Rdio ist pleite, Pandora übernimmt

Der Streaming-Markt verliert einen Anbieter und zwar Rdio. Dort ging das Geschäftsmodell nicht auf. Der US-Dienst Pandora wird Teile übernehmen.

Der Markt für Musikstreaming ist ein hart umkämpfter und neben dem Platzhirsch Spotify, an den Rdio nie wirklich ankommen konnte, gibt es mit Apple seit ein paar Monaten einen weiteren großen Player auf dem Markt. Der Wettkampf wird härter und das hat so langsam Folgen. Rdio ist pleite. Schade, aber für mich persönlich kein überraschender Werdegang. Ich war lange Zeit ein großer Fan von Rdio, doch man hat den Dienst nicht konsequent genug weiterentwickelt. Jetzt bin ich bei Spotify.

Das US-Unternehmen Pandora, bekannt für Internetradio und nicht in Deutschland verfügbar, wird das intellektuelle Eigentum und die Technologie von Rdio kaufen. 75 Millionen US-Dollar legt man dafür auf den Tisch. Außerdem will man auch einige Mitarbeiter von Rdio übernehmen. Man übernimmt also quasi das, was übrig ist.

Es gibt allerdings einen Punkt, den man nicht übernehmen kann und das sind die Deals mit den Musiklabels. Diese sind nicht übertragbar. Sollte Pandora also einen eigenen Streamingdienst planen, oder Rdio wiederbeleben wollen, dann muss man selbst mit den Labels verhandeln. Finanziell hat sich das Geschäft außerdem nicht wirklich gelohnt und der Markt wird immer voller, ich glaube also kaum, dass man noch mal einen Neuanfang wagen wird. Was geplant ist, wollte man nicht sagen.

Die Frage wird jetzt sein, wie lange Rdio noch verfügbar sein wird. Nicht mehr lange vermute ich. Solltet ihr Rdio-Nutzer sein, schaut euch nach einer Alternative um. Ich vermute allerdings auch, dass Pandora mit diesem Kauf einen weiteren Schritt in Richtung internationalen Launch gemacht hat. Mal schauen, was 2016 bringt.

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