Kein Cross-Play mit der PlayStation 4: Sonys schlechtes Argument

Cross-Play war ein Thema im Rahmen der E3 in Los Angeles. Nur Sony scheint nicht so begeistert von der Entwicklung zu sein und blockt weiterhin ab.

Mit Rocket League und Minecraft wird es demnächst zwei neue Spiele geben, die man als Besitzer einer Xbox One auch gegen Besitzer einer Nintendo Switch spielen können wird. Auch PC- und Mac-Besitzer sind bei Minecraft eingeladen. Stellt sich nur die Frage: Was ist mit Sony und der PlayStation 4? Das Unternehmen bockt.

Man habe einen Vertrag mit den Spielern, so Sony in einer Stellungnahme. Man muss aufpassen, welche Inhalte im eigenen Ökosystem auftauchen. Sony geht sogar so weit, dass man das Argument „Kinder“ in den Raum wirft:

Exposing what in many cases are children to external influences we have no ability to manage or look after, it’s something we have to think about very carefully.

Ryan, Sony

Interessant, denn besucht man mal die Spiele-Seite von PlayStation, dann Waffen und Kampfszenen wohin das Auge reicht. Das Argument, dass Sony die Kinder nun vor Minecraft und einem Autospiel schützen muss, wirkt das schon lächerlich.

Microsoft wettert öffentlich gegen Sony

Phil Spencer von Microsoft ist ebenfalls von Sony enttäuscht und gibt dennoch an, dass die Türen für Cross-Play mit Xbox-Nutzern offen stehen. Die Aussage ist ganz klar: Sony ist Schuld, dass die PS4-Nutzer ihre Spiele nicht mit anderen Spielern auf der Welt spielen können. Sony möchte weiterhin das geschlossene System.

The fact that somebody would kind of make an assertion that somehow we’re not keeping Minecraft players safe, I found — not only from a Microsoft perspective, but from a game industry perspective — like, I don’t know why that has to become the dialogue. Like, that doesn’t seem healthy for anyone.

Phil, Microsoft

Die Wahrheit dürfte wohl eine andere sein. Es ist ein Wettkampf zwischen Sony, Microsoft und womöglich auch Nintendo. Sony hat Angst, dass mit dieser Option die Spieler zu einer Xbox oder Switch wechseln könnten. Microsoft dürfte mit dieser Strategie natürlich auch so eine Entwicklung im Auge haben. Sonst würde man Sony öffentlich nicht so sehr an den Pranger stellen und schlecht reden.

Am Ende leidet der Nutzer unter diesem Wettstreit der großen Konzerne. Für die ist es nicht leicht zu entscheiden, wie sehr man ein Ökosystem öffnen kann. Was aber Blödsinn ist sind Argumente wie Sony sie nennt. Wenn man sich schon gegen diese Strategie entscheidet, dann sollte man auch klar dazu stehen und bei Spielen wie Minecraft und Rocket League den Schutz der Nutzer in den Vordergrund stellen.

Für die Gamer hoffe ich, dass die Unternehmen sich einigen können, denn ich finde den Gedanken gut, dass ich ein Spiel gegen jeden Spieler spielen kann, egal welche Konsole er besitzt. Mal schauen, wie es hier in Zukunft weiter geht.

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