„Überraschung“: Smartphone ist meistgenutztes Gerät für den Internetzugang

Bild: Pixabay / JESHOOTS

Es ist eine Entwicklung die absehbar war: Das Smartphone hat 2016 den Laptop als meistgenutztes Gerät für den Internetzugang abgelöst.

Eine Online-Studie der Projektgruppe ARD/ZDF-Multimedia, die bereits seit 1997 jährlich Daten zur Internetnutzung auswertet, bringt uns dieses Jahr interessante Erkenntnisse zum Stellenwert, den Smartphones mittlerweile innerhalb der Bevölkerung erreicht haben.

Sie stützt sich auf eine Basis von 1508 befragten Personen ab 14 Jahren und ist für die deutschsprachige Bevölkerung repräsentativ. Sie wurde durchgeführt im Zeitraum vom 21. März bis 08. Mai 2016 und ist folgendermaßen gewichtet: 60 % der Befragten besitzen einen Festnetzanschluss und 40 % einen Mobilfunkvertrag.

Die grundsätzlichen Erkenntnisse der Studie lauten:

  • 2016 ist die Internetnutzung stärker als in den Vorjahren angestiegen
  • Erstmals verbringt man durchschnittlich mehr als 2 Stunden täglich im Internet
  • Das Smartphone löst den Laptop als das bevorzugtes Surf-Gerät ab

Die Leser dieses Blogs dürfte die Tatsache nicht überraschen: Das Smartphone ist die treibende Kraft für die stärker werdende Internetnutzung. Jeder kennt das, kurze Wartezeiten, beispielsweise beim Arzt oder am Bahnhof, überbrückt man mit dem Smartphone. Mal eben Nachrichten lesen, Mails oder seine sozialen Netzwerke checken – das ist ja schnell gemacht.

Zwei Drittel der Bevölkerung gehen mittlerweile mit dem Smartphone ins Netz. In der Gruppe der 14- 29 jährigen nutzt nahezu jeder den täglichen Begleiter zum Surfen. Dieses Jahr überholt das Smartphone damit den Laptop als meistgenutztes Gerät. Im Vergleich zum Vorjahr wächst dessen Nutzung um 14% und erreicht nunmehr einen Anteil von 66%. Der Laptop rangiert mit 57% dahinter.

Auch wir bei mobiFlip.de können dazu etwas sagen: In den letzten 30 Tagen hatten wir hier im Blog 63,77% der Zugriffe von mobilen Endgeräten aus, nur noch 26,84% vom Desktop aus und 9,39% von Tablets.

Kommunikation und Mediennutzung vorne

Generell gilt, je jünger man ist, desto mehr Zeit verbringt man im Internet. Und die auch zunehmend unterwegs. 57% der Nutzer gehen mobil online.

Einen enormen Zuwachs gab es dann auch bei der mobilen Nutzung des World Wide Web unterwegs. Obwohl die Bundesrepublik im internationalen Vergleich eher so „meh“ mit öffentlichem WiFi oder ausreichend voluminösen Datenverträgen ausgestattet ist, gehen 28% der Bevölkerung täglich unterwegs online. Kann man sich auch gut vorstellen die Zahl, wenn man sich morgens im Zug, Bus oder S-Bahn so umschaut. Verglichen mit dem Vorjahr liegt der Zuwachs bei beachtlichen 10%. Die Gruppe der unter 30jährigen ist natürlich auch hier stärker vertreten und zwar mit 64%.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die überwiegende Nutzung des Netzes, im Bereich Kommunikation (39%) und Medien liegt (25%). Auf die Mediennutzung entfallen täglich 34 Minuten, 11 Minuten davon auf das Ansehen von Videos. Im Vergleich zu 2014 lässt sich in diesem Bereich kein signifikanter Anstieg erkennen und es besteht noch ein beachtlicher Abstand zu der linearen TV-Nutzung. Noch mehr Ergebnisse und die genauen Zahlen der diesjährigen Online-Studie findet ihr hier.

Eine andere Studie aber bescheinigt, gerade den Öffentlich-Rechtlichen, ein erhebliches Defizit, wenn es darum geht mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Das beschreiben die Rechtsprofessoren Dieter Dörr, Bernd Holznagel und Arnold Picot in einem sehr lesenswerten Gutachten. Sie bemängeln darin unter anderem den komplizierten Aufbau und die nicht mehr zeitgemäße zeitliche beschränkte Verfügbarkeit der Sendungen in den Mediatheken der Sender.

Quelle: Tagesschau/Heise/ZDF

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