TP-Link Neffos X9 im Test

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TP-Link Neffos X9

Es ist Zeit für unseren Test des TP-Link Neffos X9. Als das Unboxing des TP-Link Neffos X9 vor einigen Tagen live ging, waren die Reaktionen in den Kommentaren eher verhalten. Ich muss zugeben, dass mich die Spezifikationen auch ein wenig abgeschreckt hatten. Die folgenden Zeilen beschreiben meine Eindrücke des günstigen „Einsteiger-Geräts“ Neffos X9.

Die technischen Details zum Neffos X9

  • Display: 5.99 Zoll IPS HD+(1440 x 720) mit 269PPI
  • Prozessor: MTK MT6750 mit 4*Cortex-A53 1.5GHz + 4*Cortex-A53 1.0GHz
  • GPU: ARM Mali-T860MP2 520MHz
  • RAM: 3GB RAM+32GB ROM per MicroSD erweiterbar
  • Kamera: Front 8 Megapixel, Hauptkamera: 13 Megapixel+5 Megapixel
  • W-Lan: Wi-Fi 802.11a/b/g/n, 2.4GHz, 5GHz
  • Konnektivität: Micro USB, Bluetooth: 4.1
  • Akku: 3060 mAh
  • Betriebssystem: Android 8.1 und NFUI 8.0
  • Maße: 159.47 x 76.31mm x 7.85mm bei 168g

TP-Link Neffos X9: Der Lieferumfang

Im Lieferumfang des Neffos X9 finden wir ein Case nebst einer extra Display-Schutzfolie. Dazu noch ein wenig Papierwerk, ein Simkarten-Tool, einem MicroUSB-Kabel, einem Kopfhörer (Klinkenstecker!) und einem Netzteil mit USB-Anschluss.

Zum Smartphone selbst

Das Neffox X9 liegt gut in der Hand und macht mit seinen Akzenten im Gehäuse durchaus was her. Oben und unten sind Metallstreifen eingearbeitet, die für dieses gute Gefühl sorgen.

Die Dual-Kamera ist mittig oben in der Rückseite untergebracht und der LED-Blitz links daneben. Der Fingerabdrucksensor reagiert gut und ist auch gut zu erreichen. Wir finden ihn unterhalb des Kamera-Moduls ebenfalls mittig auf der Rückseite.

Trotz des silbernen Looks ist das Gerät übrigens größtenteils aus Kunststoff und nicht etwa aus Alu oder dergleichen.

Seitlich rechts befindet sich der Powerbutton und die Lautstärkewippe und auf der linken Seite ist der SIM-Slot. Die Oberseite bekam den Klinkenstecker verpasst und die Unterseite die Lautsprecheröffnung und den mittelalterlichen MicroUSB-Anschluss.

Letzterer ist in meinen Augen Mitte 2018 auch in einem Einsteigermodell nicht mehr angebracht und sollte durch Typ-C (wegen mir auch das langsame 2.1) ersetzt werden.

Lautsprechergitter gibt es übrigens gleich zwei, also rechts und links. Allerdings ist nur das rechte Gitter für einen Lautsprecher gedacht. Links ist dann vermutlich das Mikrofon dahinter versteckt. Klanglich haut mich der Speaker nicht vom Hocker. Der Ton ist vom (wie normal üblich) fehlenden Bass auch in den Mitten und Höhen nicht wirklich toll ausgearbeitet. Ich meine für mal ein Youtube-Video reicht das, aber mehr sicher nicht.

In Sachen Display packt TP-Link ein FullVIEW 5.99 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 1440 x 720 Pixeln ins Paket. FullView ist in meinen Augen dabei etwas irreführend, da wir keinesfalls schmale Displayränder vorfinden, sondern maximal ein schickes 18:9 Bildschirmverhältnis zu sehen bekommen. Ober- und Unterhalb des Displays sind dagegen dicke Balken vorhanden.

