OnePlus 5 verkauft sich gut, trickst aber etwas in Benchmarks

Das OnePlus 5 scheint bei Benchmarks ein bisschen zu tricksen. Carl Pei von OnePlus hat sich allerdings schon zu diesem Thema bei Reddit geäußert.

Aktuell kann man das OnePlus 5 nur mit einem Code bestellen, der Versand soll dann aber noch heute stattfinden. OnePlus nennt diese Aktion „Early Drop“ und will so für ein bisschen Wirbel sorgen. Der Code lautet übrigens „Clearer Photos“ und wurde während der Veranstaltung am gestrigen Abend bekannt gegeben. Aktuell kann man nur noch die graue Version mit 6/64 GB für 499 Euro im Online Shop auswählen. Das schwarze Modell mit 8/128 GB ist bereits ausverkauft.

Offizielle Zahlen möchte man zwar noch nicht nennen, doch das OnePlus 5 kommt besser als die letzten OnePlus-Smartphones an, so Carl Pei, CEO von OnePlus über Twitter. Das hat nicht viel zu sagen, denn ohne Zahlen kann das alles bedeuten.

Das Interesse im Pop-Up-Store in New York scheint aber durchaus groß zu sein.

Es machte nach der Ankündigung jedoch auch eine negative Meldung zum OnePlus 5 die Runde. Bei den XDA Developers hat man dem OnePlus 5 vorgeworfen, dass es in Benchmarks betrügt. Es ist nicht das erste Mal, dass es solche Vorwürfe gibt. Das OnePlus 3T stand wegen diesem Thema auch schon in der Kritik.

The OnePlus 5, on the other hand, is an entirely different beast — it resorts to the kind of obvious, calculated cheating mechanisms we saw in flagships in the early days of Android, an approach that is clearly intended to maximize scores in the most misleading fashion. While there are no governor switches when a user enters a benchmark (at least, we can’t seem to see that’s the case), the minimum frequency of the little cluster jumps to the maximum frequency as seen under performance governors. All little cores are affected and kept at 1.9GHz, and it is through this cheat that OnePlus achieves some of the highest GeekBench 4 scores of a Snapdragon 835 to date – and likely the highest attainable given its no-compromise configuration with its specific configuration. Scores certainly higher than those obtained by similar devices and Qualcomm’s own MSM8998 test device which we were lucky enough to benchmark.

Carl Pei, der aktiv in der Android-Szene ist, stolperte bei Reddit auf diese Meldung und äußerte sich dort auch. Kurz: Das Gerät verhält sich bei Benchmark genauso, wie auch bei aufwändigen 3D-Spielen. Man ändert aber nicht die Auflösung und übertaktet die CPU auch nicht bei einem Benchmark. Für Carl Pei ist das also kein Betrug. Und die anderen Hersteller würden hier ja genauso vorgehen.

We have made it so that when running benchmark apps, the phone performs the same as when running resource intensive apps such as 3D games. We also fully activate our chipset in other parts of OxygenOS, for instance when launching apps to make the launch experience faster and smoother.

Das Ergebnis von Benchmarks ist für den Alltag am Ende aber sowieso unwichtig, so Pei. Die 6700 Punkte in GeekBench sind für Nerds interessant, doch ob man diese Power auch im Alltag spürt, ist eine andere Sache. In den ersten Testberichten habe ich gelesen, dass es gut läuft, aber auch nicht komplett ruckelfrei zu sein scheint.

Benchmarks sind eigentlich überflüssig

Ich persönlich bin kein Freund von Benchmarks, denn sie sagen nichts über die Leistung im Alltag aus. Ich hatte schon Geräte, die dort glänzten und dann ruckelten, wenn man simple Apps wie Instagram nutzen wollte. Daher ist es mir auch ein Rätsel, warum OnePlus hier ausgerechnet etwas tricksen musste.

Benchmarks sind jedenfalls der letzte Punkt, auf den ich vor dem Kauf eines neuen Smartphones schaue. Die Leistung, die dort abverlangt wird, wird von 99 Prozent aller verfügbaren Apps sowieso nicht verlangt. Selbst aktuelle 3D-Spiele kommen selten an die Leistung eines Benchmarks heran. Sie sind aber anscheinend, wie man hier sieht, immer noch ein wichtiges Thema in der Technik-Szene und werden gerne für den Vergleich mit anderen Smartphones auf dem Markt genutzt.

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