Starship: Metro Group und Hermes testen autonomen Liefer-Roboter

Foto © Starship

Die Metro Group und auch der Lieferdienst Hermes haben Interesse an einem Zustell-Roboter von der Firma Starship. Aus diesem Grund hat man das autonome Gefährt aktuell getestet.

Der Handelskonzern Metro hat auf dem Gelände der Düsseldorfer Zentrale das kleine Lieferfahrzeug ausprobieren können und schien recht angetan gewesen zu sein. Ebenso ging es dem Logistikdienstleister Hermes Germany. In einem entsprechenden Video ist der Roboter in Aktion zu sehen.

Bereits im kommenden Jahr möchte die Firma Starship einen kommerziellen Service mit dem Roboter starten. Hier gibt man auch Deutschland als interessanten Markt an, hat aber noch keine fixen Pläne zu einem Marktstart. Ein Pilottest von Hermes und Starship Technologies in Deutschland wird im Sommer starten.

Ein Vorteil von Deutschland seien neben der zahlungskräftigen Kundschaft aber auch die guten Straßen und Gehwege sowie Städte ohne zu viel Menschenandrang.

Regulierung als Hürde

In der Praxis können laut Starship 50 bis 100 autonomen Liefer-Roboter bei ihrer Tätigkeit von einem Menschen überwacht werden. So einfach darf der Roboter aber nicht auf deutsche Straßen, denn hierfür wäre eine Ausnahmegenehmigung notwendig. Im Gegensatz zu Österreich, dort dürfe das Gefährt sofort auf der Straße eingesetzt werden.

Die Regulierung ist eine zentrale Hürde für die Geschäftsidee […]

Die Zuladung des Starship-Roboters gibt der Hersteller mit 2 bis 3 Einkaufstüten an, die ein Gesamtgewicht von bis zu 15 kg haben dürfen. Diese könnten dann auf einer Entfernung von rund 5 km transportiert werden.

9 Kameras für Rundumblick

Der Liefer-Roboter ist mit 9 Kameras, GPS und einer Internetverbindung ausgestattet, auf deren Daten auch ein „Aufseher“ Zugriff hat. Auch kann sich ein Mensch über den Roboter mit Passanten oder dem Kunden unterhalten. Auch Bordsteinkanten sollen problemlos bewältig werden können. Nach einer Auslieferung fährt der Roboter für kurze Zeit an eine Ladestation.

Befahren werden ausschließlich Fußgängerwege und andere für Passanten vorgesehene Bereiche wie Fußgängerzonen oder innerstädtische Plätze. Radwege und Straßenfahrstreifen nutzt der Roboter lediglich partiell und nach Rücksprache mit dem Operator, etwa beim Kreuzen von Straßen. Zebrasteifen und Ampelsysteme erkennt das System automatisch.

1 Euro pro Auftrag

Preislich soll der Roboter bei „einigen tausend EUR“ liegen, wobei der Preis sinken soll, wenn mehr Fahrzeuge produziert werden. Die realen Kosten für eine Lieferung (inkl. Netz, Strom und Service) peilt Starship gerade mal bei 1 Euro pro Auftrag an, zumindest, wenn man sich einen Roboter bereits gekauft hat.

Starship Technologies mit Büros in Tallin und London wurde 2014 von den zwei Skype-Mitgründern Janus Friis und Ahti Heinla gegründet.

via dvz / hermes

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