Xiaomi Mi Band ausprobiert

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Im Gegensatz zu unserem Oliver, der bereits jede menge Fitness-Tracker unter die Lupe genommen hat, konnte ich mit derartigem Zubehör bisher rein gar nichts anfangen. Ich bin weder der sportliche Typ, noch interessiert mich brennend, wie viele Schritte ich gelaufen bin. Doch dann kam das Xiaomi Mi Band.

Das Teil wurde durch alle möglichen Techseiten geprügelt, weil es zu einem unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis zu haben ist. Im Fernost-Shop des Vertrauens legt man dafür zwischen 13 und 17 Euro hin, ich habe inklusive Prio-Versand knapp 16 Euro bezahlt. Auch bei Amazon ist es zu haben, dort aber etwas teurer, zumindest, wenn der Versand aus Deutschland erfolgen soll.

Was mir gefällt

Optik und Technik können meines Erachtens mit deutlich teureren Produkten konkurrieren. Das Gummiband nimmt das IP76-zertifizierte Mi Band auf und sorgt dafür, dass man den Tracker mit sicherem Sitz am Körper tragen kann. Selbst an dünne Ärmchen (und Beinchen) könnte man das Mi Band theoretisch anbringen.

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Der Verschluss ist gut gemacht. Die Verpackung war vollkommen okay, das Laden funktioniert per USB über die mitgelieferte Ladeschale und der Akku scheint tatsächlich 30 Tage durchzuhalten. Drei verbaute LEDs können in verschiedenen Farben Informationen zum Training oder Benachrichtigungen anzeigen.

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Die Daten lassen sich in die Health-App unter iOS schreiben, so hat man alles zentral an einem Ort.

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Generell ist natürlich positiv zu erwähnen, dass das Mi Band mit iOS und Android funktioniert, bei letzterem sogar mit mehreren (einfachen) LED-Benachrichtigungen und auch zum Entsperren des Gerätes. Auch nützlich ist die Weckfunktion durch Vibration, gerade, wenn man zu einer deutlich anderen Zeit als der Bettnachbar aufstehen muss.

Ebenso gefällt mir die Schlafüberwachung, die ganz gut zu funktionieren scheint.

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Die Datenübertragung erfolgt per Bluetooth, das läuft manchmal etwas zäh, aber eigentlich immer nahtlos.

Was mir nicht gefällt

Was mir nicht gefällt, lässt sich in einem Tweet bereits zusammenfassen.

Nicht verwunderlich, der Arm ist eben nicht der perfekte Ort, um Schritte bzw. ein Training zu tracken. Dreimal ins Bad gelaufen, Klamotten angezogen, Rucksack gepackt und schwups fast 2000 Schritte erledigt. Das sagt mir zumindest das Mi Band und unter diesem Aspekt ist das einfach Müll. Wenn ich im Bett liege, kann solch ein Tracker natürlich super überprüfen, ob ich unruhig oder tief schlafe, ob ich aber nun einen Dauerlauf mache oder Wäsche aufhänge, damit kommt er einfach nicht richtig klar.

Laut Mi Band habe ich in den letzten zwei Tagen bereits fünf mal ein hartes Training gemacht und glaubt mir, davon war ich weit entfernt. :D Ich hatte geglaubt, der Algorithmus ist so gut, dass er das irgendwie rausrechnen kann, das scheint aber nicht der Fall zu sein.

Fazit

Also, neben der etwas nervigen Registrierung für einen Account in Fernost, um das Band überhaupt nutzen zu können, ist es für mich ein nützlicher Wecker, eine nette Art meinen Schlaf zu überwachen, aber ein lausiger Fitness-Tracker. Für das Geld vollkommen okay und auch zur zeitweisen Überwachung einer Aktivität sicher nützlich, für ein dauerhaftes Tracking sind die Abweichungen (mir) einfach zu groß.

Xiaomi Mi Band Produktseite →

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