Smarte LED-Lichter: MiPow Playbulb Sphere und Comet ausprobiert

MiPow Playbulb Sphere

Nachdem ich im letzten Jahr bereits die Playbulb Candle ausprobieren konnte, hatte ich aktuell neue Produkte von MiPow in den Fingern.

Mit Sphere und Comet erweitert das Unternehmen seine Serie an smarten Leuchtmitteln. Dabei bleibt man der Grundidee der Candle treu und adaptiert diese auf weitere Produkte. Beim Sphere handelt es sich um einen gläsernen „Leuchtball“, der drahtlos geladen werden kann und der Comet erweitert die Serie um einen flexiblen LED-Leuchtstreifen.

Playbulb Sphere

Die Playbulb Sphere schaut erstmal ziemlich schlicht aus. Der runde Glasball mit ca. 15 cm Durchmesser kommt mit einem kleinen Dock daher, welches das Gadget drahtlos lädt. Das Dock verfügt über eine LED-Anzeige und einen USB-Anschluss. Die Leuchtdauer beträgt bei einer Batteriekapazität von 700 mAh (3,7 V / 2,59 Wh) und einer LED-Leistung von 40 mW bis zu 10 Stunden.

Neben der Steuerung per App, zu der ich gleich noch etwas mehr sage, kann die Playbulb Sphere auch per direktem Kontakt gesteuert werden. Einmal über den kleinen Powerknopf auf der Unterseite aktiviert, reicht ein kleiner Klaps auf die Milchglaskugel, um einen Farbwechsel herbeizuführen. Dies geht bis hin zu einem schnellen automatischen Farbwechsel. Für mehr Optionen benötigt man die Software.

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Playbulb Comet

Der Playbulb Comet ist ein zwei Meter langes, mit 60 RGB Farb-LEDs und zusätzlich 60 warmweißen LEDs bestücktes Lichtband. Das ist so flexibel, dass es in beliebigen Formen genutzt werden kann. Die Montage ist dank dem angebrachten 3M-Klebeband möglich, wobei dies natürlich bei schwierigen Formen an seine Grenzen stoßen kann.

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Die LEDs sind alle mit einer Art flexiblem durchsichtigen Silikon überzogen, das ist mittlerweile üblich bei diesen Lichtbändern. Der Anschluss erfolgt (leider) per Netzteil. Hier hätte ich mir einen (optionalen) Betrieb per USB gewünscht. Dafür zieht das Band eventuell zu viel Strom, wobei die Lichtleistung bei etwa 10 Watt liegt.

Nach ein paar Experimenten hinter meinem TV habe ich das Playbulb Comet an meinem Arbeitsplatz angebracht. An meinem Varidesk Pro Plus 36 gibt es eine Strebe, um die sich das Comet perfekt wickeln lassen hat. Die Enden habe ich mit kleinen Kabelbindern befestigt. So kann es nicht verrutschen und mein Arbeitsplatz wird nach meinen Vorstellungen stets indirekt und in jeder beleidigen Farbe sowie Helligkeit beleuchtet. Der Tipp kam ursprünglich von meinem Optiker, um die Müdigkeit beim Arbeiten vorm Computer zu verringern. Erstaunlich wie gut das klappt.

Möglichkeiten und die App

Nachfolgende Informationen beziehen sich auf beide Produkte bzw. auf sämtliche Artikel der Playbulb-Serie.

In der App, die sich per Bluetooth 4.x verbindet, kann jedes Playbulb-Produkt einzeln gesteuert werden, es gibt aber auch eine Gruppenfunktion, die bis zu 5 Geräte gleichzeitig ansteuert. Das Programm an sich ist okay, aber es hat sich seit ca. einem Jahr auch nicht wirklich etwas getan. Notifications durchschleifen ist leider weiterhin nicht möglich und die iOS-Version lässt immer noch eine Anpassung für Geräte mit größerem Display vermissen.

PLAYBULB X
Preis: Kostenlos
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In der Theorie können durch gezielte Farbmischung 16 Millionen Farbmöglichkeiten eingestellt werden, in der Praxis ist das allerdings natürlich nahezu unmöglich. Das ist nicht weiter wild, denn man kann wirklich viele Farbtemperaturen nach seinen Vorlieben definieren.

Der Farbverlauf in der App macht eine gezielte Konfiguration der Leuchtfarbe schwierig, da er meines Erachtens nicht immer den Ton trifft, der gewünscht ist. Auf einem Display schaut die Farbe eben anders aus, als sie dann als LED leuchtet. Hier ist Übung gefragt. Praktisch ist auf jeden Fall die Möglichkeit, ein Bild mit der Kamera des Smartphones aufzunehmen bzw. eines aus der Galerie zu wählen, um dann mit einem kleinen Farbwerkzeug die Farben auf dem Bild nachzustellen. Es lassen sich Szenen anlegen und auch zu gewählter Musik leuchtet die Playbulb.

Weiterhin vorhanden sind eine Dimmfunktion, eine frei anpassbare Leuchtstärke, ein Schüttelmodus, Kerzeneffekt, Flasheffekt, Fadingeffekt, pulsierendes Licht und zwei Rainboweffekte. Auch ein SecurityTimer, der das Licht zu zufälligen Zeiten einschaltet, ist vorhanden. Hervorheben möchte ich wieder den Timer, der es zu einer bestimmten Uhrzeit ermöglicht, gewisse Effekte zu starten. Damit werden die Playbulbs zum Beispiel zum Aufwachlich. Das funktioniert auch, wenn der Timer einmal programmiert wurde und dann keine Verbindung mehr zum Smartphone besteht.

Wer es nerdig mag, schaut sich mal das Candle Bluetooth Codelab bei Github an. Dort findet man eine Lösung, wie man über Web Bluetooth eine Playbulb steuern kann.

Fazit

Die Playbulb Sphere ist für mich „nice to have“. Sie schaut gut aus, bietet alle üblichen Playbulb-Funktionen und lässt sich portabel sowie stationär betreiben. Mit knapp 50 Euro ist sie nicht ganz billig, dafür besteht sie aus echtem Glas und hat in ihrer speziellen Nische so gut wie keine Konkurrenz. Wer also vor allem Wert auf die Optik liegt, ist bei diese Produkt richtig.

Das Lichtband Playbulb Comet hat mich voll überzeugt. Es hat nicht nur eine satte Leuchtkraft mit allen möglichen Farben, sondern durch die flexible Form sind die Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig. Als Beleuchtung am Arbeitsplatz ist es für mich genial, wobei es sich sicher an vielen Orten gut machen würde. Ich würde mir hier noch eine kürze Version (ca. 1 Meter wäre gut) mit USB-Betrieb wünschen. Leider wird das Comet (noch) nicht hierzulande verkauft bzw. ist nur per Importeur für um die 70 Euro erhältlich. Das dürfte sich in Kürze aber ändern.

Die App bietet vielfältige Möglichkeiten und funktioniert immer noch tadellos. Ein Update mit der Anbindung an Onlinedienste und einer Anpassung an größere Displays (iOS) wäre dennoch sehr wünschenswert.

 

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