Sanktionen: ZTE-Smartphones bald ohne Android und Snapdragon-SoCs?

Schlechte Aussichten für das chinesische Unternehmen ZTE: Aufgrund von Sanktionen darf es die nächsten 7 Jahre keine Hardware oder Software amerikanischer Hersteller mehr einsetzen. Smartphones müssen somit auf die Snapdragon-SoCs von Qualcomm verzichten, noch unklar ist zudem die weitere Verwendung des Android-Betriebssystems.

Schlimmer hätte es für ZTE kaum kommen können. Da das chinesische Unternehmen nicht sämtliche Auflagen einer Einigung mit der US-Regierung aus dem Jahr 2017 befolgte, wurden nun folgenschwere Sanktionen gegen den Hersteller verhängt. Eingebrockt hat man sich das Ganze, indem man trotz aktiver Sanktionen Produkte in den Iran und nach Nordkorea exportierte und nicht alle daran beteiligten Mitarbeiter zur Rechenschaft zog.

Nun schaut es für ganz ZTE schlecht aus. Amerikanische Unternehmen dürfen ganze 7 Jahre lang keine Hardware und Software mehr an den chinesischen Konzern ausliefern, was besonders das Smartphone-Geschäft bedroht. Qualcomm-Prozessoren wie in den Top-Modellen der Axon-Serie werden nun nicht mehr verbaut werden können. Ausweichen kann man hier zwar auf MediaTek – in der High-End-Klasse wird man so allerdings nicht mehr mitspielen können.

Noch viel schlimmer könnten die Sanktionen allerdings ausfallen, wenn ZTE auch die Verwendung des Android-Betriebssystems verwehrt bleiben würde. Da vermutlich auch das mobile Betriebssystem nicht von Google ausgeliefert werden darf, laufen bereits Gespräche zwischen ZTE und Google, um eine sanktionskonforme Lösung zu ergründen. Eventuell könnte beispielsweise eine Verwendung der AOSP-Version von Android in Ordnung gehen.

Ob die Sanktionen nun das Ende des Smartphone-Geschäfts von ZTE bedeuten, werden wir vermutlich erst im Laufe der kommenden Wochen erfahren.

via: Reuters

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