Samsung Galaxy Z Fold 2 im Test

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Das Samsung Galaxy Z Fold 2 begleitet mich nun seit einer Weile im Alltag und an dieser Stelle möchte ich euch mein Fazit zum Foldable liefern.

Als Samsung das Galaxy Fold präsentierte, da war ich skeptisch. Zu dick, zu groß, zu anfällig und vor allem viel zu teuer. Doch als ich das Fold dann im Alltag testen konnte, da änderte sich meine Meinung und ich merkte, wie viel Spaß das macht.

Mit dem Samsung Galaxy Z Fold 2 hat Samsung – abgesehen vom Namen – alles optimiert und das derzeit beste Foldable auf dem Markt abgeliefert. Man merkt, dass Samsung diese Kategorie pushen möchte, allerdings gibt es ein Problem.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Die Spezifikationen

  • Innendisplay: 7,6 Zoll OLED mit 2208 x 1768 Pixel und 120 Hz
  • Außendisplay: 6,2 Zoll OLED mit 2260 x 816 Pixel und 60 Hz
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 865
  • Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
  • Speicher: 256 GB (UFS 3.1)
  • Kamera: 12 + 12 + 12 MP
  • Akku: 4500 mAh
  • Gewicht: 282 Gramm
  • Farben: Schwarz und Bronze
  • Preis: 1949 Euro (UVP)

Das sind nicht alle Spezifikationen zum Samsung Galaxy Z Fold 2 5G (so der volle Name), auf der offiziellen Webseite von Samsung gibt es weitere Details.

Video: Samsung Galaxy Z Fold 2 im Test

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Samsung Galaxy Z Fold 2: Die Haptik

Man kann die Foldables noch nicht wirklich mit den normalen Smartphones auf dem Markt vergleichen, bei denen sich optisch in den letzten Jahren nicht mehr viel getan hat. Vor allem die erste Version vom Fold war noch weit davon entfernt und musste sogar überarbeitet werden, bevor sie verkauft werden konnte.

Das neue Samsung Galaxy Z Fold 2 fühlt sich „ausgereift” an. Es hat eine sehr gute Verarbeitung, ist hochwertig und hat vor allem einen neuen Faltmechanismus, der in jeder Stufe halten kann. Das kennen wir schon vom Galaxy Z Flip, ist beim Fold aber meiner Meinung nach mindestens genauso praktisch im Alltag.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Laptop

Auf der Front und Rückseite gibt es Glas und der Rand ist aus mattem Aluminium, was sich sehr gut anfühlt und gut aussieht. Das Display auf der Innenseite ist zwar noch kein „richtiges“ Glas (weil man das nicht biegen kann), aber es fühlt sich besser, als beim ersten Fold an (das fühlte sich mehr wie Plastik an).

Samsung Galaxy Z Fold 2 Back

Die Haptik gefällt, nur leider hat sich Samsung auch hier (wie bei den Ultra-Modellen) für einen dicken Kamerabuckel entschieden. Das stört schon beim S20 Ultra und Note 20 Ultra, ist aber bei einem so dicken Smartphone (im gefalteten Zustand) noch störender. Das Fold 2 wackelt doch recht stark auf dem Tisch.

PS: Ich hätte mir außerdem noch gewünscht, dass die schwarze Version ebenfalls eine matte Rückseite bekommt, denn die gefällt mir bei Bronze deutlich besser.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Die Displays

Die größte Veränderung gibt es bei den Displays. Bei beiden sieht man, dass sie eine bessere Qualität, als beim ersten Fold bieten und das Außendisplay hat nun endlich eine akzeptable Größe. Auf der Innenseite gibt es einen dünneren Rand und ein Loch statt einer Notch, womit das Display moderner wirkt.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Display Seitlich

Es hat mich im Test ab und an gestört, dass es außen nur 60 Hz sind, wobei ich auch sagen muss, dass das Innendisplay so gut ist, dass ich es überwiegend im Alltag genutzt habe. Es ist hell, hat sehr gute Blickwinkel und dank 120 Hz hat man hier endlich das Gefühl ein ganz aktuelles Flaggschiff zu nutzen.

Bleibt noch die alte Diskussion, was der optimale Formfaktor für Foldables ist, aber ich habe mich da vorerst festgelegt: Der vom Galaxy Fold. Ich mag ein kleines Display auf der Außenseite und ein großes auf der Innenseite (womit es auch gut geschützt ist). Das große Display außen wäre mir doch zu riskant.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Falten

Ein Formfaktor wie beim Galaxy Z Flip sieht für mich nur „cool“ aus, ich habe das Gerät auch schon im Alltag genutzt und keinerlei Vorteil im Vergleich zu einem normalen Smartphone gesehen. Es ist etwas länger, aber das benötige ich nicht.

