Splatoon 2 für die Nintendo Switch im Test

Nintendo wird mit Splatoon 2 diese Woche ein weiteres Blockbuster-Spiel für die Switch ins Rennen schicken. Ich konnte es mir vorab anschauen.

Bei Nintendo verfolgt man eine klare Strategie für die ersten Monate der Switch: Ein Blockbuster-Spiel pro Monat. Mindestens. Los ging es direkt zum Start im März mit Zelda, dann folgte Mario Kart 8 Deluxe im April, im Mai war es etwas ruhiger, im Juni gab es Arms und jetzt im Juli ist Splatoon 2 das Highlight für Nintendo.

Der erste Teil von Splatoon erschien 2015 für die Wii U und konnte nicht nur einige Preise einheimsen, sondern verkaufte sich auch gut. Zumindest so gut, wie es eben für ein Wii U-Spiel möglich war. Für Nintendo war es nach langer Zeit mal wieder ein Spiel, welches ohne die bekannten Helden auskam und trotzdem populär wurde.

Als man mit der Planung für die Switch begann stand wohl schnell fest, dass man an diesem Erfolg anknüpfen und das Spiel auch hier populär machen möchte. Man hat die Grafik verbessert und neue Inhalte entwickelt. Das Spiel kostet knapp 60 Euro und kann bei Amazon vorbestellt werden. Es erscheint am 21. Juli.

Splatoon 2: Fazit in Video-Form

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Splatoon 2: Multiplayer-Modus macht Spaß

Ich habe im Vorfeld gelesen, dass sich Splatoon 2 stark wie Splatoon anfühlt, kann das aber nicht beurteilen, da ich Splatoon nicht gespielt habe. Ich war jedoch auf dem Preview-Event überrascht von Splatoon 2 und habe es ehrlich gesagt immer etwas unterschätzt. Optisch sieht das Spiel nämlich ein bisschen „kindisch“ aus.

Das ist es aber nicht, es besitzt sogar sehr viel Tiefe. Man kann Waffen, Klamotten und andere Dinge kaufen und die haben nicht nur einen optischen, sie haben auch einen taktischen Effekt. Kleidung kann zum Beispiel dafür sorgen, dass man nach dem Tod schneller wieder zurück auf dem Spielfeld ist.

Ziel vom Standard-Mehrspieler-Modus in Splatoon 2 ist es auf einer Karte so viel Fläche wie möglich mit der eigenen Farbe einzufärben. Es treten dabei zwei Teams mit jeweils vier Spielern an. Das ist im Grunde schon alles. Simpel und schnell zu verstehen. Trotzdem macht es auch nach mehreren Stunden noch Spaß.

Nintendo hat aber nicht nur viel Abwechslung in das Spiel gepackt und, man will mit Events wie dem Splatfest (ich konnte am ersten aus Zeitgründen nicht teilnehmen) das Interesse am Spiel aufrecht halten. Doch auch neue Modi wie der Salomon Run, wo man mit anderen Spielern gemeinsam antritt, sorgen für Abwechslung.

Eine gute Übersicht der ganzen Maps, Waffen und Klamotten spare ich mir, das würde den Rahmen sprengen. Einen kleinen Einblick bekommt ihr bei Nintendo.

Ich habe das Spiel bis jetzt nur knapp zwei Wochen gespielt, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ich es immer mal wieder spielen werde. Aktuell bin ich auch noch weit davon entfernt wirklich alle Inhalte gesehen und freigeschaltet zu haben. Und Nintendo wird sicher auch noch eine ganze Weile neue Inhalte mit Updates liefern.

Doch ein Punkt muss bei Splatoon 2 glaube ich auch ganz klar erwähnt werden.

Splatoon 2: Bescheidener, aber guter Singleplayer-Modus

Das Spiel ist meiner Meinung nach ein reines Multiplayer-Spiel. Es gibt zwar einen durchaus unterhaltsamen Singleplayer-Modus, doch den hat man recht zügig durch und er ist definitiv keine 60 Euro wert. Ich fand diesen Modus aber gut, um sich an das Spiel zu gewöhnen und damit vertraut zu machen.

