Sony: Audio- und Videosparte werden ausgelagert

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Der angeschlagene japanische Elektronik-Konzern Sony wird im Kampf gegen die roten Zahlen nach der Notebook- und der TV-Sparte nun auch die entsprechenden Video- und Audio-Bereiche auslagern. Die Zukunft der Smartphone-Abteilung ist ebenfalls ungewiss.

Dass Sony schon seit längerem nicht mehr allzu gut dasteht, dürfte in letzter Zeit klar geworden sein. Mit einer Abspaltung des TV- und Notebook-Geschäfts versuchte man eine schlankere Struktur sowie kürzere Entscheidungswege zu schaffen.

Desweiteren stieß man mit diesem Schritt die ersten verlustbringenden Geschäftsbereiche ab, denen gegenüber beispielsweise die Playstation- sowie die Sony Pictures-Sparte stehen. Nun, da man für das im März zu Ende gehende Geschäftsjahr weiterhin einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro erwartet, werden auch die Audio- und Video-Bereiche den Hauptkonzern verlassen müssen. Die Sparte „Video & Sound“ will der CEO Kazuo Hirai bis Oktober in ein eigenständiges Tochterunternehmen abspalten.

Ungewiss sei zudem die Zukunft der Smartphone-Abteilung, da diese in letzter Zeit extrem hohe Verluste einfahren musste. Ganze 1,6 Milliarden Euro sollen im bald endenden Geschäftsjahr als Verlust verzeichnet worden sein.

Sollte man die Smartphone-Sparte zukünftig auch noch abspalten, würden die Bereiche Playstation und Sony Pictures die größten verbleibenden darstellen. Desweiteren dürfte die Produktion der Bildsensoren für Smartphones bestehen bleiben, da diese beispielsweise im iPhone zum Einsatz kommen.

Schlussendlich dürften die Gründe für Sonys Zahlen sehr vielschichtig sein, wobei die Smartphone-Sparte vermutlich das größte Minus einfährt. Dennoch sind die Umstrukturierungsmaßnahmen selbstverständlich vonnöten und zumindest wird vorerst auch von keinem Verkauf der Audio- und Video-Sparte gesprochen. Mal sehen, wie es bei den Japanern in Zukunft weitergehen wird.

Quelle: Sony via: Heise

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