Vorwerk Kobold SP600 Saugwischer ausprobiert

Vorwerk Sp600 Saugwischer Header

Der Vorwerk Kobold VR200 Saugroboter ist bei uns ein gern gesehener Gast im Blog, wurde hier schon getestet, über die Updates berichtet und sorgt fast täglich bei mir zu Hause für eine saubere Bude. Neu im Sortiment von Kobold (der Staubsauger-Abteilung bei Vorwerk) ist der SP600 Saugwischer, zu dessen Präsentation wir vor einigen Tagen nach Hamburg eingeladen wurden.

Vorwerk Kobold Sp600 Saugwischer Praesentation

Unter anderem erklärte dort in schickem Ambiente Chefdesigner Uwe Kemker (Zweite Person von links – kennen wir schon von der VR200 Präsentation) die Strategie und die grafischen Elemente der Vorwerk/Kobold-Produkte.

In kleiner Runde wurde gequatscht, über Kundenanfragen philosophiert usw. Ganz interessant zu sehen, wie unter anderem solche Anfragen/Kritiken dann später in neue Generationen als Verbesserung einfließen.

Vorwerk Kobold Sp600 Saugwischer Praesentation2

Natürlich wurde uns dort vom Produktmanager Guido Surmund auch direkt das kommende Highlight, der SP600 Saugwischer auf dem VK200 vorgestellt und demonstriert. Heute, fast einen Monat später, war es dann soweit und er wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wer einen Saugroboter nutzt oder generell Hartböden besitzt, die mit einem Staubsauger gereinigt werden, kommt früher oder später nicht daran vorbei die Böden auch heraus zu wischen. Das sind eben zwei nötige Arbeitsschritte. Ein Eimer mit Wischwasser und Reinigungsmittel muss her, der Mop vorbereitet und das Microfasertuch darunter geklemmt werden.

Später wird das Tuch ausgewrungen, wieder aufgesetzt, evtl. der Eimer mit frischem Wasser versehen usw. Mit dem SP600 werden diese zwei großen Arbeitsschritte zu einem möglichst komfortablen Schritt zusammengefasst.

Der SP600 kommt wie auch der Thermomix, der VR200 Saugroboter usw. im frischen und aktuellen Vorwerk-Design daher. Die Geräte sind nicht mehr wie früher fast ausschließlich grün, sondern primär weiß (ein Symbol für Reinheit), ein wenig grau als Kontrast und mit dem grün von Vorwerk als Akzent. LED-Beleuchtungen zeigen die aktuelle Funktion an und signalisieren Bereitschaft oder evtl. nötigen Handlungsbedarf.

Die Verarbeitung ist top und nichts klappert, sondern macht einen hochwertigen Eindruck.

Funktionsweise

Der SP600 wird lediglich auf den VK200 Handstaubsauger (oder den VT300 Bodenstaubsauger) aufgesteckt und ein Microfasertuch eingeklemmt. Dann noch 3ml Reinigungsflüssigkeit mit ca. 250ml Wasser in einen Tank gefüllt und es kann auch schon losgehen. Auf der Unterseite befinden sich vor und hinter dem Microfasertuch die Öffnungen für den Sauger.

Dazwischen wird das Microfasertuch angebracht. Hierfür kann mit einem leichten zurücklehnen des Saugers und einem Tippen mit dem Fuß auf den Hebel die Trägerplatte des Wischmops ausgeworfen werden. Nun kann das neue Microfasertuch ganz einfach aufgeschoben werden und beides zusammen wieder auf den Boden gelegt werden. Mit dem SP600 wieder drüber und abgesenkt und mit einem Klick ist beides fest im SP600 verankert.

Das Tuch wird beim späteren Reinigungsvorgang sozusagen von oben kontinuierlich mit Reinigungsflüssigkeit getränkt. Die Stärke der Reinigung kann in drei Stufen bequem am Handgriff geregelt werden.

Vorwerk Sp600 12 Saugwischer

Das Microfasertuch wird während des Reinigungsvorgangs in oszillierenden Bewegungen (1350 mal pro Minute) über den Boden bewegt und reinigt damit die zuvor gesaugten Stellen. Das Tuch ragt rechts und links leicht über den eigentlichen SP600 heraus, so dass auch wirklich an jeder Stelle bis zum Rand hin gereinigt wird.

Vorwerk Sp600 05 Saugwischer

Dadurch dass der Saugwischer auf einem normalen Handstaubsauger aufgesteckt wird und auch keinen großen Schmutzwasserbehälter etc. hat, ist er nicht dafür vorgesehen große Mengen an Flüssigkeiten aufzusaugen und er würde in diesem Fall sofort in einen Notstopp-Modus gehen und den Reinigungsvorgang beenden. Hierfür sorgt eine Nebenluftklappe und ein Feuchtigkeitssensor.

Die Reinigungsflüssigkeit reichte in meinem Fall für ca. 2/3 der Wohnung bei nebelfeuchter Reinigung (Stufe 1), also grob geschätzt um die 50-60 Quadratmeter. Dann wird der leere Tank vom SP600 mit orangenen Wellen-LEDs angezeigt.

Vorwerk Sp600 09 Saugwischer

Die selben LEDs zeigen die Stärke der eingestellten Reinigung in grünen LED-Wellen (1-3 Stück) an. Der Tank wird ausgeclipst mit Wasser- und Reinigungsflüssigkeit nachgefüllt und schon kann es wieder losgehen.

Falls das Microfasertuch zu schmutzig ist, empfiehlt sich selbiges auch kurz auszuwechseln. Das nächste Tuch wird, wie oben erklärt, aufgeschoben (drei Stück sind im Lieferumfang) und es kann weitergehen.

