OnePlus 6T: Mein erster Eindruck

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Das OnePlus 6T ist offiziell und ich habe seit einigen Tagen ein Testgerät im Einsatz. Zeit für einen ersten Eindruck (und ein kurzes Unboxing).

OnePlus ist spätestens seit 2018 auf dem Massenmarkt angekommen und kein Geheimtipp mehr. Man glänzt weiterhin mit einer günstigen UVP, doch mit knapp 600 Euro ist man mittlerweile auch nicht weit von der Konkurrenz entfernt.

Die haben zwar eine höhere UVP, doch der Straßenpreis ist am Ende der gleiche – und OnePlus-Smartphones sinken auch nach Monaten nicht im Preis.

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Während sich OnePlus damit zwar ein kleines Stück von der alten Community entfernt, bedeutet das auf der anderen Seite aber auch: Mehr Verkäufe. Man bekommt ein OnePlus mittlerweile nämlich nicht nur im eigene Shop, sondern auch bei Amazon. Und es kommen immer mehr Händler dazu.

Nur die Netzbetreiber hat man noch nicht ins Boot holen können, doch das wird 2019 vermutlich auch in Deutschland passieren. In anderen Ländern ist man mittlerweile immerhin soweit und Deutschland ist ein sehr wichtiger Markt für OnePlus. Mit dem OnePlus 6T will man an die letzten Erfolge anknüpfen.

OnePlus 6T: Erster Eindruck + Unboxing

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OnePlus 6T: Mein erster Eindruck

Das OnePlus 6T fühlt sich erst mal exakt wie das OnePlus 6 an. Ich habe beide in Midnight Black (meiner favorisierten Farbe) und kann sie kaum unterscheiden, wenn sie ausgeschaltet sind. Doch Unterschiede sind klar vorhanden.

Das sieht man beim Einschalten, denn die Notch wurde verkleinert. Das Kinn ist nun auch minimal schmaler. Keine Unterschiede, die entscheidend sind, doch man sieht sie. Ob das nun aber ein T-Modell wert war?

Ich denke nicht. Dann doch eher der neue Fingerabdrucksensor unter dem Display. Der ist natürlich nicht so schnell wie der alte Sensor hinten, aber er ist auch nicht langsam. Man muss sich an die neue Position gewöhnen (man kann ihn nun auch nicht mehr fühlen), aber ich bevorzuge den Fortschritt.

Außerdem ist die schnelle Gesichtsentsperrung wieder mit dabei. Hier setzt man weiterhin auf „nur“ eine Kamera, aber dafür ist diese wirklich schnell (wenn das Licht gut ist). Der neue Fingerabdrucksensor ist aber das „Hauptfeature“.

Dank diesem musste OnePlus das 6T innen umgestalten, was dazu geführt hat, dass man den Akku vergrößern konnte. Das Design und die Features haben wir im Sommer oft bei Oppo und Vivo gesehen, war also zu erwarten.

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Die Kamera ist die gleiche (Hardware) wie beim 6er, aber man hat die Software optimiert. Ich sehe keinen großen Unterschied und finde, dass sie weiterhin von der Konkurrenz (Pixel 3 und Mate 20 Pro) entfernt ist. Es ist eine solide Kamera, aber mehr auch nicht. Dafür gibt es einen neuen Nachtmodus.

Der kann auch nicht mit dem des Pixel 3 oder Mate 20 Pro mithalten, aber er ist trotzdem eine nette Ergänzung für OnePlus-Nutzer und nicht schlecht. Und da man diesen über die Software ermöglicht hat, kommt er auch auf das 6er.

Zum Start gibt es dieses Mal übrigens nur zwei Farben und es geht erst bei 128 GB Speicher los. Weitere Farben sind mit der Zeit denkbar (Hallo rotes OnePlus 6T zu Weihnachten) und die 128 GB bedeuten auch, dass die Basis-Version nun teurer ist. Vorher konnte man auch bei 64 GB einsteigen.

OnePlus 6T: Mein erstes Fazit

Das OnePlus 6T fühlt sich sehr vertraut an, wenn man das 6er kennt. Meiner Meinung nach vielleicht etwas zu vertraut. Die kleinere Notch und der etwas kleinere Rand unten sind ein Unterschied, den man kaum im Alltag spürt.

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Der neue Fingerabdrucksensor gefällt mir, ich mag es, wenn neue Technologien eingeführt werden. Auch wenn diese etwas schlechter als die alten ist, dafür ist der Sensor nun wieder vorne (hinten finde ich nicht optimal). Er ist jetzt nicht langsam, aber eben deutlich langsamer als vorher.

Das sollte man wissen und daran muss man sich gewöhnen.

Der etwas größere Akku ist hingegen sehr willkommen und das ist das für mich größte Highlight beim OnePlus 6T. Mehr Akku ist etwas, von dem man immer profitieren kann. Und OnePlus holt weiterhin viel aus dem Akku heraus.

Nach den ersten Tagen kann ich durchaus sagen, dass es mit dem Mate 20 Pro mithalten kann. Mehr dann im kommenden Testbericht zum OnePlus 6T.

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So unter’m Strich fällt mir das Fazit aber schwer, denn das OnePlus 6 war ein super Modell und das 6T ist es damit auch. Das Upgrade selbst fällt aber etwas klein aus und ich weiß nicht, ob man das nur gemacht hat, um die Basisversion zu streichen und damit den Preis etwas zu erhöhen.

Was ich aber wirklich schade finde: Wirkliche Kritikpunkte wie Qi und Stereo-Lautsprecher ist man nicht angegangen. Auch die IP-Zertifizierung fehlt beim OnePlus 6T weiterhin. Ich hätte lieber diese drei Dinge als die kleinere Notch gehabt, denn die hätte man im Alltag stärker gemerkt.

Aber man sieht: OnePlus muss sich am Ende eben an Oppo orientieren und die Basis ist ganz klar das Oppo R17 Pro. Nur mit einer etwas anderen Ausstattung und ohne die Triple-Kamera (und ohne Super VOOC). Ich hätte noch mit Warp Charge gerechnet, aber das kommt dann vielleicht 2019.

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Kurz: Das OnePlus 6T ist ein gelungenes Upgrade im Vergleich zum OnePlus 6, aber es fällt verdammt klein aus. Ich glaube man hätte in diesem Jahr auch gut auf das T-Modell verzichten und mit dem 6er weitermachen können. Leider hat man die Schwachstellen des OnePlus 6 nicht beseitigt und leider hat man die Basisversion mit 64 GB gestrichen, was es nun eine Ecke teurer macht.

Hinweis: OnePlus wollte uns, obwohl wir das Testgerät seit mehreren Tagen im Alltag nutzen, keinen Preis mitteilen. Das macht eine Einordnung wirklich sehr schwer. Wir haben den Preis auch erst heute um 17 Uhr erfahren.

Das OnePlus 6T startet in Deutschland offiziell bei 549 Euro (6/128 GB, Mirror Black), weiter geht es dann mit 579 Euro (8/128 GB, Mirror und Midnight Black) und es endet bei 629 Euro (8/256 GB, Midnight Black).

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