Nokia Lumia 610: Der erste Eindruck

Nachdem ich mir bereits im März ein Vorserienmodell vom Nokia Lumia 610 etwas genauer anschauen konnte, ist nun seit einigen Tagen auch das entsprechende Testgerät bei mir eingetroffen und muss sich den ersten Tests unterziehen. Das Lumia 610 soll das perfekte Einsteiger-Smartphone für “junge” Leute sein und man kann das kleine Gertä in den Farben Schwarz, Weiß und Cyan aktuell für ca. 224 Euro erwerben. Damit ist es allerdings zum Verkaufsstart erstmal etwas teurer als das nächstbessere Nokia Lumia 710.

Zur Ausstattung des Lumia 610 gehört ein 800 MHz starker Prozessor, 256 MB Arbeitsspeicher, 8 GB interner Speicher und eine Kamera mit 5 Megapixel. Der Screen ist 3,7 Zoll groß und löst mit 800 mal 480 Pixel auf. Der Akku hat eine Größe von 1300 mAh. Es wird das erste Windows Phone mit Tango sein, wobei es sich hier immer noch um Windows Phone 7.5 handelt, jedoch mit neuen Anforderungen an die Hardware.

Ich hatte zum Glück bereits die Gelegenheit mit allen Windows Phones von Nokia zu hantieren und neben dem Lumia 800 bin ich vom Lumia 610 am meisten angetan. Das Lumia 710 kann zwar mit seinem guten Display überzeugen, welches mit Clear Black-Technologie aufwarten kann, es fühlt sich dicker und schwerer als das Lumia 610 an, obwohl es das nicht ist. Hier hat Nokia also einen guten Formfaktor gewählt.

Das kleine Windows Phone liegt nicht nur gut in der Hand, sondern Nokia setzt bei diesem Gerät auch auf Sensortasten, während man beim 710 noch eine knubbelige Hardware-Tastenleiste verbaut. Die Oberschalen lassen sich beim 610er nicht komplett wechseln und auch kann es sein, dass wirklich leistungshungrige Spiele nicht flüssig laufen, für den Preis und die Zielgruppe, welche das Gerät erreichen soll, dürfte dies aber eher nachrangig sein.

Ich habe bereits ein paar Apps probiert und diese liefen akzeptabel, erfolgreiche Spiele wie z.B. Angry Birds sollen noch für das Gerät angepasst werden, auf Skype muss man nach derzeitigen Infos erstmal verzichten. Man merkt zum Nokia Lumia 800 schon einen Unterschied beim Starten der Apps, die offizielle Twitter-App zum Beispiel, die erst neulich ein Update erhalten hat, läuft zwar rund, aber benötigt länger zum Starten. Dies fällt häufiger bei verschiedenen Apps auf.

Mir gefällt auch beim Lumia 610 wieder, dass man eine extra Kamerataste hat und dass die Taste zum Entsperren an der Seite statt oben am Gerät ist. Die Qualität der Kamera ist ganz okay, haut allerdings auch niemandem vom Hocker. Es ist eine typische Schnappschuss-Cam, mehr schafft die Linse nicht. Das Display ist ausreichend hell und gut ausgeleuchtet, zudem kommen die Farben angenehm natürlich rüber. Die Schwarztöne können mich hingegen nicht sonderlich überzeugen, hier hat ganz klar ein Clear Black-Display die Nase vorn.

Meiner Meinung nach ist das 610 (oder auch 710) ein Beispiel dafür, was Windows Phone z.B. Android oder iOS noch voraus hat, es ist möglich Geräte auf den Markt zu bringen, die nur halb so viel wie ein Windows Phone der Oberklasse kosten, rein von der Bedienung und Systemperformace dem Nutzer aber kaum Abstriche abverlangen. Man merkt zwar, dass man mit einem günstigeren Smartphone hantiert, ein günstiges Einsteiger-Smartphone mit iOS gibt es bis auf die alten 3GS-Modelle nicht und ein Einsteiger-Androide macht seinem Namen in der Regel alle Ehre und kommt nicht ansatzweise an die Performance der Oberklasse heran.

Abstriche bei ein paar Apps muss man bei fast allen günstigen Smartphones machen, wer Windows Phone ins Auge gefasst hat und auf das volle Paket kostenloser Nokia-Apps steht, könnte mit dem Lumia 610 den Einstieg wagen. Mehr Infos und vor allem App-Test folgen dann im Alltagstest, der erste Eindruck ist schon mal ganz gut, denn das kompakte Gerät vermittelt ein solides Windows Phone Feeling.

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