Western Digital My Passport Wireless Festplatte ausprobiert

WD My Passport Wireless

Brandneu auf der IFA 2014 vorgestellt wurde die mobile Festplatte My Passport Wireless von Western Digital. Mit bis zu 2 TB Speicher und integriertem W-Lan und SD-Kartenleser kommt die Festplatte im hübsch handlichen Gehäuse daher.

Wir alle kennen die Situation, dass der Speicherchip in der Kamera überquillt, oder aber das Handy mal wieder ein wenig Luft im Sinne von freiem Speicher benötigt. Für diesen Fall wurde unter anderem die My Passport Festplatte von Western Digital geschaffen.

Lieferumfang (ohne Handy natürlich)

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Im Lieferumfang der Platte befindet sich ein USB 3.0-Kabel, ein Netzeil, die Platte selbst und ein wenig Papierwerk, um eine schnelle erste Inbetriebnahme zu ermöglichen. Bedienelemente gibt es nur zwei in Form eines Power-Schalters und einem WPS-Schalter. Dazu findet sich dazwischen noch ein USB 3.0-Port und seitlich noch ein Slot für SD-Speicherkarten.

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Auf der Oberseite gibt es noch zwei LEDs für die Betriebs-/Batteriestatus und die WiFi-Anzeige. Die Batteriestatus-Anzeige leuchtet je nach Akkuladung in blau (bis 75 %), grün (bis 50 %), orange (bis 15 Prozent) und anschließend rot.

Inbetriebnahme

Zur ersten Inbetriebnahme sollte entweder die My Passport-App oder ein PC mit WiFi genutzt werden.

My Cloud
Preis: Kostenlos

Nun die Festplatte einschalten und mit dem My Passport-Wlan verbinden. Anschließend entweder den Schritten in der Android-App folgen (Passwort vergeben usw.) oder aber auf dem Windows-Computer: http://mypassport
und auf dem Mac http://mypassport.local aufrufen. Es folgt ein leicht verständlicher Einrichtungs-Assistent in welchem dann unter anderem ein Passwort zum Schutz der Daten vergeben werden muss usw.

Der WiFi-Anschluss kann auch durchgeschliffen werden. Hierzu muss dann lediglich nach einem verfügbaren W-Lan gesucht und die Verbindung mittels des eigenen Passworts hergestellt werden. Dieser Schritt ist wohlgemerkt freiwillig, so dass die Festplatte auch weiterhin ohne Verbindung zur Außenwelt als private Cloud fungieren kann.

WD My Passport Wireless WiFi

Die Oberfläche kann natürlich über jeden halbwegs aktuellen Browser aufgerufen werden. Hier werden dann auch Informationen zum aktuellen Füllstand und Akkustand etc. der Platte hübsch dargestellt. Auch Firmware-Updates und die sonstigen üblichen Verdächtigen sind über diese Oberfläche problemlos möglich.

WD My Passport Wireless  Bildschirmfoto 2014-09-13 um 14.41.09

Eingangs hatte ich auch vom Betrieb via Smartphone erzählt. Dies ist ebenso wie der Zugriff über die Browser-Oberfläche sehr schön gelöst.

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Die App bietet auf dem Handy auch die Möglichkeit der super komfortablen Konfiguration und natürlich können auch Medien bzw. Dateien von und zur Festplatte kopiert werden.

WD My Passport Wireless App1

WD My Passport Wireless App2

Kommen wir noch zum eigentlich wichtigsten Teil für eine Festplatte – der Datenübertragung. Eingangs schon angedeutet klappt das tadellos auch ohne PC mit einer SD-Karte. Hier werden übrigens nicht nur die einzelnen Fotos, sondern der komplette Inhalt übertragen. Ich hatte jedenfalls auf der Platte die ganzen Magic Lantern-Dateien (CustomFirmware für meine Canon EOS 650D) ebenfalls im Sicherungsverzeichnis. Ansonsten besitzt die My Passport Wireless ja auch noch einen USB 3.0 Anschluss und überträgt dort Dateien mit dem folgenden Speed:

Speed USB 3.0

Sollte die Festplatte an einen 2.0-Anschluss gehängt werden, so müssen mit Geschwindigkeitseinbußen von über 50 Prozent gerechnet werden. Der folgende Screenshot zeigt was im Falle von 2.0 noch durch das Kabel ging:

Statistik

Im Falle einer Übertragung via WiFi kann ich nun nicht direkt mit einem Speed-Test aufwarten. Ich habe aber testweise mal eine große Video-Datei auf die Platte von meinem S5 auf die My Passport transferiert und anschließend wieder schnurlos auf dem S5 abgespielt. Der Film lief problemlos und ruckelfrei trotz „langsamer“ WiFi-Verbindung mit lediglich 54 Mbps. Für den schnellen Transfer von großen Dateien sollte man aber unbedingt auf die Kabel-Variante umsteigen.

Die My Passport beherrscht auch DLNA und sollte von jedem halbwegs aktuellen Fernseher im W-Lan gefunden werden. Anschließend steht der Dia-Show der geschossenen Fotos oder dem Film schauen nichts mehr im Weg. Streamen in HD-Qualität soll laut WD dank MIMO-Technik mit bis zu vier Geräten gleichzeitig über ca. 6 Stunden möglich sein.

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Ein bisschen technisches Blabla aus den Spezifikationen möchte ich auch noch anfügen. Im inneren der My Passport Wireless ist eine 2,5 Zoll Festplatte mit 5400 rpm verbaut. Mögliche Größen sind zum jetzigen Zeitpunkt entweder 500 GB, 1 TB oder sogar 2 TB Speicher. Das wirkt sich nicht nur im Preis, sondern natürlich auch im Gewicht, der Größe des Gehäuses und der Festplatte aus. Die kleinste wiegt dann „nur“ knapp 250g und die Platte mit 2 TB geht grob in Richtung 500g. Die Maße des mobilen Speichers (2 TB) sind 17,5 x 17,2 x 5,8 cm und intern werden die Platten mit Serial-ATA 300 und die 2 TB Passport gar mit Serial-ATA 600 angesprochen.

Fazit

Mir persönlich gefällt unter anderem die Backup-Lösung für die DSLR-Fotos sehr gut. Abgesehen davon kann man in meinen Augen mit einer schnurlosen Platte fast nichts falsch machen. Egal ob man sie nun für die Fotos der DSLR, als Backup-Platte oder aber als DLNA-Quelle für den heimischen TV nutzen möchte. Vielleicht würde ich nicht direkt zur 2 TB Größe greifen, sondern eher die Version mit 1 TB Speicherplatz wählen. So oder so bekommt die WD My Passport Wireless auf jeden Fall einen Daumen nach oben von mir.

Wer also eventuell sowieso gerade überlegt eine Backup-Platte anzuschaffen, sollte sich die My Passport unbedingt auf die Checkliste setzen.

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