Tennis-Fan sein, um es zu mögen. Bin ich nämlich nicht.

Mario Tennis Aces Screen1

Ich bin mal ehrlich: 60 Euro würde ich für so einen Titel vermutlich nicht zahlen. Trotz umfangreichem und abwechslungsreichem Abenteuermodus und Online-Modus und vielen Schauplätzen und Charakteren. Ich glaube aber auch, dass Mario Tennis Aces im Laufe des Jahres im Preis sinken und dann irgendwann bei knapp 40 Euro ankommen wird. Und für diesen Preis ist es durchaus einen Blick wert.

Mario Tennis Aces ist für mich so ein Spiel, welches man irgendwann mal bei einer Aktion im Angebot mitnehmen kann. Dann kann man, zum Beispiel jetzt im Sommer, wo weniger Spiele erscheinen, durchaus viel Spaß damit haben. Den gleichen Preis wie für Zelda BOTW, Splatoon 2 oder Mario Kart 8 Deluxe würde ich aber nicht ausgeben.

Sowas ist natürlich subjektiv, wer gerne diese Art von Spiel spielt, der wird hier sicher seine Freude haben. Aber ein bisschen Tennis-Fan sollte man aber sein und man muss wissen, dass es eher ein Multiplayer-Spiel ist (wenn man es langfristig spielen will).

Wertung des Autors

Oliver Schwuchow bewertet Mario Tennis Aces mit 3.7 von 5 Punkten.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung

Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.