WhatsApp-Mitbegründer Jan Koum äußert sich zur aktuellen Lage

Jan Koum

WhatsApp-Mitbegründer Jan Koum | Bild: Hubert Burda Media

Viel wurde geschrieben, gesagt und diskutiert, seitdem bekannt wurde, dass Facebook den mobilen Messenger-Dienstes WhatsApp für eingesamt 19 Milliarden Dollar schlucken möchte. Die Übernahme ist noch nicht vollzogen, dennoch liest und hört man an jeder Ecke viel Kritik zu dem Deal. WhatsApp-Mitbegründer Jan Koum äußert sich nun in einem Blogpost zur aktuellen Lage in den Medien, über Fakten, Gerüchte und die Zukunft des Dienstes.

Koum spricht davon, dass leichtfertig Halbwahrheiten verbreitet werden, was den zukünftigen Umgang mit den Daten und der Privatsphäre der Nutzer angeht. Er erzählt von seiner Kindheit in der Ukraine, dem KGB und wie tief der Anspruch auf Privatsphäre in ihm verankert ist. Er betont, dass WhatsApp mit Absicht so wenig wie möglich Daten sammelt und dies auch so bleiben soll.

Wenn die Partnerschaft mit Facebook bedeutet hätte, dass wir unsere Werte hätten ändern müssen, dann hätten wir es nicht getan. Stattdessen werden wir eine Partnerschaft haben, die es uns ermöglicht, weiterhin selbstständig und autonom zu arbeiten. Unsere Grundwerte und Überzeugungen ändern sich nicht. Unsere Prinzipien ändern sich nicht.

Alles, was WhatsApp führend im Bereich des persönlichen Messaging gemacht hat, wird immer noch an Ort und Stelle sein. Die Spekulation in gegenteilige Richtung sind nicht nur haltlos und unbegründet, sie sind unverantwortlich. (Jan Koum, Übersetzung von uns)

Weder Name, noch E-Mail-Adresse, Geburtstag, Wohnanschrift, Arbeitsplatz, Suchwörter oder GPS-Daten würden von dem Dienst gesammelt oder gespeichert und es ist auch nicht geplant das zu ändern. Koum stört es wohl, dass dies in der aktuellen Diskussion gerne mal „vergessen“ wird.

Wie man nun diese Äußerungen einschätzt, überlasse ich jedem Nutzer selbst. Sicher spielen auch geschäftliche Interessen eine Rolle, dennoch bleibt im Kern festzuhalten, dass über den Dienst oftmals zu hysterisch berichtet wird, das ist zumindest mein Eindruck.

Wie seht ihr das Thema WhatsApp und die Übernahme durch Facebook?

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