Das „Metaverse“-Zeitalter beginnt

Microsoft Metaverse

Der Begriff „Metaverse“ wird euch jetzt in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren sicher sehr häufig begegnen. Er vereint die Begriffe „Meta“ und „Universe“ und wird in Deutschland auch als „Metaversum“ (siehe Wikipedia) bezeichnet.

Kurz ausgedrückt: Das Metaverse ist ein virtueller Ort, an dem sich die Menschen treffen können, zum Beispiel mit einer VR-Brille. Was sie dort machen können, ist aber ganz unterschiedlich, bisher liegt der Fokus doch eher auf Entertainment.

Microsoft baut auch ein Metaverse auf

Microsoft möchte nun aber auch ein Metaverse für die Produktivität aufbauen. Hier werden dann zum Beispiel auch Dienste wie Microsoft Teams (man trifft sich mit virtuellen 3D-Avataren) verknüpft. Dieser Schritt wurde diese Woche angekündigt.

Es ist aber noch mehr geplant, denn auch bei der Xbox-Sparte soll ein Metaverse entstehen, das hat der Chef von Microsoft gegenüber Bloomberg bestätigt. Es kann sich zum Beispiel ein virtuelles Halo-Metaverse vorstellen, wo man sich trifft.

Die Idee von Microsoft ist also, dass man sich eine VR-Brille aufsetzt, sich dann mit den Kollegen virtuell in einem Teams-Raum trifft, danach virtuell ein Dokument in Word bearbeitet und am Abend trifft man sich virtuell und zockt digital Halo.

Bei Facebook ist es ähnlich, nur mit weniger Fokus auf Produktivität, sondern mehr Entertainment. Und ich bin mir sicher, dass andere Unternehmen auch bald in den Markt einsteigen werden, Apple soll ja auch an entsprechenden Projekten arbeiten.

Ist das Metaverse nur ein kurzer Trend?

Die Frage lautet nun, ob das Metaverse ein kurzer Trend wie 3D bei Smart TVs sein wird, oder ob das „Abhängen in virtuellen VR-Räumen“ in Zukunft zur Normalität gehört. Es gibt Unternehmen, die in diesem Schritt das nächste große Ding sehen, immerhin hat Facebook sich ja sogar aus diesem Grund in Meta umbenannt.

Für gewisse Bereiche kann ich mir sowas gut vorstellen, vor allem beim Gaming oder Entertainment. Ein Metaverse für eine Videokonferenz sehe ich dann aber eher kritisch. Ich hätte jedenfalls keine Lust, die aktuell zahlreichen Meetings mehrere Stunden mit einer VR-Brille und 3D-Avataren abzuhalten – das ist dann doch zu viel.

Mal schauen, wohin die Metaverse-Reise in den kommenden Jahren führt. Mit Blick auf die aktuellen Ankündigungen gehe ich mal davon aus, dass das noch eine Weile ein großes Thema sein wird und wir nächstes Jahr den Höhepunkt erleben werden.

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  1. ChrisH

    Naja, so eine virtuelle Konferenz kann ich mir nur vorstellen wenn die Kollegen sich als eine Art Hologramm im Raum befinden. Nur bis wir da angekommen sind wird es noch lange benötigen. Ansonsten sehe ich zu Videos der Kollegen im Teams keinen Vorteil einer VR Brille außer man sieht sich gemeinsam virtuelle Bauteile im Homeoffice an. Aber dafür müssen die Kollegen nicht als Avatar dabei sein.

  2. Johannes

    Second Life lässt grüßen. Hahaha. AR wird in Zukunft sehr wichtig, aber VR bleibt meiner Meinung nach ein Nischenthema (evtl. mehr Nischen als aktuell, aber Nischen).

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