• VW, BMW, Daimler und Co: Investitionen mit Fokus auf Elektromobilität

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    Eine aktuelle Studie und Analyse von EY zeigt, dass die Investitionen der großen Autohersteller insgesamt betrachtet zurückgegangen sind. Waren es im Jahr 2017 noch 26,7 Milliarden Euro für 156 Investitionsprojekte, so lag die Summe im letzten Jahr bei 22,4 Milliarden Euro für insgesamt 118 neue Projekte.

    Investitionen: China, Indien und Elektroautos

    Viele Investitionen fließen derzeit nach China (6,1 Milliarden Euro) und Indien (3,8 Milliarden Euro), aber vor allem bei einem Bereich hat sich die Zahl 2018 fast verdoppelt: Elektromobilität. 8,4 Milliarden Euro wurden 2018 investiert, im Jahr davor waren es noch 4,3 Milliarden Euro und im Vergleich zu 2016 hat sich die Summe im letzten Jahr sogar mehr als verachtfacht.

    Spitzenführer war 2018 Daimler, gefolgt von BMW, wobei Volkswagen seinen größten Teil der Investitionen schon in den Jahren davor getätigt hat. Die hohe Summe kommt also vermutlich auch deshalb zustande, weil VW schon etwas früher in diesen Bereich investiert hat. Man belegte 2018 Platz 3.

    Elektromobilität: Wette auf die Zukunft

    Die Hersteller gehen damit laut EY eine teure Wette ein, denn der Fokus auf einen Bereich (Elektroautos und Hybrid-Modelle) ist teuer und relativ einseitig. Falls der Markt nicht anläuft, dann könnte das problematisch werden, da man die Summe der Investitionen wieder einholen muss. Kurzfristig wird das teuer und daher wird in Zukunft wohl noch mehr gespart werden müssen.

    Eine große Herausforderung ist auch, dass Elektroautos aktuell mit dem Verkauf von Benzinern finanziert werden müssen. Falls sich die Kunden entscheiden, weder das eine noch das andere zu kaufen und lieber zu warten, dann könnte das schwierig werden, denn man benötigt einen fließenden Übergang.

    Bmw Ix3 Concept Elektro

    BMW iX3 Elektroauto (Konzept)

    In den kommenden Jahren dürfte der Gewinn der Autohersteller sinken, denn das Marketing für einen solchen Wandel kostet ebenfalls mehr Geld. Das wird eine spannende Zeit für den Automarkt und nicht nur die Technologie für den Antrieb wird hier entscheidend sein, auch Dinge wie autonomes Fahren oder Sharing sind wichtig und nicht gerade günstig in der Entwicklung.

    Die Top 3 werden übrigens von den deutschen Autoherstellern angeführt, auf Platz 4 folgt dann die Renault-Gruppe, die 2018 jedoch nur ein Viertel von VW (Drittplatzierter mit gut 3 Milliarden Euro) investiert hat. Die Wette auf die Zukunft kann aufgehen und negative Folgen für die haben, die nicht früh genug in den Bereich investiert haben. Doch das muss man dann erst beobachten.

    Ich weiß, es ist eine andere Branche, aber der Smartphone-Markt hat in den letzten 10 Jahren auch einen großen Wandel erlebt. Meine Vermutung ist, dass es bei der Automobilbranche im kommenden Jahrzehnt ähnlich sein wird.

    Wobei ich vermute, dass es dort ein kleines bisschen länger dauert. Auf der anderen Seite gibt es hier aber den „Nachteil“, dass man sich nicht alle 1-2 Jahre ein neues Auto kauft, wer also den Anschluss verpasst, der wird wohl keine Chance mehr haben, um das schnell wieder auszugleichen.

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