Die Auflösung geht dabei in meinen Augen für ein Gerät in dieser Klasse absolut in Ordnung. Auch die Blickwinkel geben keinen Grund zur Kritik. In Sachen Software gibt es den heute üblichen Augenschutzmodus für die Nacht zu finden. Hier kann dann automatisch das Display für eine dunkle Umgebung angepasst werden. Dazu später dann noch einen Screenshot.

Es wird Zeit die Performance zu testen. Beim hin- und herblättern über den Homescreen konnte ich keine groben Ruckler ausmachen, aber wenn wir ans eingemachte gehen, kommt der Octacore Mediatek MT6750 mit seiner Mali T860 GPU dann doch schnell an seine Grenzen. AnTuTu haut einen Benchmark-Wert von knapp 54.000 Punkten raus:

Neffos X9 Antutu

Dieser Wert ist dann doch so niedrig, dass er sich selbst an Ladezeiten auch nur etwas anspruchsvollerer Apps bemerkbar macht. Auch scrollen durch Twitter oder Facebook klappte nicht ohne Ruckler.

Dem Mediatek Prozessor steht ein 3060 mAh Akku zur Seite. Eine Bewertung ist dabei allerdings nicht so einfach. Jeder nutzt das Smartphone anders. In meinem Fall reichte mir der Akku über den Tag. Das aber nur sehr knapp.

Wer weniger mit dem Smartphone arbeitet, dürfte aber keine Probleme mit der Tagesration Energie haben. Vom MicroUSB-Anschluss zum laden des Akkus möchte ich dann ehrlich gesagt 2018 fast schon nicht mehr anfangen.

Die Kameras sehen auf dem Papier wichtig aus, aber in der Realität bekam ich nur bei wirklich optimalen Lichtverhältnissen damit auch ordentliche Fotos hin. Sobald irgendwas nicht passt und hier oder da zuviel Sonne oder zu wenig Licht ist, wird das Bild nichts mehr. Da hilft auch ein Pro-Modus nicht sehr viel weiter.

Filter gibt es in der Kamera-App durch einen Wisch von der rechten Seite rein. Zeitlupe, Zeitraffer und dergleichen sind ebenfalls mit an Bord.

Wie immer bekommt ihr ein paar Fotos, welche mit dem Neffos X9 geschossen wurden in eine Google + Galerie gepackt:

Der letzte Bereich soll von der Software handeln. Vorinstalliert ist auf dem Neffos X9 Android 8.1.0 mit der hauseigenen Oberfläche NFUI 8.0. Selbige ist im Grunde ein schicker Skin bzw. Theme, welcher die Oberfläche mit hellen Elementen versorgt. Die Quicktoggles oder die Einstellungen beispielsweise sind sehr übersichtlich und wirken zwar teils auch ein wenig kitschig aber trotzdem nicht weniger übersichtlich.

An Bloatware konnte ich nicht viel feststellen. Clean Master ist beispielsweise installiert und kann problemlos deinstalliert werden. Als Tastatur ist TouchPal 2018 vorinstalliert, aber natürlich kann auch hier aus den zahlreichen Alternativen im Playstore gewählt werden. Sehr nice, finde ich die Steuerung.

So ist im Neffos X9 eine Gestensteuerung wählbar, weile Gesten wie hochwischen für Home und von rechts reinwischen für Zurück bietet.

Ein paar Screenshots aus dem Alltag für einen besseren Eindruck:

Fazit zum TP-Link Neffos X9

Alles in allem bin ich vom Neffos X9 nicht komplett begeistert. Es gibt in diesem Preissegment (knapp 210,- EUR bei Amazon) noch viele Mitbewerber, die eine Entscheidung für das Neffos X9 nicht unbedingt erleichtern.

Die Verarbeitung des TP-Link Neffos X9 gibt kaum Grund zur Kritik, aber die verwendete Hardware hätte hier und da schon ein bisschen besser (oder eher neuer?) sein können.

Vielen Dank an TP-Link für die Bereitstellung des Neffos X9. Das Gerät geht im Anschluss an diesen Test wieder zurück.

Wertung des Autors
Michael Meidl bewertet TP-Link Neffos X9 mit 2.5 von 5 Punkten.

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