Die beigelegten Microfasertücher sind Universaltücher für Hartböden, also Fliesen, Parkett etc. Es gibt aber auch noch diverse Spezialtücher, die auf alle Gegebenheiten hin optimiert sind:

  • Kobold MF600 Universal
  • Kobold MF600 Universal Soft
  • Kobold MF600 Parkett
  • Kobold MF600 Dry

Vorwerk Kobold Saugwischer

Uns wurde auf der Vorstellung gesagt, dass die verschiedenen Tücher auch nur in Härtefällen nötig sind, wenn beispielsweise ein Fliesenboden über Jahre hinweg nicht richtig geputzt wurde oder dergleichen. Es ist aber beruhigend zu wissen, dass es einen Plan B gäbe, falls die Reinigung sonst nicht zufriedenstellend verlaufen würde.

Die Tücher selbst sind übrigens auch eine Wissenschaft für sich. Das Garn in dem Microfasertuch ist zusammengesetzt knappe 600 km lang(!) und wurde speziell so verarbeitet, dass es von der Rückseite aus die Reinigungsflüssigkeit gleichmäßig und nebelfeucht auf dem Boden verteilt. Durch die Länge des Garns ist eine große Oberfläche gegeben, welche den Schmutz auffängt.

Für die Freunde der technischen Details

  • Maße: Höhe = ca. 10 cm, Breite = ca. 31 cm, Tiefe = ca. 36 cm (mit liegendem Gelenk), 316 mm Arbeitsbreite
  • Gewicht: 3,5 kg
  • Material: Hochwertiger, recycelbarer Kunststoff
  • Motor: Wartungsfreier DC-Bürstenmotor und wartungsfreier Zahnriemen-Antrieb (Nennleistung 100 W, nur in Verbindung mit Kobold Staubsaugern verwendbar)
  • Leistung:  Spannung 220 – 240 V, 50/60 HZ
  • Wassertank: Integrierter, herausnehmbarer Wassertank mit einem Tankvolumen von ca. 260 ml
  • Geräuschemission: 87 dB(A) re 1 pW Schallleistungspegel mit Kobold VK200 Handstaubsauger in Anlehnung an EN 60704-2-1 auf glatten Fliesen

Nachfüllen des Behälters

Der Behälter mit der Reinigungsflüssigkeit wird an einem grünen Hebel rausgeclipst und kann dann bequem zum Waschbecken transportiert werden. Die Kupplung (sieht aus wie eine grüne Gardena-Verbindung) wird herausgeschraubt und auf der Unterseite bis zur Markierung (3ml) mit Reiniger befüllt.

Anschließend wird der Behälter damit befüllt, der Rest mit Wasser aufgefüllt, der Verschluss wieder aufgeschraubt und der komplette Behälter wieder in den SP600 eingeclipst. Schon kann der Reinigungsvorgang weiter gehen.

Und sonst noch?

  • Die Höhe des Saugwischers beträgt 10cm. Das ist in meinem Fall leider zu hoch, um unter der Toilette durchwischen zu können. Auch das Sofa ist wohl mit geschätzten 9cm leider gerade so niedrig, dass ich mit dem Wischer nicht mehr darunter komme. Alle anderen Bereiche konnte ich aber prima in der Wohnung reinigen.
  • Das Gelenk des SP600 sorgt dafür, dass man auch an sehr schwierige Stellen gelangt.
  • Für mich eines wenigen Mankos wäre definitiv das nötige Stromkabel. Ein Akkubetrieb würde noch einmal mehr Komfort bringen. Wenn ich aber bei manchen ähnlichen Produkten der Mitbewerber lese, dass die nur knapp 30 Min. mit Strom versorgt werden können, dann nehme ich lieber das gute alte Kabel. :)

Vorwerk Sp600 11 Saugwischer

  • Der SP600 wiegt knapp 3,5 kg, was auf den ersten Blick nicht unbedingt federleicht ist. Aber durch die oszillierende Bewegung des Microfasertuchs und das Kugelgelenk lässt sich der Saugwischer im Betrieb wirklich superleicht bewegen.
  • Im Gegenteil zum Vorgänger muss nun das Tuch also nicht mehr manuell getränkt werden und der Wischwassertank ist im Gerät integriert.

Der SP600 in Bewegtbild

Fazit zum Vorwerk Kobold SP600 Saugwischer

Der Vorwerk Kobold SP600 Saugwischer geht aktuell im Set mit dem VK200 für und der EB400 Elektrobürste für 1099,- EUR über die Ladentheke. Das ist natürlich schon eine Hausnummer. Allerdings bezahlt man in meinen Augen auch für die Qualität und den Service. Selbst ein Staubsauger ähnlicher Qualität, aber ohne Elektrobürste und Wischfunktion, aus dem Elektronikfachmarkt ums Eck kostet locker mehrere hundert Euro.

Ich bin mit der Saug-/Wischleistung des SP600 sehr zufrieden und würde ihn definitiv weiterempfehlen. Es machte mir die vergangenen Tage wirklich sogar Spaß, damit die Wohnung in einem Atemzug raus zu saugen und zugleich zu wischen.

In der nächsten Generation bekommen wir dann vielleicht auch noch einen potenten Akku spendiert und benötigen kein Kabel mehr. Damit dürfte der ganze Reinigungsvorgang noch einmal etwas mehr an Komfort gewinnen.

Vielen Dank an Vorwerk für die Bereitstellung der Saugwischerkombination. Falls euch interessiert, wie wir Produkte testen, dann schaut hier vorbei.

Ihr habt Fragen zum Produkt? Schreibt uns gerne in die Kommentare.

Wertung des Autors
Michael Meidl bewertet Vorwerk Kobold SP600 mit 4.0 von 5 Punkten.

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