Beim Samsung Galaxy Z Fold 2 bekommt man hingegen ein riesiges Display auf der Innenseite, welches sich vor allem zum Lesen und Arbeiten eignet. Es ist nicht optimal für Videos, aber der Rest macht damit mehr Spaß, als mit einem normalen Smartphone. Man merkt, dass man ein kleines Tablet in der Hand hält.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Die Schwächen

Doch so groß sich der Schritt beim neuen Fold auch anfühlt, man merkt, dass die Kategorie noch Schwächen hat. Es gibt zum Beispiel noch keine IP-Zertifizierung und die Software wird immer besser, schöpft das Potenzial aber noch nicht aus.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Apps

Ich habe es beim Vergleich mit dem Mate X schon erwähnt: Das Fold wird als Smartphone erkannt, doch das Display ist groß genug, um auch die Ansicht der Tablet-Apps anzeigen zu können. Viele Apps nutzen den Platz daher nicht und sind einfach nur auf das große Display gestreckt – Support der Entwickler fehlt noch.

Die Performance und die Akkulaufzeit waren bei mir super und es freut mich, dass das Samsung Galaxy Z Fold 2 auch bei uns den Snapdragon 865 besitzt. Da kann das Foldable mit den Ultra-Modellen mithalten, oder sie sogar überbieten, was ich dann aber nicht verstehe, ist die Entscheidung bei der Triple-Kamera.

Die Kamera im neuen Fold ist gut, sehr gut sogar, aber sie ist nicht ganz auf dem Level der Ultra-Modelle. Dabei ist der Kamerabuckel genauso groß und globig.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Der Alltag

Was mir beim Samsung Galaxy Z Fold 2 aber, wie auch schon beim ersten Fold, aufgefallen ist: Im Alltag vergisst man viele Kritikpunkte. Es lässt sich nur schwer beschreiben, wie viel Spaß so ein Gerät dann doch im Alltag machen kann.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Hand

Ich lese extrem viel auf dem Smartphone und Tablet und da ist das Fold mit dem Kindle-Formfaktor optimal geeignet. Einige Spiele, die auf einem quadratischen Display funktionieren, machen außerdem mehr Spaß, als auf einem normalen 18:9-Smartphone mit 6-7 Zoll. Es fühlt sich oft wie ein kleines Tablet an.

Ein richtiges Tablet mit 10+ Zoll, mit dem ich auch aktiv arbeite, könnte das Fold zwar nicht ersetzen, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit konnte ich damit effektiver, als mit dem Smartphone sein (mit dem ich auch sehr viel arbeite).

Samsung Galaxy Z Fold 2 Display

Sei es das Lesen von News, von euren Kommentaren, das Bearbeiten von Bildern für soziale Netzwerke, oder einfach nur das Abarbeiten der Mails am Morgen, mit einem Samsung Galaxy Z Fold 2 macht es mir mehr Spaß, als mit einem Samsung Galaxy Note 20 Ultra (oder eben einem anderen vergleichbaren Smartphone).

Samsung Galaxy Z Fold 2: Das Fazit

Womit wir bei meinem Fazit wären, wo sich dann nun die Frage stellt: Wäre das Samsung Galaxy Z Fold 2 ein Gerät für den Alltag? Das kann es sein, für mich ist es das aber noch nicht. Und ich will euch auch kurz erklären, warum, denn wie ihr im letzten Part gesehen habt, macht das neue Fold eigentlich viel Spaß.

Die Sache ist aber die: Sobald ich das Samsung Galaxy Z Fold 2 mitnehmen und nicht nur daheim im Sessel oder auf der Couch nutzen wollte, wo ich auch oft zum richtigen Tablet greife, macht es keinen Spaß mehr. Es ist mir mit 13,8 mm viel zu dick und mit 282 g zu schwer. Vor allem die Dicke in der Hose geht nicht.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Seite

Mit dem Gewicht könnte ich vielleicht noch leben, aber es war unangenehm das Samsung Galaxy Z Fold 2 länger in der Hosentasche zu transportieren. Für so ein Gerät würde ich eine Handtasche bevorzugen und sowas nutze ich nicht.

Gehen wir mal davon aus, dass ich mit Nachteilen wie der etwas schlechteren Kamera oder fehlenden IP68-Zertifizierung leben könnte und dann auch noch bereit wäre die 1500+ Euro zu zahlen, dann wäre die Dicke das, was mich am Ende im Alltag doch von so einem faltbaren Smartphone abhalten würde.

Das Samsung Galaxy Z Fold 2 macht Spaß und es ist eine sehr gute Entwicklung im Vergleich zur ersten Generation, aber für mich ist es noch nicht alltagstauglich.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Tisch Header

tl;dr Das Samsung Galaxy Z Fold 2 ist das mit Abstand beste Foldable auf dem Markt und deutlich besser, als der Vorgänger. Allerdings ist der Preis weiterhin hoch und das Gerät im Alltag zu dick für eine ganz normale Hosentasche.

Ich hoffe aber, dass Samsung weiter an dieser Kategorie arbeitet, die letzten Fehler ausmerzt, die Software weiter optimiert und das Galaxy Z Fold 3 oder Galaxy Z Fold 4 dünner machen kann. Ich könnte mir mittlerweile vorstellen, ein Foldable aktiv zu nutzen, doch da muss sich noch etwas mehr bei der Entwicklung tun.

Wertung des Autors

Oliver Schwuchow bewertet Samsung Galaxy Z Fold 2 mit 4.5 von 5 Punkten.

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