Wer jedoch hofft, dass er hier ein Spiel für viele Offline-Singleplayer-Stunden bekommt, der wird enttäuscht sein. Es gibt auch keine Option für Bots, auch der Multiplayer-Modus ist darauf ausgelegt, dass nur gegen echte Menschen spielt. Computer-Gegener hätten dem Spiel vielleicht auch noch gut getan.

Der Multiplayer-Modus ist abwechslungsreich und dürfte für viele Stunden Spaß sorgen, doch das ist ein Faktor, der mir beispielsweise sehr wichtig ist. Es gibt sicher auch einige, welche die Switch portabel und größtenteils offline nutzen.

Splatoon 2 kann man übrigens in allem Modi spielen, wobei der Tisch-Modus der Switch (allgemein) immer noch nicht mein Fall ist und das Spiel meiner Meinung nach auf einem großen TV deutlich mehr Spaß, als im Handheld-Modus macht.

Splatoon 2: Steuerung braucht eine Weile

Die Steuerung von Splatoon 2 ist gut, aber ihr sind natürlich die Grenzen einer Konsole gesetzt. Was heißt das? Einen Shooter steuert man meiner Meinung nach besser mit einem PC und einer Maus. Aber bei Splatoon 2 muss man auch nicht so präzise, wie bei anderen Shootern sein, daher passt das hier ganz gut.

Ich habe einige Partien gebraucht, bis ich gut damit klar kam. Und ich glaube auch jetzt beherrsche ich die Steuerung noch nicht perfekt. Vor allem im Liegen und mit der Bewegungssteuerung zum Zielen ist es nicht immer leicht. Ein Spiel wie zum Beispiel Battlefield würde ich vielleicht nicht mit einem Joystick steuern wollen, doch da die Waffen in Splatoon 2 sowieso großflächig schießen passt das hier.

Splatoon 2: Technik von gestern

Einen Kritikpunkt habe ich: Bei Multiplayer-Spielen chattet man vielleicht auch mal mit anderen Spielern. Nicht nur via Text, sondern auch per Sprache. Das ist im Spiel selbst nicht direkt möglich. Es wird über eine App auf dem Smartphone realisiert, welche allerdings erst jetzt am kommenden Freitag erscheinen soll.

Dieser technische Schwachpunkt der Switch wird hier leider sehr deutlich. Es müsste eigentlich möglich sein ein Bluetooth-Headset mit der Switch zu koppeln und dann mit einem eingebauten Chat über Sprache mit anderen zu kommunizieren. Das ist es aber leider nicht. Das liegt nicht am Spiel, sondern der Switch.

Falls ihr Splatoon auf der Wii U gespielt habt, dann habe ich ein Video für euch:

Splatoon 2: Das Fazit

Splatoon 2 ist ein Spiel, das mich positiv überrascht hat. Das habe ich schon beim Preview-Event bemerkt und auch bei der Demo hat es Spaß gemacht. Die finale Version hat diesen Eindruck nur bestätigt. Es ist abwechslungsreich und besitzt genug Tiefe, damit es nicht langweilig wird. Ob es so bleibt wird sich zeigen, aber ich könnte mir mehrere Monate Spielspaß damit vorstellen.

Mit Blick auf das Lineup der Nintendo Switch gibt es für mich eine Kaufempfehlung für Splatoon 2. Mir hat es auch deutlich besser, als Arms gefallen. Auch wenn es ein anderes Spiel (Kampf vs Shooter) ist. An die Steuerung musste ich mich relativ lange gewöhnen, was aber bei Shootern ohne Maus normal bei mir ist.

Mein aktuelles Ranking für die Switch lautet: Zelda BOTW, Mario Kart 8 Deluxe und dann kommt (vermutlich bis Ende Oktober) Splatoon 2. Wem diese Art von Spiel gefällt, der bekommt bei Splatoon 2 definitiv einiges an Spielspaß geboten.

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Wertung des Autors
Oliver Schwuchow bewertet Splatoon 2 Nintendo Switch mit 4.5 von 5 Punkten.

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