OnePlus-Smartphones schrotten Congstar- und Telekom-SIM-Karten

Einige von euch erinnern sich bestimmt daran, dass wir bereits Anfang 2015 mehrfach darüber berichtet hatten, dass verschiedene Nutzer mit defekten Congstar-SIM-Karten zu kämpfen haben. Mittlerweile ist klar, warum das so war und die Informationen dazu will ich euch nicht vorenthalten.

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass die Information zum Fehlverhalten zwar vermehrt von Congstar-Kunden die Runde machten, aber auch Telekom-SIM-Karten betroffen sind. Klar ist inzwischen, dass eine fehlerhafte Konfiguration von Smartphones das Problem herbeiführt. Dies ist bei den Geräten von OnePlus der Fall, darum hörte man besonders häufig von defekten SIMs im Zusammenhang mit diesen Smartphones.

Der Rest ist vermutlich reine Statistik, denn Congstar-Kunden, die ihre Tarife meist separat vom Endgerät selbst ordern, haben wohl einfach häufiger ein OnePlus-Gerät als Telekom-Kunden. Vereinzelt gab es aber auch mit anderen Geräten Probleme.

Fehlerhafte Rückmeldung an die SIM

Kern des Problems ist der beschreibbare Speicher auf einer SIM-Karte, der seine Grenzen in Sachen Zugriffshäufigkeit hat. In diesem Speicher können unter anderem Fehlermeldungen abgelegt werden. Hier kommt OnePlus ins Spiel. Die Geräte werden von der SIM-Karte nach dem Einlegen „gefragt“, ob sie bestimmte SIM-Sonderfunktionen unterstützen.

So weit nichts Ungewöhnliches. Problem ist nur, dass die Smartphones eine falsche Rückmeldung geben. So geht die SIM davon aus, dass eine Funktion unterstützt wird, obwohl sie nicht vorhanden ist. Beim Nutzungsversuch merkt die SIM dann „oh, geht doch nicht“ und schreibt dies als Fehler in den Speicher.

SIM-Speicher kommt an seine Grenzen

Da die Information einmal falsch vom Smartphone kam und die SIM-Karte zu „dumm“ ist, sich zu merken, dass diese Info nach Prüfung nicht stimmt, versucht sie es einfach immer wieder und legt bei jedem Scheitern eine erneute Fehlermeldung in ihrem Speicher ab. Ihr ahnt, was nun kommt.

Das Ganze geht so lange gut, bis die maximalen Schreibzyklen (max. 100.000 oder 200.000) der SIM-Karte voll sind und diese ihren Dienst verweigert. Das wiederum dauert im Schnitt ca. acht bis neun Wochen.

Fest steht mittlerweile, dass es von OnePlus keine Lösung für das Problem gibt. Bei Congstar bzw. der Telekom versorgt man betroffene Kunden allerdings seit einigen Wochen mit neuen angepassten SIM-Karten, die nicht mehr für diesen Fehler anfällig sein sollen. Der jeweilige Support sollte weiterhelfen können.

Quelle Golem

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