Samsung Galaxy Note 7 sollte so schnell wie möglich erhältlich sein

Samsung Galaxy Note 7

Samsung verfolgte beim Galaxy Note 7 anscheinend einen straffen Zeitplan. Wesentlich straffer, als er bei den Note-Modellen in den letzten Jahren war.

Das Samsung Galaxy Note hat sich in den letzten Jahren zum zweiten Flaggschiff aus dem Hause Samsung gemausert. In den letzten Jahren hat es sich Samsung zum Ziel gemacht, das Modell kurz vor dem iPhone auf den Markt zu bringen. In diesem Jahr wollte Samsung wohl noch mehr und das neue Note noch früher veröffentlichen.

Der Termin für die Präsentation wurde 10 Tage früher als im letzten Jahr eingeplant und gleichzeitig stand ein internationaler Marktstart auf dem Plan. Bei Samsung hat man zu Beginn des Jahres gehört, dass Apple in diesem Jahr ein eher „kleines“ Upgrade plant und das wollte man voll ausnutzen. Doch es ging schief.

Galaxy Note 7-Testphase startete im Mai

In einem aktuellen und lesenswerten Bericht von Bloomberg heißt es, dass das Unternehmen den Partnern mehr Druck als üblich gemacht hat. Mitarbeiter von Samsung schliefen im Büro und Pläne änderten sich kontinuierlich. Das ist vor so einem Marktstart nicht ungewöhnlich bei Samsung, doch in diesem Jahr soll es anders, als bei anderen Modellen abgelaufen sein. Es herrschte mehr Druck.

Die Testphase für das neue Note wurde im Mai gestartet und verlief wie üblich. Ob der straffe Zeitplan für das Akku-Fiasko verantwortlich ist, kann man so nicht direkt sagen. Vielleicht hätte man das Problem aber entdeckt, wenn man mehr Zeit gehabt hätte. Das ist jedoch hypothetisch. Bei fast 100 Fällen ist es allerdings ein Rätsel, wie das Problem mit dem Akku im Vorfeld unentdeckt bleiben konnte.

Schockstarre bei Samsung

Das Galaxy Note 7 hat Samsung jedenfalls in eine kurze Schockstarre versetzt. Das liegt auch daran, dass es keine klare Leitung gibt. Der Vorsitzende Lee Kun-hee liegt im Krankenhaus und sein Sohn hat zwar die Leitung, ist allerdings nicht der CEO des Unternehmens. Eine schwierige Situation für das Management von Samsung.

Die Akkus für das Galaxy Note 7 stammten übrigens von SDI, die auch für andere Hersteller produzieren – darunter auch Apple. Samsung besitzt 20 Prozent des Unternehmens. Für die Austauschgeräte setzt Samsung jedoch auf einen anderen Produzenten. Die neuen Akkus stammen von Amperex Technology Ltd.

Die Kritik am Austauschprogramm, Samsung versuchte es anfangs beispielsweise auf eigene Faust und ohne offizielle Behörden, wurde lauter und aktuell muss das Unternehmen mit viel Häme und Spott im Internet rechnen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem das Note nicht ein Witz bei Portalen wie 9GAG ist.

Vertrauen der Kunden zurück gewinnen

Diese Krise wird Samsung verdammt viel Geld kosten. Doch nicht nur das, so ein Fehler beschädigt das Image eines Unternehmens. Samsung wird in Zukunft sehr viel Geld in Marketing investieren und das Vertrauen der Nutzer zurück gewinnen müssen. Wie teuer der Preis für diesen Fehler am Ende sein wird, wird man nie genau sagen können. Wie gut Samsung das verarbeitet, wird sich zeigen.

Für Samsung sollte das Galaxy Note 7 ein glorreicher Sieg gegenüber dem iPhone 7 Plus von Apple werden, doch es wurde ein Fiasko. Eigentlich schade, denn das Gerät ist, von dem gravierenden und nicht schön zu redenden Fehler, ein wirklich tolles Smartphone. In Südkorea soll der offizielle Verkauf übrigens am 28. September weiter gehen. Für Deutschland gibt es noch kein neues Datum.

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