• Verkauf untersagt: Flixbus sperrt Gutscheine

    Flixbus sperrt Gutscheine proaktiv, falls das Unternehmen mitbekommt, dass diese verkauft werden sollen. Passt also lieber auf, was ihr auf Social-Media-Plattformen oder eBay Kleinanzeigen veröffentlicht.

    Als Entschädigung für eine stornierte Fahrt, hatte Flixbus einem seiner Kunden einen Gutschein ausgestellt. Das passiert andauernd. Der Flixbus-Kunde wollte diesen Gutschein nun weiterveräußern, und zwar über eBay Kleinanzeigen, da seine Stammstrecke nicht mehr bedient wird. Ein Fehler wie sich herausstellte.

    Wer eBay Kleinanzeigen kennt weiß, da kommen mitunter lustige, aber auch dreiste Angebote zum Vorschein. Das fand auch Tobias, der einige dieser Nachrichten über seinen privaten Twitter-Account veröffentlicht hat. Daraufhin hat Flixbus den Gutschein (über 50 € Wert) gesperrt.

    Die Sperrung hat man Tobias auch per Tweet mitgeteilt.

    Bemerkenswert ist hier, auch wenn Flixbus auf Basis der eigenen AGB handelt, dass man anhand (öffentlich?) einsehbarer Daten die Sperrung vorgenommen hat. Ich habe Tobias diesbezüglich kontaktiert und er berichtet:

    Ich vermute sie haben anhand der Screenshots nach der Anzeige bei eBay-Kleinanzeigen geguckt, dort ist im Screenshot der Wert und das Ablaufdatum zu sehen, haben dann im System nach dem Gutscheinwert und dem Ablaufdatum des Gutscheins geschaut und den Gutschein dann gesperrt.

    Anders kann das nicht abgelaufen sein, weil man Profil keine direkten/einfachen Rückschlüsse auf meinen Realnamen zulässt.

    Die entsprechende Passage in den AGB von Flixbus lautet übrigens wie folgt.

    4.3.4 Eine gewerbsmäßige Nutzung, insbesondere der Weiterverkauf von Gutscheinen ist untersagt und wird durch FlixMobility mit Sperrung der Tickets und /oder Schadensersatzansprüchen sanktioniert.

    Eine „gewerbsmäßige Nutzung“ liegt meines Erachtens nicht vor, wenn eine Privatperson einmal einen Gutschein verkauft.

    Ich fand einfach, das solltet ihr wissen.

    Update: Mir liegt inzwischen eine Kopie der E-Mail vor, über die der Gutschein ausgestellt wurde. Darin wurde nicht auf die AGB verwiesen oder in irgend einer Form erwähnt, dass diese für den Gutschein Gültigkeit haben. Auch gab es sonst keinen Hinweis zum Wiederverkauf.

    Update 2: Tobias hatte in der Vergangenheit schon einmal über Twitter Kontakt mit Flixbus und deren Support. Es könnte durchaus auch sein, dass darüber eine Zuordnung zum Kundenaccount und somit die Sperrung des Gutscheins erfolgte.

    Update 3: Flixbus würde den Gutschein wieder aktivieren, wenn Tobias die Anzeige offline nimmt. Das Witzige daran: Das müsste er ja eh, er hat ja nun nichts mehr zu verkaufen.

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