Was soll denn jetzt noch kommen?

Wir werden regelrecht von unserem Smartphone bedient – eine Art mobiler Butler. Wir laden uns Musik von Amazon MP3 herunter, wir navigieren mit Ovi Maps, lassen mal eben einen Tweet über den nervigen Lehrer/Chef über Tweetie los, wir checken mal eben den Feedreader von unserem Homescreen, wir bekommen Push-Mail direkt aufs Handy, scannen mal eben den Barcode im Media Markt mit barcoo oder woabi, wir haben eben einfach das mobile Internet in der Hand.

Mehr geht nicht, und mittlerweile kann das von Android über iPhone bis Symbian jede Plattform. Das Arbeitstempo wird wegen 1Ghz Prozessoren sowieso immer schneller und eigentlich gibts nichts mehr zu feilen. Mal ehrlich! Hat HTC es mit dem Desire nicht übertrieben? Wer von euch multitasket mit mehr als 6 Apps, außer um seinen Freunden zu zeigen, wie viel Apps in 576 MB RAM passen? Meinetwegen kann Apple ins iPhone OS5 einen Homescreen mit Widgets einführen, Motorola kann ein neuneckiges Android-1.5-Smartphone mit unsigniertem Bootloader bauen und einem so starken CPU und GPU, dass man darauf Windows 7 laufen lassen kann.

Aber ist das eine Revolution, wenn HTC ein Smartphone mit 1,5 Ghz Prozessor und 1 GB RAM vorstellt, mit dem man jetzt noch HD-Videos gucken kann, wenn man  60 Apps im Hintergrund laufen lässt, wenn Nokia ein Handy mit Dual-Xenon Blitz vorstellt, mit dem man doppelt so weit wie eine Maglite leuchten kann, wenn für Symbian ein SDK vorstellt wird, mit dem es so einfach ist Apps zu programmieren, dass jeder, der ein bisschen HTML kann, eine Symbian-Dev werden kann?

Irgendwie habe ich das Gefühl, die Entwicklung steht still, es gibt nichts mehr, was revolutioniert werden kann, man spielt jedes 3D-Game, hat das mobile Internet in der Hand, was soll jetzt noch kommen. Man braucht keinen richtigen Computer mehr? Man kann nur noch verbessern. Was meint Ihr?

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