WhatsApp: Facebook ist nun doch offen für Werbung

Es wird passieren und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein: Werbung in WhatsApp. Facebook spricht nun auch ganz offen über dieses Thema.

Am Anfang der Woche wurde bekannt: Jan Koum, Mitgründer von WhatsApp, geht. Offiziell sprach man nicht über Gründe, doch es wurde bekannt, dass dieser wohl nicht mehr mit der Strategie von Facebook einverstanden ist. Die wollen an die Daten der Nutzer und Koum geht das zu weit. Nun wird auch klar warum.

In einem Gespräch mit CNBC hat David Marcus von Facebook (zuständig für die Messenger) nun verraten, dass WhatsApp sich definitiv für Werber öffnen wird. Die Werbung kommt, noch ist aber unklar was sich Facebook hier vorgestellt hat.

Marcus sagt, dass man nun eine neue API habe, mit der auch große Unternehmen die Nachrichten von Nutzern senden und empfangen können. Analysten sind schon lange davon ausgegangen, dass Facebook mit der Werbung beginnt, sobald Koum weg ist.

WhatsApp: Ohne Werbung groß geworden

WhatsApp ohne Werbung, ein Slogan, mit dem der Messenger damals groß wurde. Doch Koum hatte eine andere Idee, er wollte nie ein Milliarden-Business auf die Beine stellen. Facebook hat genau das vor. Man hat viel Geld für WhatsApp gezahlt und das soll nun wieder in die Kassen von Facebook – im besten Fall noch mehr.

Und mal ganz ehrlich: WhatsApp Business wird nie die Einnahmequelle sein, die sich Facebook bei dem Messenger vorstellt. Dort denkt man in anderen Dimensionen, wie man auch gut bei Instagram beobachten kann. Doch Instagram ist wie für Werbung gemacht, WhatsApp nicht. Die Aussage „Die Nutzer werden es schon mitmachen“ trifft auf WhatsApp glaube ich nicht zu, außerdem ist der Markt für Alternativen da und er ist groß. Ein anderer Messenger kann sich schnell finden lassen.

Ich bin sehr gespannt wie es mit weiter geht, habe aber schon nach der Übernahme damit gerechnet. Erst einen großen Dienst kaufen, dann noch größer machen und so wenig wie möglich ändern (im besten Fall deutlich besser machen) und dann, wenn genug „Masse“ vorhanden ist, wird er monetarisiert. So denkt Zuckerberg.

Bei WhatsApp wird das jedoch eine spannendere Entwicklung, als bei Instagram.

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